Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Sonntag
24.
Februar 2019
11.00 Uhr

Lion Feuchtwanger

Matinee in der Villa Quandt
Lion Feuchtwanger
„Ein möglichst intensives Leben
Die Tagebücher.„

Einführung und Lesung: Klaus Modick , anschließend Gespräch mit Nele Holdack (Lektorin, Aufbau Verlag)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Lion Feuchtwanger, 1884-1958, war Romancier und Weltbürger. Seine Romane erreichten Millionenauflagen und sind in über 20 Sprachen erschienen. Als Lion Feuchtwanger mit 74 Jahren starb, galt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Die Lebensstationen von München über Berlin, seine ausgedehnten Reisen bis nach Afrika, das Exil im französischen Sanary-sur-Mer und im kalifornischen Pacific Palisades haben den Schriftsteller, dessen unermüdliche Schaffenskraft selbst von seinem Nachbarn in Kalifornien, Thomas Mann, bestaunt wurde, zu einem ungewöhnlich breiten Wissen und kulturhistorischen Verständnis geführt. 15 Romane sowie Theaterstücke, Kurzgeschichten, Berichte, Skizzen, Kritiken und Rezensionen hatten den Freund und Mitarbeiter Bertolt Brechts zum "Meister des historischen und des Zeitromans" (Wilhelm von Sternburg) reifen lassen. Mit seiner "Wartesaal-Trilogie" erwies sich der aufklärerische Humanist als hellsichtiger Chronist Nazi-Deutschlands.
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Sein Roman »Konzert ohne Dichter« erschien im Frühjahr 2015 und wurde schnell zum Bestseller. 2018 folgte sein Roman »Keyserlings Geheimnis«.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Aufbau Verlag.

Mittwoch
27.
Februar 2019
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Lesung & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Rathenow | Havelrestaurant Schwedendamm | Schwedendamm 7

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 / 6 €

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2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Sonntag
03.
März 2019
15.00 Uhr

Rainald Grebe
(c) SanJacinto

"Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Gelesen von Reinald Grebe & Tilla Kratochwil

Bergsdorf | K.-Mühlenhaupt-Museum | Bergsdorfer Dorfstr.1

Karten unter:
033088 50550

Eintritt: 12 / 10 €

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Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Reinald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie, werden durch Briefe überbrückt. Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Reinald Grebe,1971 in Köln geboren, studierte 1993–1997 Puppenspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er arbeitet als Autor, Kabarettist, Liedermacher und Dramaturg. Grebe wurde u. a. mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Tilla Kratochwil, 1974 in Zittau geboren, studierte 1995–1999 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2002 ist sie freischaffend tätig u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt u.a.

Eine Veranstaltung des K.-Mühlenhaupt-Museums und des Brandenburgischen Literaturbüros

Sonntag
17.
März 2019
11.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

Buchpremiere: Jan Konst
Der Wintergarten

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch Der Wintergarten beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauerstiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Samstag
23.
März 2019
11.00 Uhr

Des Müllers Dörte und der Kornschreiber
Neuruppiner Bilderbogen, 1850

Unausstehlich und reizend zugleich: Die Brandenburger

Eine Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Kurt Tucholsky Literaturmuseums in Kooperation mit dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder).
Ausstellungseröffnung

Rheinsberg | Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum | Schloß Rheinsberg 2

Was Fontane über den märkischen Adel geschrieben hat – die "Kerle" seien "unausstehlich und reizend zugleich"–, gilt nicht weniger für das Bild, das er von der Mark Brandenburg und ihren Bewohner im Ganzen zeichnete.

Eine Ausstellung im Schloss Rheinsberg folgt den Spuren brandenburgischer Mentalität in Literatur und bildender Kunst vergangener Jahrhunderte bis zur Gegenwart.

23. März bis 18. August 2019, Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg

Ausstellung und Begleitband sind ein Projekt im Rahmen des Themenjahres fontane.200/Spuren–Kulturland Brandenburg 2019. Kulturland Brandenburg 2019 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Donnerstag
09.
Mai 2019
20.00 Uhr

Burghart Klaußner
(c) Gene Glover

„Vor dem Anfang“
Das Romandebüt des Schauspielers Burghart Klaußner.

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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April 1945. Es sind die letzten Stunden, bevor die Hölle losbricht in Berlin und der Häuserkampf beginnt. Die letzten Tage, bevor alles vorbei ist. Der Krieg. Das Gebrüll und Geschrei, die Befehle und die Angst. Aber vorher müssen Fritz und Schultz noch einen Auftrag erfüllen. Und der führt sie mitten hinein ins Zentrum der Gefahr. Burghart Klaußner erzählt in seinem Romandebüt von zwei Männern, die es geschafft haben, den Krieg zu überleben, indem sie den Kopf unten hielten. Und die es auf den letzten Metern dann doch noch kalt erwischt: Sie erhalten den Auftrag, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen. Nach Berlin-Mitte – einmal quer durch die zerschossene Stadt. Und das einzige Beförderungsmittel, das sie haben, sind ihre klapprigen Fahrräder. »Vor dem Anfang« ist die Geschichte einer unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber plötzlich aufeinander angewiesen sind, auf Gedeih und Verderb. Und Fritz hat einen Plan: sich durchschlagen bis zum Wannsee, wo sein Segelschiff liegt aus besseren Tagen, auf dem er sich verstecken will, bis der Sturm vorüber ist. Burghart Klaußner ist ein kraftvoller Roman gelungen über das Ende einer Welt und die Hoffnung auf einen neuen Anfang. Voller Düsterkeit, aber auch Wärme und feinem Humor.

Burghart Klaußner, geboren in Berlin, absolvierte die Max-Reinhardt-Schauspielschule, hörte an der FU Berlin Germanistik und Theaterwissenschaften und spielte nach Anfängen bei Tabori, an der Schaubühne und dem Schillertheater an nahezu allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen.

Donnerstag
09.
Mai 2019
19.30 Uhr

Timur Vermes
(c) Christopher Civitillo

Timur Vermes
„Die Hungrigen und die Satten“

Lausitzer Lesart
Lesung Gespräch
Moderation: Kathrin Verzino

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
0355/3806024

Eintritt: 12 / 10 €

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Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod.

Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?

Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman Er ist wieder da ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte.

Timur Vermes‘ neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire, aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich. „Die Hungrigen und die Satten“
fängt dort an, wo der Spaß aufhört.
Eine Veranstaltung des Lernzentrums Cottbus, des Brandenburgischen Literaturbüros und der Lausitzer Rundschau.

Montag
27.
Mai 2019
19.00 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler „Die Gleichung des Lebens.“

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
Telefon: 0355/3806024

Eintritt: 10 / 8 €

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Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Eine Veranstaltung des Lernzentrums Cottbus, des Brandenburgischen Literaturbüros und der Lausitzer Rundschau