Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Sonntag
21.
August 2022
16.00 Uhr

Helga Schütz
(c) Gaby Waldek

 

Helga Schütz
„Heimliche Reisen“

Nennhausen | Schloss Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
033878 / 6050
oder: info@schloss-nennhausen.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Wir sind in unserem Schicksal zu Hause« - ein klarer Satz, den die Erzählerin träumt und sogleich bezweifelt. Denn wie man in verschiedene Heimstätten zieht, so verändern sich die Gewissheiten, wie es denn war, das eigene Schicksal. Helga Schütz spürt verwundert dem Echo der Erinnerungen nach: an die schlesische Kindheit, die kargen Dresdner Jahre, die marode Villa am Glienicker See im Schatten der Mauer, die Nachtwachen am Bett des todkranken Kindes, ein Berliner Hochhaus mit wachsamen Nachbarn und immer wieder an Erkundungen in der Ferne. Hat sie sich nicht sehenden Auges in Schwierigkeiten manövriert, nicht stets komplizierte, unpraktische Männer geliebt, Katastrophen verkannt? Die Vergangenheiten schicken ihre Geister in diese bestrickende, weise, gewitzte Lebenserzählung, und nur eines ist gewiss: »Das größte Geheimnis kommt zum Schluss.«
Helga Schütz wurde 1937 in Falkenhain/Schlesien geboren. 1944 Umsiedlung nach Dresden. Nach einer Gärtnerlehre Arbeit als Landschaftsgärtnerin. ABF. Nach dem Studium an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg wurde sie freie Autorin und schrieb Drehbücher und Szenarien zu Spiel- und Dokumentarfilmen, später auch Romane und Erzählungen. Em. Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen. Sie lebt in Potsdam. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Zuletzt erschienen: Grenze zum gestrigen Tag (Roman, 2000); Dahlien im Sand. Mein märkischer Garten (2002); Knietief im Paradies (Roman, 2005); Sepia (Roman, 2012); Die Kirschendiebin (Erzählung, 2017); Von Gartenzimmern und Zaubergärten (2020); Heimliche Reisen

Samstag
27.
August 2022
18.00 - 23.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

Rainald Grebe
(c) Gesa Simons

„Brandenburg liest“
Der lange Abend der Brandenburgischen Literatur

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 / 12 €

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Mir Rainald Grebe „Rheinland Grapefruit. Mein Leben“, Lutz Seiler „Ilse u& ich“, Lonny Neumann „Der Klang der Stille“. Steffen Schröder „Mein Sommer mit Anja“, Marianne Ludes „Ludwig Jacobs oder das verschwundenen Leben: Ein Wirtschaftspionier und Kunstmäzen“, Stephan Abarbanell „10 Uhr 50, Grunewald“ und Jan Philipp Sendker „Die Rebellin und der Dieb“

Mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH

Mittwoch
31.
August 2022
19.30 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

 

Niederländische Literatur im Land Brandenburg 2022
Pauline de Bok
"Das Schweigen der Frösche oder Die Kunst die Natur zu belauschen. Aufzeichnungen aus einem Biotop im Wandel."

Aus dem Niederländischen von Gerd Busse
Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 10 / 8 €

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Tiere und Pflanzen zu sehen und ihre vielen Stimmen zu hören, erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Die Schriftstellerin Pauline de Bok berichtet einfühlsam von 18 Monaten in der Natur, in denen sie Vögel, Insekten, Säugetiere und Amphibien beobachtet, im Wechsel der Jahreszeiten, aber auch in einem längerfristigen Wandel. Der Tümpel neben ihrem Haus trocknet aus, die Frösche verschwinden, andere Arten wandern ein. Ihr glänzend geschriebenes Buch kreist um die große Frage unserer Zeit, wie das Menschentier einen verträglichen Platz in der Natur finden kann.
Meist wird die Natur von einem unsichtbaren Beobachter «von außen» gesehen, gefilmt, beschrieben. Pauline de Bok setzt dagegen auf teilnehmende Beobachtung, als Tier unter Tieren. In «ihrem» Biotop in Mecklenburg, wo sie seit zwanzig Jahren in einem ehemaligen Kuhstall lebt, beobachtet sie Geburt, Paarung, Sterben und Tod, Fressen und Gefressenwerden vieler Tiere, belauscht Hirsche, Spatzen, Ringelnattern und Kraniche. Ihre große Kunst besteht darin, sich dabei selbst als aktiven Teil dieses Biotops zu sehen, in dem sie einheimische Pflanzen schützt, einen kleinen Ersatztümpel für Schwalben und Insekten anlegt, Waschbären fängt und sich als Gärtnerin, Sammlerin und Jägerin in die Nahrungskette einreiht. Ihr Buch ist eine wunderbar lesbare Schule der Wahrnehmung, des Sehens, Hörens, Riechens und Registrierens anderer Lebewesen, die uns den Spiegel vorhalten als der Spezies, die dabei ist, das eigene Biotop zu zerstören.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin in Amsterdam und Mecklenburg. Als Übersetzerin von «Tschick» ist sie die niederländische Stimme von Wolfgang Herrndorf. Für ihren Roman «Blankow oder Das Verlangen nach Heimat» (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet. Bei C.H.Beck erschien von ihr bereits das vielbeachtete Buch «Beute. Mein Jahr auf der Jagd» (2018). «Das Schweigen der Frösche» (Originaltitel De poel) wurde in den Niederlanden für den Jan-Wolkers-Preis für das beste Naturbuch 2021 nominiert und steht auf der Shortlist des hochdotierten flämischen Literaturpreises «De BOON» (2022).

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Mittwoch
31.
August 2022
20.00 Uhr

Michale Seiler
(c) privat

 

Buchpräsentation von Michael Seiler
"Landschaftsgarten Pfaueninsel"

Geschichte seiner Gestaltung und Erhaltung im Gespräch mit Jan Uhlig

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: info@wist-derliteraturladen.de

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Die Geschichte des Landschaftsgartens Pfaueninsel begann Ende des 18. Jahrhunderts. Während die ersten 40 Jahre der Gestaltung dieses bedeutenden Gartens schon mehrfach beschrieben wurden, ist die Zeit seiner Erhaltung und Veränderung bisher noch nicht ausführlich dargestellt worden. Nun liegen erstmals 200 Jahre der baulichen und gärtnerischen Geschichte der Insel vor, untergliedert nach den Amtszeiten der zehn Gärtner, die die Parkanlage gestaltet, erhalten und restauriert haben. So geht beispielsweise die Umgestaltung der Insel in einen in Wegeführung und Blicklenkung einzigartigen Landschaftsgarten auf die Zusammenarbeit des Hofgärtners J. A. F. Fintelmann mit dem ihm in enger Freundschaft verbundenen Gartendirektor Peter Joseph Lenné zurück.
Die Einrichtung einer Menagerie auf der Pfaueninsel wird ebenso geschildert wie die Schaffung der ersten Parkbewässerung in Preußen mittels einer Dampfmaschine. Auch über die dunklen Kapitel der Inselgeschichte, wie die Vernichtung des berühmten Palmenhauses im Mai 1880 durch Feuer und den Missbrauch der Insel durch die Nationalsozialisten 1936/37, wird berichtet. Im Anhang dokumentieren 14 historische Karten und Pläne den Prozess der Formung und des Wandels des Gartens.

Prof. Dr. Michael Seiler war seit 1979 Leiter, später Oberkustos der Pfaueninsel. Von 1993 bis 2004 wirkte er als Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, zu der die Pfaueninsel seit Gründung der Stiftung 1985 gehört. Er wohnt seit 1979 auf der Pfaueninsel.

Jan Uhlig ist seit 18 Jahren verantwortlicher Parkleiter der Pfaueninsel bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Montag
05.
September 2022
11.30 Uhr

Kirsten Boie
(c) Indra Ohlemutz

 

Kirsten Boie
„Heul doch nicht, du lebst ja noch“

Lesung & Gespräch

Potsdam | Hermann-von-Helmholtz-Gymnasium | Kurfürstenstraße 53

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: frei (interne Schulveranstaltung)

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„Für all das findet Boie einen meisterlichen Ton, der die Dinge beim Namen nennt und doch nicht grell ausstellt, der inmitten all der Schrecken sogar geradezu zart sein kann, wenn die Perspektive der Protagonisten das verlangt." FAZ

Hamburg, Juni 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob. Der nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buchs, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind. Und für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk, das Bundesverdienstkreuz und die Hamburger Ehrenbürgerwürde.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg) und dem Freundeskreis des Helmholtz-Gymnasiums.

Dienstag
06.
September 2022
11.00 Uhr

Kirsten Boie
(c) Indra Ohlemutz

 

Kirsten Boie
„Heul doch nicht, du lebst ja noch“

Lesung & Gespräch

Zossen | GESCHWISTER-SCHOLL-SCHULE ZOSSEN | Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe | Zum Königsgraben 10,

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: frei (interne Schulveranstaltung)

RESERVIEREN

„Für all das findet Boie einen meisterlichen Ton, der die Dinge beim Namen nennt und doch nicht grell ausstellt, der inmitten all der Schrecken sogar geradezu zart sein kann, wenn die Perspektive der Protagonisten das verlangt." FAZ

Hamburg, Juni 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob. Der nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buchs, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind. Und für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk, das Bundesverdienstkreuz und die Hamburger Ehrenbürgerwürde.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg).

Sonntag
11.
September 2022
11.00 Uhr

Pascale Hugues
(c) Dagmar Morath

 

Salon Litéraire mit Pascale Hugues

Lesung und Gespräch.
Moderation: Pascal Hugues
Gast: Sylvie Schenk
Musikalische Begleitung Heribert Leuchter (Klarinette)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Charlotte Moire hat einen Roman über eine Affäre geschrieben, die sie vor Jahrzehnten mit einem verheirateten Mann hatte. Aus der Erinnerung an Verlangen und Leidenschaft ist Fiktion geworden. Nun aber sitzt ihr, der über Siebzigjährigen, eine beharrlich insistierende Interviewerin gegenüber, vor der sie immer wieder abstreiten muss, diese Geschichte selbst erlebt zu haben. Immer schwerer fällt es Charlotte in ihren Auskünften, zwischen Werk und eigenem Leben zu unterscheiden. Unmerklich fließen die Geschichten zweier Frauen ineinander, die nichts miteinander zu tun haben sollen und doch viel gemein haben. „Roman d’amour“ ist ein dichtes und kluges Buch über die Liebe und das Erzählen von Liebe.
Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016), Eine gewöhnliche Familie (2018) und zuletzt Roman d'amour (2021).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Freundeskreises Potsdam- Versailles und des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Potsdam

Mittwoch
14.
September 2022
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

 

Potsdamer Buchpremiere
Steffen Schroeder
"Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor"

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Kleist Schule Potsdam | F.-Ebert-Str.17

Karten unter:
0331 / 2896730

Eintritt: 8 / 6 €

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Oktober 1944. Mit sechsundachtzig Jahren steht Max Planck vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Der Nobelpreisträger soll ein «Bekenntnis zum Führer» verfassen. Viel hängt daran, denn Plancks geliebter Sohn Erwin, der am Hitler-Attentat vom 20. Juli beteiligt war, sitzt im Todestrakt von Tegel. Planck denkt zurück an frohe Tage und die dunkle Zeitenwende. Gefährten sind im Exil, vor allem vermisst er Albert Einstein. Der forscht in Amerika und widmet sich vielem, besonders den Frauen, allerdings gar nicht seinem Sohn Eduard, der in der Zürcher Heilanstalt Burghölzli mit seinen inneren Dämonen und dem fernen Vater ringt. Max Planck schreibt mit der Schwiegertochter Nelly Gnadengesuche für Erwin; dieser entdeckt die Weite des Daseins in einer Gefängniszelle. In der Berliner Reichskanzlei träumt Adolf Hitler vor einem Gemälde. Und Eduard Einstein erkennt, was die Welt im Innersten zusammenhält, während sein genialer Vater das Doppelspiel seiner russischen Geliebten nicht einmal ahnt. Steffen Schroeder erzählt von der Freundschaft zwischen Max Planck und Albert Einstein, vom Verhältnis berühmter Väter zu ihren Söhnen, von der Liebe in aufgewühlten Zeiten. Und davon, wie die Musik von Johannes Brahms alles miteinander verbindet.

Steffen Schroeder, geboren 1974 in München, ist Schauspieler und Schriftsteller. Er war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, bevor er Claus Peymann ans Berliner Ensemble folgte. Er spielte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen, wie etwa «SOKO Leipzig» oder «Der rote Baron». Schroeder engagiert sich für den Weißen Ring und gegen Rechtsextremismus, seit 2017 ist er Botschafter der Organisation Exit-Deutschland. Sein Buch «Was alles in einem Menschen sein kann. Begegnung mit einem Mörder» (2017) löste großes Echo aus. 2020 erschien sein Debütroman «Mein Sommer mit Anja». Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Kleist Schule Potsdam und der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg)

Donnerstag
15.
September 2022
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

 

Steffen Schroeder
"Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor"

Moderation: Hendrik Röder

Rathenow | Schwedendamm 7 (Zelt)

Karten unter:
03385 / 510232

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Oktober 1944. Mit sechsundachtzig Jahren steht Max Planck vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Der Nobelpreisträger soll ein «Bekenntnis zum Führer» verfassen. Viel hängt daran, denn Plancks geliebter Sohn Erwin, der am Hitler-Attentat vom 20. Juli beteiligt war, sitzt im Todestrakt von Tegel. Planck denkt zurück an frohe Tage und die dunkle Zeitenwende. Gefährten sind im Exil, vor allem vermisst er Albert Einstein. Der forscht in Amerika und widmet sich vielem, besonders den Frauen, allerdings gar nicht seinem Sohn Eduard, der in der Zürcher Heilanstalt Burghölzli mit seinen inneren Dämonen und dem fernen Vater ringt. Max Planck schreibt mit der Schwiegertochter Nelly Gnadengesuche für Erwin; dieser entdeckt die Weite des Daseins in einer Gefängniszelle. In der Berliner Reichskanzlei träumt Adolf Hitler vor einem Gemälde. Und Eduard Einstein erkennt, was die Welt im Innersten zusammenhält, während sein genialer Vater das Doppelspiel seiner russischen Geliebten nicht einmal ahnt. Steffen Schroeder erzählt von der Freundschaft zwischen Max Planck und Albert Einstein, vom Verhältnis berühmter Väter zu ihren Söhnen, von der Liebe in aufgewühlten Zeiten. Und davon, wie die Musik von Johannes Brahms alles miteinander verbindet.

Steffen Schroeder, geboren 1974 in München, ist Schauspieler und Schriftsteller. Er war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, bevor er Claus Peymann ans Berliner Ensemble folgte. Er spielte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen, wie etwa «SOKO Leipzig» oder «Der rote Baron». Schroeder engagiert sich für den Weißen Ring und gegen Rechtsextremismus, seit 2017 ist er Botschafter der Organisation Exit-Deutschland. Sein Buch «Was alles in einem Menschen sein kann. Begegnung mit einem Mörder» (2017) löste großes Echo aus. 2020 erschien sein Debütroman «Mein Sommer mit Anja». Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Buchhandlung Tieke.

Donnerstag
22.
September 2022
20.00 Uhr

Moritz Führmann
(c) Nils Schwarz

 

Moritz Führmann liest aus „Vernichten“ von Michel Houellebecq

Übersetzung Stephan Kleiner und Bernd Wilczek

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 / 12 €

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Die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Liebe, das komplexe Zusammenspiel von Gesellschaft und Politik und die weitreichende, oftmals kaum wahrnehmbare Verknüpfung von Politischem und Privatem – das sind die Themen des neuen Romans von Michel Houellebecq, dem großen Visionär der französischen Literatur.

Kurz vor den französischen Präsidentschaftswahlen 2027 taucht im Netz ein Video auf, das die Hinrichtung des möglichen Kandidaten Bruno Juge zu zeigen scheint. Paul Raison ist Absolvent einer Elitehochschule und arbeitet als Spitzenbeamter im Wirtschaftsministerium. Als Mitarbeiter und Vertrautem Juges fällt ihm die Aufgabe zu, die Urheber des Videos ausfindig zu machen. Im Laufe seiner Nachforschungen kommt es zu einer Serie mysteriöser terroristischer Anschläge, zwischen denen kein Zusammenhang zu erkennen ist. Aber nicht nur die Arbeit, auch das Privatleben von Paul Raison ist alles andere als einfach. Er und seine Frau Prudence leben zwar noch zusammen, aber sie teilen nichts mehr miteinander. Selbst die Fächer im Kühlschrank sind getrennt. Während Juge um seine Kandidatur kämpft, kann Paul entscheidende Hinweise für die Aufklärung der Anschläge liefern. Doch letztlich verliert Juge gegen einen volksnahen ehemaligen Fernsehmoderator, und die Erkenntnisse aus Pauls Recherche sind nicht minder niederschmetternd für die Politik des Landes.
Als Paul von seiner Arbeit freigestellt wird, kommt es zu einer Annäherung zwischen ihm und seiner Frau und die beiden finden wieder zueinander. Ein unerwartetes, wenn auch fragiles Glück …
Michel Houellebecq, 1958 geboren, gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Für den Roman ›Karte und Gebiet‹ (2011) erhielt er den Prix Goncourt. Sein Roman ›Unterwerfung‹ (2015) stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und wurde mit großem Erfolg für die Theaterbühne adaptiert und verfilmt. Zuletzt erschien der Essayband ›Ein bisschen schlechter‹ (2020).

Moritz Führmann wuchs in Vellmar auf. Im Jahr 2004 schloss er ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ab. Von 2004 bis 2009 war er festes Ensemblemitglied am Hans Otto Theater in Potsdam. 2009 wechselte er ans Düsseldorfer Schauspielhaus. Außerdem war er in der ZDF-Serie SOKO Leipzig sowie im Tatort zu sehen. Ab 2015 wirkte er in der Krimireihe Harter Brocken mit. Moritz Führmann ist verheiratet mit Anna Schudt und lebt mit den beiden gemeinsamen Söhnen sowie Schudts erstem Sohn in Düsseldorf.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist und die Agentur Mathis Vaulerin-Lacroutz INTERTALENT.

Montag
10.
Oktober 2022
20.00 Uhr

Christiane Hoffmann
(c) Ekko von Schwichow

 

Lesung und Gespräch
Christiane Hoffmann
„Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“
ZU FUSS AUF DEM FLUCHTWEG MEINES VATERS

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Zu Fuß? Zu Fuß. Allein? Allein. Am 22. Januar 2020 macht sich Christiane Hoffmann in einem Dorf in Niederschlesien auf den Weg. Sie läuft 550 Kilometer nach Westen, es ist der Weg, auf dem ihr Vater im Winter 1945 vor der Roten Armee geflohen ist. Die Flucht prägt das Leben des damals Neunjährigen, es bleibt, wie bei so vielen Familien, eine Wunde. Nach dem Tod des Vaters kehrt die Tochter nach Rosenthal zurück, das jetzt Rózyna heißt. Sie sucht nach der Geschichte und ihren Narben.
Deutschland in den 1970er Jahren. Unter dem Tisch sitzen die Kinder. Oben seufzen die Erwachsenen, essen Schnittchen und reden über die verlorene Heimat. Sie übertragen ihre Verletzungen und Alpträume auf die nächste Generation. Was bleibt heute vom Fluchtschicksal? Wie gehen die Familien, wie gehen die Gesellschaften, Deutsche, Polen und Tschechen damit um? Auf ihrer Wanderung sucht Christiane Hoffmann nach der Gegenwart der Vergangenheit. Sie kämpft sich durch Hagelstürme und sumpfige Wälder. Sie sitzt in Kirchen, Küchen und guten Stuben. Sie führt Gespräche – mit anderen Menschen und mit sich selbst. Ihr Buch überführt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ins 21. Jahrhundert und mahnt an die Schrecken des Krieges, es verschränkt die Familiengeschichte mit der Historie, Zeitzeugenberichte mit Begegnungen auf ihrem Weg. Doch es ist vor allem ein sehr persönliches Buch, geschrieben in einer literarischen Sprache, eine Suche nach dem Vater und seiner Geschichte, nach dem, was er verdrängte, um zu überleben.

Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Hoffmann studierte Slawistik, osteuropäische Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. Sie arbeitete fast 20 Jahre für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und berichtete als Auslandskorrespondentin aus Moskau und Teheran. Anfang 2013 wechselte sie als stellvertretende Leiterin ins Hauptstadtbüro des «Spiegel». Seit 2018 war sie dort Autorin und häufiger Gast in Rundfunk und Fernsehen. Hoffmann ist die Tochter zweier Flüchtlingskinder. Ihre Vorfahren väterlicherseits stammen aus Schlesien, die Familie ihrer Mutter aus Ostpreußen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Politisches Bildungsforum Brandenburg

Freitag
14.
Oktober 2022
19.30 Uhr

Bastian Sick
(c) Till Gläser

 

Lange Nacht der Bibliotheken
Bastian Sick
Wie gut ist Ihr Deutsch?

Bastian Sick präsentiert knifflige Fragen und verblüffende Antworten aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. Multimedia Vortrag

Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
033702 / 6081
oder: 03377 / 3030477

Eintritt: 12 / 10 €

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Was ist eine Kaltmamsell? Ist der Feinschmecker ein Gourmand, ein Gourmet, ein Bonvivant oder ein Sommelier? Wie nennen die Berliner den Berliner? Und wer war eigentlich die ursprüngliche treulose Tomate? Zum dritten Mal lädt Bestsellerautor Bastian Sick zum großen Deutschtest, und wieder wartet er nur mit den erlesensten und spannendsten Fragen auf. Manche sind leicht, manche sind schwer, die Antworten jedoch sind ausnahmslos immer faszinierend! Kurioses, Kniffliges und Humorvolles – rund um Wortschatz, Grammatik, Rechtschreibung oder Sprachgeschichte – lösen Aha-Momente aus und führen zu neuen Perspektiven auf die deutsche Sprache. Ein Quiz mit Witz und Verstand sowie mit lustigen Illustrationen und neuen Exemplaren der legendären Sick’schen Fundstücke.

Bastian Sick, geboren in Lübeck, studierte Geschichtswissenschaft und Romanistik. Während seines Studiums arbeitete er als Korrektor für den Hamburger Carlsen-Verlag. 1995 wurde er Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL, 1999 wechselte er in die Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort schrieb er ab 2003 die Sprachkolumne »Zwiebelfisch«. Aus diesen heiteren Geschichten über die deutsche Sprache wurde die Buchreihe »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod«. Es folgten zahlreiche Fernsehauftritte und eine Lesereise, die in der »größten Deutschstunde der Welt« gipfelte, zu der 15.000 Menschen in die Köln-Arena strömten. Seitdem war Bastian Sick mehrmals mit Bühnenprogrammen auf Tournee, in denen er eine neuartige Mischung aus Lesung, Kabarett und Quizshow präsentierte. In vierzehn Jahren schrieb er vierzehn Bücher.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Zossen und Wünsdorf. Mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wisseschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Stadt Zossen.

Sonntag
16.
Oktober 2022
11.00 Uhr

Dagmar von Gersdorff
(c) Rüdiger von Treskow

 

Matinee in der Villa Quandt
Dagmar von Gersdorff
„Die Schwiegertochter. Das Leben der Ottilie von Goethe“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Für ihren Schwiegervater, den Dichter und Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe, war sie unentbehrlich: Ottilie von Goethe, eine geb. von Pogwisch aus schleswig-holsteinischem Uradel, war eine der unkonventionellsten, faszinierendsten, auch umstrittensten Frauen ihrer Zeit.
Obwohl ihre adelsstolzen Verwandten die Ehe mit August, dem unehelich geborenen Sohn des Dichters, nicht billigten, kam die Heirat zustande. Ottilie hatte dabei hauptsächlich ein Ziel: Goethes Schwiegertochter zu werden.
Die Ehe mit August erwies sich als problematisch, Ottilie suchte Trost in diversen Liebschaften. Doch ihre Heiterkeit, Intelligenz und Hilfsbereitschaft machten sie ihrem Schwiegervater bald unersetzlich. Nach Augusts frühem Tod sah Ottilie in der Sorge für Goethe und sein Werk ihre Lebensaufgabe. Und er förderte die geistigen Interessen der Mutter seiner drei Enkelkinder Walther, Wolfgang und Alma. Ottilie schrieb auch selbst, dichtete und gründete die Zeitschrift Chaos. Goethes letzte Worte gehörten Ottilie.
Dagmar von Gersdorff zeichnet das Bild einer geistreichen, liebeshungrigen, unkonventionellen Frau. Nach Goethes Tod musste sich Ottilie neu erfinden. Sie führte ein unstetes Leben zwischen Weimar, Wien und Italien. Den geistigen Größen ihrer Zeit durch Freundschaften verbunden, genoss sie, nicht nur als »Goethes Schwiegertochter«, bis zuletzt hohes Ansehen.
»Gerdorff gelingt es, in dieser Studie zwei zentrale Aspekte der Biographie Ottilies überzeugend zu verschränken. ... Eine neue Sicht, die Ottilie gleichzeitig – aus heutiger Sicht – als modern erscheinen lässt.«
Manfred Osten, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Dagmar von Gersdorff, geb. von Forell, stammt aus Trier/Mosel. Sie lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und Biographin in Berlin. Bekannt wurde sie durch ihre Biographien über bedeutende literarische und historische Persönlichkeiten: Marie Luise Kaschnitz, Bettina und Achim von Arnim, Goethes Mutter, Caroline von Günderrode, Goethes Enkel, Prinz Wilhelm von Preußen und Elisa Radziwill, Caroline von Humboldt. Ihr Werk wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Mittwoch
19.
Oktober 2022
19.30 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Lutz Seiler
"Stern 111" und "Schrift für blinde Riesen"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Jüterbog | Kulturquartier | Mönchenkirchplatz 4

Karten unter:
03372 / 463140
oder: stadtbibliothek@jueterbog.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Lutz Seilers Roman „Stern 111“ ist ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2020: Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden. Mit seinem neuen Gedichtband kehrt der Autor nach zwei Romanen zurück in den Heimathafen der Gedichte. Zurück in die Stimmen der Kindheit, ins Waldstadion, den »Knochenpark« und zur Frage, wo unser »eignes schmales erdreich ankern kann«. Er entdeckt den »Ahnenapparat« seines vom Uranbergbau geschleiften Heimatdorfes, um dort »seinen Toten« zu lauschen. Er durchstreift die Klangwelt des märkischen Kieferngewölbes und ist unterwegs: ob in den Legenden von Trouville oder in Stockholm, seiner zweiten Heimat, immer auf der Suche nach einer »schrift für blinde riesen« und ihrem Blick dorthin, »wo die welt vermutet werden könnte.« Mit seiner suggestiven Stimme und einer gehärteten Sprache jenseits aller Moden eröffnet Lutz Seiler einen ureigenen poetischen Raum. Vor allem ist es die Materialität der Dinge, das Sprechen nah an den Substanzen – verwandelt in Rhythmus und Klang bilden sie den Erzählton seiner neuen Gedichte.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman „Kruso“. Zuletzt erschien der Gedichtband „schrift für blinde riesen“ (2021)

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Jüterbog

Sonntag
13.
November 2022
11.00 Uhr

Jutta Hoffmann
(c) Joachim Gern

 

Matinee in der Villa Quandt
Jutta Hoffmann „Mit Arnim spazieren. Schloß Wiepersdorf – Poesie eines Dichterortes“

Einführung: Katja Stahl (Herausgeberin)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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25 Dichter der Gegenwart lassen sich von der Aura des romantischen Dichterorts Schloss Wiepersdorf und seiner Umgebung zu eigenen Schöpfungen inspirieren. Schloss Wiepersdorf wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch Bettina und Achim von Arnim zu einem Refugium der Romantik, zu einem Ort literarischer und künstlerischer Tradition. In der Zeit der DDR wurde an diese literarische Tradition angeknüpft und nach der Wende auf neue Weise mit Stipendiaten aller künstlerischer Genres weitergeführt. Katja Stahl hat eine Anthologie mit Gedichten von Stipendiaten aus dem Zeitraum von 1992 bis 2018 zusammengestellt: Wie spiegelt sich in ihnen die Begegnung mit dem romantischen Künstlerort Wiepersdorf, wie ist die Aura des Ortes erspürt worden? 25 Autoren der Gegenwart vermitteln ein Kaleidoskop ihrer Eindrücke des einstigen Arnim’schen Besitzes, seiner Geschichte und seiner Umgebung.

Jutta Hoffmann, geboren 1941, zählt zu den beliebtesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie durch die Fallada-Verfilmung »Kleiner Mann – was nun?«. Mit großem Erfolg arbeitete sie u.a. an Münchner, Hamburger und Salzburger Bühnen. 2017 wurde sie für ihre Rolle in dem Fernsehfilm »Ein Teil von uns« mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet.

Katja Stahl studierte Literaturwissenschaft und Geschichte in Darmstadt. 2010 veröffentlichte sie das Buch „Hier war die Luft einmal lateinisch“ über den Dichter Karl Krolow. Sie lebt seit 2014 im Niederen Fläming.

In Kooperation mit dem Freundeskreis Schloss Wieperdsorf e.V.

Donnerstag
24.
November 2022
18.30 Uhr

Rainald Grebe
(c) Gesa Simons

Tilla Kratochwil
Christine Fenzl

"Fallada. Ein Leben im Rausch"

Eine szenische Lesung mit Rainald Grebe & Tilla Kratochwil

Rheinsberg | Schloß Rheinsberg | Remise | Mühlenstraße 15A

Karten unter:
033931 / 39007
oder: mail@tucholsky-museum.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Hans Fallada zählt zu den großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Doch der Weg zur Schriftstellerei verlief nicht geradlinig. Anhand von Briefen erzählen der Liedermacher und Kabarettist Rainald Grebe und die Schauspielerin Tilla Kratochwil das widersprüchliche Leben des Schriftstellers.
"Er war ein süchtiger Mensch. Beim Schreiben süchtig, tablettensüchtig, morphiumsüchtig, alkoholsüchtig und süchtig nach Frauen." So schildert Anna Ditzen ihren Ehemann Rudolf Ditzen, der sich selbst Hans Fallada nennt, den Autor von "Kleiner Mann - was nun?" und "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst" - Bestseller bis heute. Als sich die Lageristin Anna und der Annoncenwerber und Lokalreporter Rudolf 1928 kennenlernen, hat Rudolf bereits einen Selbstmordversuch, eine Morphinistenkarriere und einen zweieinhalbjährigen Gefängnisaufenthalt hinter sich. Was er noch vor sich hat, sind sein literarischer Durchbruch und die Liebe seines Lebens. Die Schauspieler Rainald Grebe und Tilla Kratochwil lesen Briefe von Anna und Rudolf Ditzen.

Rainald Grebe ist Autor, Dramaturg, Regisseur, Schauspieler, Comedian, Komponist, Liedersänger. Obstbauer. Zuletzt erschienen seine Erinnerungen "Rheinland Grapefruit. Mein Leben" (2021).

Tilla Kratochwil wuchs in Berlin auf und studierte von 1995 bis 1999 an der Hochschule für Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Sie war an mehreren bekannten Bühnen zu sehen, seit 2002 ist sie als freischaffende Theaterschauspielerin tätig.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Kurt Tucholsky Literaturmuseums.

Samstag
26.
November 2022
19.30 Uhr

Bastian Sick
(c) Till Gläser

 

Bastian Sick
Wie gut ist Ihr Deutsch?

Bastian Sick präsentiert knifflige Fragen und verblüffende Antworten aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. Multimedia Vortrag

Potsdam | Hans Otto Theater | Schiffbauergasse 11

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: 0331 / 9811-8

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Gebühren Schüler 5.- (nur verbindliche Reservierungen möglich)

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Was ist eine Kaltmamsell? Ist der Feinschmecker ein Gourmand, ein Gourmet, ein Bonvivant oder ein Sommelier? Wie nennen die Berliner den Berliner? Und wer war eigentlich die ursprüngliche treulose Tomate? Zum dritten Mal lädt Bestsellerautor Bastian Sick zum großen Deutschtest, und wieder wartet er nur mit den erlesensten und spannendsten Fragen auf. Manche sind leicht, manche sind schwer, die Antworten jedoch sind ausnahmslos immer faszinierend! Kurioses, Kniffliges und Humorvolles – rund um Wortschatz, Grammatik, Rechtschreibung oder Sprachgeschichte – lösen Aha-Momente aus und führen zu neuen Perspektiven auf die deutsche Sprache. Ein Quiz mit Witz und Verstand sowie mit lustigen Illustrationen und neuen Exemplaren der legendären Sick’schen Fundstücke.

Bastian Sick, geboren in Lübeck, studierte Geschichtswissenschaft und Romanistik. Während seines Studiums arbeitete er als Korrektor für den Hamburger Carlsen-Verlag. 1995 wurde er Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL, 1999 wechselte er in die Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort schrieb er ab 2003 die Sprachkolumne »Zwiebelfisch«. Aus diesen heiteren Geschichten über die deutsche Sprache wurde die Buchreihe »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod«. Es folgten zahlreiche Fernsehauftritte und eine Lesereise, die in der »größten Deutschstunde der Welt« gipfelte, zu der 15.000 Menschen in die Köln-Arena strömten. Seitdem war Bastian Sick mehrmals mit Bühnenprogrammen auf Tournee, in denen er eine neuartige Mischung aus Lesung, Kabarett und Quizshow präsentierte. In vierzehn Jahren schrieb er vierzehn Bücher.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Hans Otto Theaters.