Veranstaltungen im September 2026

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Samstag
05.
September 2026
18.00 Uhr
Jan Wagner (c) Nadine Kunath<br>
Nadja Küchenmeister (c) Dirk Skiba<br>
Ulf Stolterfoth (c) Dirk Skiba<br>
Rike Scheffler (c) Gunnlöð Jóna<br>
Andreas Koziol (c) privat<br>
Lutz Seiler (c) Jürgen Bauer

Jan Wagner (c) Nadine Kunath
Nadja Küchenmeister (c) Dirk Skiba
Ulf Stolterfoth (c) Dirk Skiba
Rike Scheffler (c) Gunnlöð Jóna
Andreas Koziol (c) privat
Lutz Seiler (c) Jürgen Bauer

   

"Der Mond im Wolkenkragen"
Potsdamer Lyriknacht
Mit Jan Wagner, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoth, Rike Scheffler und Andreas Koziol / Lutz Seiler

Moderation: Lutz Seiler
Lesung & Getränke

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Eintritt: 15 €

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Auf jeder Shortlist der faszinierendsten deutschen Dichterinnen und Dichter unserer Gegenwart fänden diese fünf ihren Platz – wir laden ein zum großen Potsdamer Gipfeltreffen der Poesie mit Jan Wagner, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoth, Rike Scheffler und Andreas Koziol (präsentiert von Lutz Seiler). Alle fünf haben kürzlich neue Bücher vorgelegt:
„In ihrem neuen Band Der Große Wagen erweist sich Nadja Küchenmeister als eine Dichterin, deren federleichte und zugleich majestätische sprachliche Eleganz auf eindrücklichster Könnerschaft gründet“, schreibt die Jury zum kürzlich verliehenen Bettina-Brentano-Preis. Mit „rückkehr von krähe“ (Ernst-Jandl-Preis 2025) ist Ulf Stolterfoth gelungen, „eine epische Volkssaga zu dichten, eine Verserzählung von atemberaubendem Ausmaß und überbordender Kombinationslust. Was für ein Werk!“ schrieb Christian Metz in der FAZ. Rike Scheffler arbeitet übergreifend in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik und hat mit ihren Lyrik-Performances international auf sich aufmerksam gemacht. Ihr Gedichtband „der rest ist resonanz“ erhielt den Orphil-Debütpreis für Lyrik, 2023 erschien „Lava. Rituale“. Der Büchnerpreisträger Jan Wagner hat mit „Tanzt die Orange“ gerade (mit Norbert Hummelt) eine einzigartige Anthologie herausgebracht: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen. Sein letzter Gedichtband „Steine & Erden“ erzählt einen neuen lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt bis hin zu Dürers „Rhinozeros“. „Der Dichter Andreas Koziol hat einen Namen und ist doch ein unbekannter Meister“, so hat es Henryk Gericke kürzlich in einem Nachruf geschrieben. Tatsächlich ist Koziols Poesie wunderbar einzigartig und elegant. Unerreicht ist sein funkenschlagende Gebrauch uns vertrauter Strukturen wie Reim und Strophe, die im Spannungsfeld von Benennen und Benanntem jenes „Letterleuchten“ (Koziol) erzeugen, das in den Farbtönen des Witzes, der Trauer und der Ironie ein betörend flirrendes Spiel treibt. Gelesen und vorgestellt wird Andreas Koziol von Lutz Seiler.
Eine Veranstaltung des Peter Huchel Hauses und des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.

Montag
07.
September 2026
19.00 Uhr
Reinhard Stöckel<br>(c) privat

Reinhard Stöckel
(c) privat

   

Lausitzer lesART
Buchpremiere Reinhard Stöckel „Die Sprache der wilden Hunde“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 38060-24
oder: www.bibliothek-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Die letzte Buchhandlung einer kleinen Stadt in der Lausitz ist abgebrannt und ihr Inhaber, Hubertus Mandel, verschwunden.
Der Laden, vor der Wende auch Ort politischer Debatten, steht inzwischen einer modernen Shopping-Mall im Wege.
Doch Mandel hadert auch mit der schlesischen Herkunft seiner Mutter und mit seinem rechtsrockenden Sohn. Da stößt der Buchhändler auf ein altes Schulheft und damit auf die Spur eines fast vergessenen Verbrechens: Während des 2. Weltkrieges entführten die deutschen Besatzer zehntausende polnische Kinder, um sie zu »germanisieren«. »Die Sprache der wilden Hunde« erzählt von Verdrängung und vom Schmerz der Erinnerung und davon, was es heißt, wenn ein Riss durch die Familie geht.

Der Autor und Publizist Reinhard Stöckel (*1956) lebt in einem Dorf nahe Cottbus. In diesem Jahr erhielt er das Spreewald-Literaturstipendium 2026.

In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Cottbus und dem Brandenburgischen Literaturrat e.V.

Freitag
11.
September 2026
20.00 Uhr
Richard David Precht<br>(c) Christian O. Bruch

Richard David Precht
(c) Christian O. Bruch

   

Richard David Precht "Angststillstand: Warum die Meinungsfreiheit schwindet“

Lesung & Gespräch
Moderation: Harald Asel (rbb24 Inforadio)

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Arena | Schiffbauergasse 6

Ausverkauft!

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 28 €

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Studien zufolge ist mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung der Ansicht, ihre Meinung nicht mehr frei äußern zu können. Woran liegt das? Je mehr Menschen heute ihre Individualität ausdehnen und die Dinge ›persönlich‹ nehmen, umso leichter fühlen sie sich gekränkt. Beschleunigt durch Social Media und die Möglichkeiten des Shitstorms wird das Risiko freier Meinungsäußerungen immer größer und die sozialen Kosten steigen gefährlich an. In der Folge gerät unsere Gesellschaft in einen Angststillstand. Denn wie sollen eine beherzte Politik, eine provozierende Kunst und eine gesellschaftskritische Kultur noch möglich sein, wenn immer jemand empört oder verletzt reagiert?
Richard David Precht entwickelt ein gesellschaftliches Psychogramm und nimmt uns in die Pflicht, das »Wir« wieder in den Vordergrund zu stellen.

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF und diskutiert zusammen mit Markus Lanz im Nr.1-Podcast »LANZ & PRECHT« im wöchentlichen Rhythmus gesellschaftliche, politische und philosophische Entwicklungen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

Mittwoch
16.
September 2026
19.30 Uhr
Christoph Wortberg<br>(c) Jan Knoff

Christoph Wortberg
(c) Jan Knoff

   

Christoph Wortberg
„Gussi"

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 2

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 8 / 6 €

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Ein berührender Roman über das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau: Auguste »Gussie« Adenauer, die zweite Frau Konrad Adenauers.
1948. Die Frau im Bonner Johannes-Hospital weiß, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt sie Szenen ihres Lebens an sich vorbeiziehen. Gussie Zinsser ist 24, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Sie schenkt fünf Kindern das Leben, doch ihr Erstgeborener stirbt nach nur vier Tagen. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht sie in der Öffentlichkeit und engagiert sich eigenständig sozial und politisch. Hitlers Machtübernahme verändert alles. Adenauer muss sich vor den Nazis verstecken. Allein gelassen mit ihren Kindern, versucht Gussie, das schwierige Leben im Dritten Reich zu bewältigen. Bis sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Wahl gestellt wird.
»›Konrad‹, sagt sie leise und tastet nach seiner Hand. Sie fühlt den Ring, den er nie abgenommen hat, nicht einen einzigen Tag in neunundzwanzig Jahren. Er sitzt neben ihr auf einem Stuhl, den Rücken durchgedrückt, die Beine übereinandergeschlagen. Sein dunkler Anzug, die schwarz glänzenden Schuhe. Er schaut sie an und in sie hinein, so wie auch sie in ihn hineinschaut. Es sind nicht die Blicke, die zählen, es kommt auf die Gedanken an. Sie kann lesen, was er denkt, vom ersten Tag an konnte sie es. Er schweigt, so wie er immer schweigt, wenn ihm das Herz übergeht. Sie ist froh, dass er den Augenblick nicht mit Worten zerstört. Vor ihm kannte sie nur die Worte, er hat sie das Schweigen gelehrt.«
Christoph Wortberg studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und ist ausgebildeter Schauspieler. Verschiedene Rollen am Theater und im Fernsehen, daneben Hörbuchsprecher. Seit vielen Jahren Drehbuchautor, u.a. für den Kölner ›Tatort‹, sowie Autor preisgekrönter Jugendromane und mehrerer Kriminalromane. Christoph Wortberg lebt in Köln.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Donnerstag
17.
September 2026
19.30 Uhr
Christoph Wortberg<br>(c) Jan Knoff

Christoph Wortberg
(c) Jan Knoff

   

Christoph Wortberg
„Gussi"

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Luckenwalde | Bibliothek in Bahnhof | Bahnhofsplatz 5

Karten unter:
03371 / 403340

Eintritt: 10 / 8 €

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Ein berührender Roman über das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau: Auguste »Gussie« Adenauer, die zweite Frau Konrad Adenauers.
1948. Die Frau im Bonner Johannes-Hospital weiß, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt sie Szenen ihres Lebens an sich vorbeiziehen. Gussie Zinsser ist 24, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Sie schenkt fünf Kindern das Leben, doch ihr Erstgeborener stirbt nach nur vier Tagen. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht sie in der Öffentlichkeit und engagiert sich eigenständig sozial und politisch. Hitlers Machtübernahme verändert alles. Adenauer muss sich vor den Nazis verstecken. Allein gelassen mit ihren Kindern, versucht Gussie, das schwierige Leben im Dritten Reich zu bewältigen. Bis sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Wahl gestellt wird.
»›Konrad‹, sagt sie leise und tastet nach seiner Hand. Sie fühlt den Ring, den er nie abgenommen hat, nicht einen einzigen Tag in neunundzwanzig Jahren. Er sitzt neben ihr auf einem Stuhl, den Rücken durchgedrückt, die Beine übereinandergeschlagen. Sein dunkler Anzug, die schwarz glänzenden Schuhe. Er schaut sie an und in sie hinein, so wie auch sie in ihn hineinschaut. Es sind nicht die Blicke, die zählen, es kommt auf die Gedanken an. Sie kann lesen, was er denkt, vom ersten Tag an konnte sie es. Er schweigt, so wie er immer schweigt, wenn ihm das Herz übergeht. Sie ist froh, dass er den Augenblick nicht mit Worten zerstört. Vor ihm kannte sie nur die Worte, er hat sie das Schweigen gelehrt.«
Christoph Wortberg studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und ist ausgebildeter Schauspieler. Verschiedene Rollen am Theater und im Fernsehen, daneben Hörbuchsprecher. Seit vielen Jahren Drehbuchautor, u.a. für den Kölner ›Tatort‹, sowie Autor preisgekrönter Jugendromane und mehrerer Kriminalromane. Christoph Wortberg lebt in Köln.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Montag
21.
September 2026
19.30 Uhr
Pascale Hugues<br>(c) Dagmar Morath

Pascale Hugues
(c) Dagmar Morath

   

Pascale Hugues
„So voller Leben. Über meine Mutter“

Übersetzt von: Claudia Steinitz
Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Pascale Hugues, die Bestsellerautorin von Marthe und Mathilde, folgt in ihrem neuen Buch den Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh starb. Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.

Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar.
Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, die man hinter schützenden Lügen verbirgt. In diesem Buch kommt sie ihrer Mutter, die so voller Leben war, wieder näher.

Pascale Hugues, geboren in Straßburg, ist Journalistin und Schriftstellerin. Mit ihrem ersten Buch «Marthe und Mathilde» gelang ihr auf Anhieb ein großer Erfolg. Für ihr Buch «Ruhige Straße in guter Wohnlage» erhielt sie den Prix Simone Veil und den Europäischen Buchpreis. Pascale Hugues ist Deutschlandkorrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins «Le Point», Kolumnistin beim «Tagesspiegel» und schreibt regelmäßig für verschiedene deutsche Medien. Sie lebt in Berlin.
In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Potsdam-Versailles

Donnerstag
24.
September 2026
20.00 Uhr
Götz Aly<br>(c) Andreas Labes

Götz Aly
(c) Andreas Labes

   

Götz Aly
"Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945"

Grußwort:
Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Vortrag und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Eintritt: 18.- (zzgl. Gebühren)

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Karten unter: Waschhaus
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust – hier stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen?
In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.
Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
Götz Aly ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bei S. Fischer erschienen von ihm u.a. 2011 »Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933« sowie 2013 »Die Belasteten. ›Euthanasie‹ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte«. Im Februar 2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

Eine Kooperationsveranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

Sonntag
27.
September 2026
11.00 Uhr
Michael Maul<br>(c) Gert Mothes (Insel_Verlag)

Michael Maul
(c) Gert Mothes (Insel_Verlag)

Bernhard Schrammek<br>(c) Manuela Zydor

Bernhard Schrammek
(c) Manuela Zydor

 

BACH II
Gleim-Preis der Stadt Halberstadt
Matinee in der Villa Quandt
Michael Maul "J.S.Bach. Wie wunderbar sind deine Werke"

Moderation Bernhard Schrammek (rbb)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 €

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„Wie wunderbar sind deine Werke“ – Eine Liebeserklärung an die Musik des Thomaskantors Bach! Johann Sebastian Bachs 300 Jahre alte Kirchenmusik begeistert heute Musikfreunde auf der ganzen Welt. Der bekannte Bachforscher Michael Maul, Intendant des Leipziger Bachfestes, bietet mit seinem neuen Buch eine fundierte und zugleich gut verständliche 'Gebrauchsanweisung' für die Musik des berühmten Leipziger Thomaskantors. Er staunt anschaulich über atemberaubende Momente in Bachs Kantaten, Passionen oder der h-Moll-Messe, und er lässt in seinen sehr persönlichen Monologen mit Bach den Entstehungskontext der Werke und die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen Text und Musik - und manchmal auch Biographie - lebendig werden.
Zugleich deckt Maul auf, warum Bach alsbald an seiner "wunderlichen Obrigkeit" verzweifelte, er die zunächst unbändige Lust auf das Komponieren von Kirchenmusik nach fünf Jahren im Thomaskantorat fast gänzlich verlor und sich mehr und mehr in eine innere Emigration zurückzog.

Kurz: Mauls neues Buch ist eine ebenso glühende wie berührende Liebeserklärung an seinen Komponisten-Gott. Sie verfolgt vor allem ein Ziel: bei den Leserinnen und Lesern Lust zu wecken, sich Bachs Werke anzuhören. Zahlreiche Abbildungen und eine bei Spotify abrufbare Playlist ergänzen den Band und machen ihn zu einem Geschenkbuch für alle Musikliebhaber.

Zusammen mit Bernhard Schrammek betreibt Maul den einzigartigen Podcast "Bach-Kanal“, der sich dem gesamten Werk ihres Idols, unterhaltsam und auf dem neuesten Forschungsstand widmet.