Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
21.
August 2018
20.00 Uhr

Jürgen Israel
(c) Peter Walther

Jürgen Israel „Der junge Herr Godeau am Karfreitag“

Lesung und Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

Liebe und Tod, das Vergehen der Zeit, der Verlust von Heimat sind die Themen des neuen Erzählbandes von Jürgen Israel. Das Besondere der Texte ist ihre formale Vielfalt. Sie reicht von der herkömmlichen Erzählung, über die Darstellung anekdotischer Ereignisse bis zu kürzesten Momentaufnahmen innerer Befindlichkeiten. So kommt eine Liebesgeschichte als Eröffnungsrede zu einer kulturgeschichtlichen Ausstellung daher, eine andere als Telefongespräch zweier Freundinnen. Telefongespräche spielen überhaupt eine große Rolle bei den Gesprächen unter vertrauten Personen. Angesiedelt sind die Texte im biblischen Israel, in einem Alpendorf gegen Ende des 20. Jahrhunderts, in einer nordafrikanischen Kleinstadt und einem siebenbürgischen Dorf der unmittelbaren Gegenwart sowie einer nicht näher lokalisierten Gegenwart. In allen Texten spricht sich die tiefe Achtung des Autors vor der menschlichen Existenz mit ihren Abgründen und Bedingungen aus.
Jürgen Israel, geboren 1944 in Hörnitz / Oberlausitz, ist Lektor, Publizist und Autor. Seine Veröffentlichungen umfassen Prosa, Gedichte, Essays und Arbeiten unter anderem zu Anna Seghers, Marie Luise Kaschnitz, Ilse Langner, Heinrich Alexander Stoll und Albrecht Goes. Zuletzt veröffentlichte er „Katzendorfer Tagebuch“ (2016).

Mittwoch
29.
August 2018
19.30 Uhr

Kris van Steenberge
(c) Johan Jacobs

Der flämische Autor Kris Van Steenberge präsentiert sein Buch „Verlangen“

Moderation und Lesung des deutschen Textes: Jan Konst

Zossen | NEUES LEBEN IM ALTEN HAUS | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Das 19. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. In dem kleinen belgischen Dorf Woesten, unweit von Ypern, erwartet das junge Ehepaar Duponselles Zwillinge. Doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Beim erstgeborenen Valentijn geht alles gut, aber das zweite Kind kommt mit einem deformierten Gesicht zur Welt und geht fortan als Namenlos durchs Leben. Als die Brüder heranwachsen, ist Valentijn bei allen beliebt, während die Dorfbewohner und sogar sein eigener Vater nichts mit Namenlos zu schaffen haben wollen. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und das kleine Woes-ten liegt mitten im großen Weltgeschehen. Als auch noch Elisabeth ermordet aufgefunden wird, ist für niemanden mehr das Leben wie zuvor. Vor der his-torischen Kulisse des ländlichen Flanderns entfaltet Kris Van Steenberge mit zeitloser Aktualität das psychologisch eindringliche Porträt einer Familie, eines Ortes und einer vergangenen Epoche.
Kris Van Steenberge, geboren 1963 in Lier / Belgien, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Die Geschichten seines Großvaters über den „Großen Krieg“ waren der Ausgangspunkt für seinen ersten Roman. 2014 wurde „Verlangen“ mehrfach als das beste flämische Debüt ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 1994 arbeitet er als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls „Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft“. Seine Publikationen widmen sich vor allem den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und Flandern.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Regierung Flanderns.

Donnerstag
30.
August 2018
20.00 Uhr

Kris van Steenberge
(c) Johan Jacobs

Der flämische Autor Kris Van Steenberge präsentiert sein Buch „Verlangen“

Grusswort: Koen Haverbeke (Generaldelegierter der Regierung Flanderns in Deutschland)
Lesung und Gespräch
Moderation: Jan Konst
Den deutschen Text liest der Schauspieler Hans-Jochen Röhrig

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Das 19. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. In dem kleinen belgischen Dorf Woesten, unweit von Ypern, erwartet das junge Ehepaar Duponselles Zwillinge. Doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Beim erstgeborenen Valentijn geht alles gut, aber das zweite Kind kommt mit einem deformierten Gesicht zur Welt und geht fortan als Namenlos durchs Leben. Als die Brüder heranwachsen, ist Valentijn bei allen beliebt, während die Dorfbewohner und sogar sein eigener Vater nichts mit Namenlos zu schaffen haben wollen. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und das kleine Woes-ten liegt mitten im großen Weltgeschehen. Als auch noch Elisabeth ermordet aufgefunden wird, ist für niemanden mehr das Leben wie zuvor. Vor der his-torischen Kulisse des ländlichen Flanderns entfaltet Kris Van Steenberge mit zeitloser Aktualität das psychologisch eindringliche Porträt einer Familie, eines Ortes und einer vergangenen Epoche.
Kris Van Steenberge, geboren 1963 in Lier / Belgien, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Die Geschichten seines Großvaters über den „Großen Krieg“ waren der Ausgangspunkt für seinen ersten Roman. 2014 wurde „Verlangen“ mehrfach als das beste flämische Debüt ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 1994 arbeitet er als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls „Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft“. Seine Publikationen widmen sich vor allem den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und Flandern.
Hans-Jochen Röhrig, geboren 1943 in Leipzig, absolvierte nach einer Bibliothekarausbildung sein Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig. Erste Engagements hatte er am Städtischen Theater Leipzig und am Stadttheater Plauen. Von 1977 bis 2008 war Röhrig Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters in Potsdam.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Regierung Flanderns.

Freitag
31.
August 2018
19.30 Uhr

Kris van Steenberge
(c) Johan Jacobs

Der flämische Autor Kris Van Steenberge präsentiert sein Buch „Verlangen“

Moderation und Lesung des deutschen Textes: Jan Konst

Premnitz | Villa am See | Mozartstr. 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Das 19. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. In dem kleinen belgischen Dorf Woesten, unweit von Ypern, erwartet das junge Ehepaar Duponselles Zwillinge. Doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Beim erstgeborenen Valentijn geht alles gut, aber das zweite Kind kommt mit einem deformierten Gesicht zur Welt und geht fortan als Namenlos durchs Leben. Als die Brüder heranwachsen, ist Valentijn bei allen beliebt, während die Dorfbewohner und sogar sein eigener Vater nichts mit Namenlos zu schaffen haben wollen. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und das kleine Woes-ten liegt mitten im großen Weltgeschehen. Als auch noch Elisabeth ermordet aufgefunden wird, ist für niemanden mehr das Leben wie zuvor. Vor der his-torischen Kulisse des ländlichen Flanderns entfaltet Kris Van Steenberge mit zeitloser Aktualität das psychologisch eindringliche Porträt einer Familie, eines Ortes und einer vergangenen Epoche.
Kris Van Steenberge, geboren 1963 in Lier / Belgien, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Die Geschichten seines Großvaters über den „Großen Krieg“ waren der Ausgangspunkt für seinen ersten Roman. 2014 wurde „Verlangen“ mehrfach als das beste flämische Debüt ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 1994 arbeitet er als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls „Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft“. Seine Publikationen widmen sich vor allem den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und Flandern.
Hans-Jochen Röhrig, geboren 1943 in Leipzig, absolvierte nach einer Bibliothekarausbildung sein Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig. Erste Engagements hatte er am Städtischen Theater Leipzig und am Stadttheater Plauen. Von 1977 bis 2008 war Röhrig Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters in Potsdam.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Regierung Flanderns.

Sonntag
09.
September 2018
11.00 Uhr

Éric Vuillard
(c) Melania Avanzato

Matinee in der Villa Quandt
Prix Goncourt 2017
Éric Vuillard „Die Tagesordnung“

Moderation: Knut Elstermann
Den deutschen Text liest Frank Arnold
Übersetzung: Johannes Honigmann

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

20. Februar 1933: Auf Einladung des Reichstagspräsidenten Hermann Göring finden sich 24 hochrangige Vertreter der Industrie zu einem Treffen mit Adolf Hitler ein, um über mögliche Unterstützungen für die nationalsozialistische Politik zu beraten: Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz – kaum ein Name von Rang und Würden fehlt an den glamourösen runden Tischen der Vermählung von Geld und Politik. So beginnt der Lauf einer Geschichte, die Vuillard fünf Jahre später in die Annexion Österreichs münden lässt. Bild- und wortgewaltig führt er den Leser in die Hinterzimmer der Macht, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird. Dabei erzählt er eine andere Geschichte als die uns bekannte, er zeigt den Panzerstau an der deutschen Grenze zu Österreich, er entlarvt Schuschniggs kleinliches Festhalten an der Macht, Hitlers abgründige Unberechenbarkeit und Chamberlains gleichgültige Schwäche. Mit der ihm eigenen virtuosen Eindringlichkeit und satirischem Biss seziert Vuillard die Mechanismen des Aufstiegs der Nationalsozialisten und macht deutlich: Die Deals, die an den runden Tischen der Welt geschlossen werden, sind faul, unser Verständnis von Geschichte beruht auf Propagandabildern. In »Die Tagesordnung« zerlegt Éric Vuillard diese Bilder und fügt sie virtuos neu zusammen.
Éric Vuillard, 1968 in Lyon geboren, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründet, wurde er u. a. mit dem Prix de l’Inaperçu und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2017 bekam er für Die Tagesordnung den renommierten Prix Goncourt. Bei Matthes & Seitz Berlin erschienen bisher Ballade vom Abendland (2014), Kongo (2015) und Traurigkeit der Erde (2017) in der Übersetzung von Nicola Denis.

Ene Kooperationsveranstaltung mit dem Freundeskreis Potsdam-Versailles, der Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg und des Literaturladens Wist

Sonntag
16.
September 2018
16.00 Uhr

Christine von Brühl
(c) Thomas Kierok

Christine von Brühl
„Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen“

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Nennhausen | Schloss Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
033878 – 60505
oder: info@schloss-nennhausen.de

Eintritt: 8 / 6 €

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Kaum ein Autor hat derart eindrückliche Frauenporträts geschaffen wie Theodor Fontane: Effi Briest, die Witwe Pittelkow, Grete Minde oder Jenny Treibel, Cécile, die Schwestern Poggenpuhl oder Mathilde Möhring – sie bevölkern die Romane Fontanes und bleiben im Gedächtnis. Oft genug handelte es sich bei Fontanes Frauen, die mit dem bürgerlichen Moralkodex ihre Zeit in Konflikt geraten waren. Dafür wurden sie streng verurteilt. Fontane verarbeitete dabei realen Erfahrungen. Christine von Brühl zeigt in faszinierenden Porträts die Welt der Frauen, die Fontanes Leben und sein Werk bevölkerten.
Christine von Brühl, geboren 1962, studierte Slawistik, Geschichte und Philosophie in Lublin, Heidelberg und Wien. Nach Stationen bei der „Zeit“, „Sächsische Zeitung“ und „Das Magazin“ lebt sie heute als freischaffende Autorin in Berlin. Bei Atb lieferbar ist ihre Biographie „Die preußische Madonna. Auf den Spuren der Königin Luise“.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Dienstag
18.
September 2018
19.30 Uhr

David Whitehouse
(c)James Leighton Burns

David Whitehouse
„Der Blumensammler“

Lesung & Gespräch
deutsche Lesung Frank Röder
Moderation und Übersetzung
Sigrid Löffler

Potsdam | Schaugewächshäuser im Botanischen Garten | Maulbeerallee 2

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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New York, 1983. Als Peter Manyweathers in einer Bibliothek einen alten Liebesbrief entdeckt, weiß er noch nicht, dass er gerade das größte Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Sechs seltene Blumen sind in dem geheimnisvollen Brief notiert. Sechs Blumen, die so unvergleichlich sind, dass Peter für sie um die ganze Welt reisen wird.
Drei Jahrzehnte später wandelt der Londoner Dove Gale fasziniert auf den Spuren des Blumensammlers, dessen Leben ihm in migränehaften Erinnerungsschüben erscheint. Doch weshalb erinnert er sich an das Leben von Peter Manyweathers, und was verbindet die beiden Männer miteinander?
Ein spektakulärer Roman über Liebe und Verlust, Erinnerung und Identität.

David Whitehouse, geboren 1981 in Nuneaton, England. Nachdem er 2015 für seinen Roman »Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek« per Bus durch Deutschlands Buchhandlungen reiste, legt er nun seinen neuen Roman »Der Blumensammler« vor. David Whitehouse lebt in London.

Eine Veranstaltung des Klett-Cotta-Verlags, des Freundeskreises Botanischer Garten Potsdam, dem Brandenburgischen Literaturbüro und dem Literaturladen Wist

Dienstag
18.
September 2018
20.00 Uhr

Witold Gombrowicz
(c) Bohdan Paczowski

Witold Gombrowicz | FERDYDURKE | Lesezyklus LEKTURY

szenische Lesung mit den Schauspielerinnen Eliza Natalia Fort und Dominika Otlewska-Dräger. Regie: Hans-Jürgen Hannemann. Musikalische Begleitung Mustafa Eldino.
Einführung: Olaf Kühl (Übersetzer und Autor)
Moderation : Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 5 €

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Die Lesung widmet sich dem polnischen Schriftsteller Witold Gombrowicz und seinem Werk FERDYDURKE. Olaf Kühl und Katarzyna Zorn diskutieren über die besondere Aktualität des Textes (der Roman erschien 1937 in Polen), über seine sprachliche Brillanz und thematisieren unterschiedliche Leseweisen dieses herausragenden Buches.FERDYDURKE wurde von den Kürzungen der PiS-Regierung aus dem polnischen Kanon betroffen, ab dem Schuljahr 2019/2010 werden die Schüler lediglich kurze Fragmente lesen, anstatt wie bisher das gesamte Buch.
FERDYDURKE entstand als eine Reaktion auf eine Kritikwelle, die Gombrowicz nach seinem Debütroman MEMOIREN AUS DER EPOCHE DES REIFENS getroffen hat. Das Hauptmotiv ist die Form: Jeder Teil des Romans ist ähnlich gebaut und beschreibt die Erschaffung der Form, ihre Entwicklung und Zerschlagung, die nur zur einer neuen Form führt. Dieses Thema war für Gombrowicz ein Leitmotiv. In FERDYDURKE attackiert er aber drei für die polnische Gesellschaft wichtige Grundlagen: Die Schule als Stereotyp und Basis für Rückwärtsentwicklung, die Form der Modernität, die in Absurdität ausartet, und die Form der Tradition und des Konservatismus, die Gombrowicz als Parodie beschreibt.„FERDYDURKE ist ein Protest gegen alle Formung, die den Menschen zur gängigen Münze prägt.“

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Verein ostPunkt e.V., gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung

Sonntag
23.
September 2018
16.00 Uhr

Christian Redl
(c) Jim Rakete

Lausitzer LesART
„Wahre Verbrechen - Wahre Geschichten“

Christian Redl liest aus dem Magazin CRIME vom STERN

Lübbenau | Schloss Lübbenau | Schlossbezirk 6

Karten unter:
03542/873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 18 €

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Christian Redl ist das Gesicht der ZDF-Spreewaldkrimis. Den sonst eher wortkargen Kommissar Krüger lässt Redl bei dieser inszenierten Lesung einmal in den Hintergrund treten. Stattdessen leiht der Schauspieler seine Stimme den Geschichten aus CRIME, dem True-Crime-Magazin des STERN, das seit seinem Erscheinen vor zwei Jahren aus dem deutschen Krimimarkt nicht mehr wegzudenken ist. Er liest Geschichten über wahre Verbrechen, die emotional aufrütteln, erschrecken, aber auch zornig und nachdenklich machen. Und ihnen allen ist die Spannung gemeinsam, von der sie geprägt sind.
Christian Redl stellt zwei packende Fälle auf der Bühne vor. Redl selbst ist nicht nur für seine Rolle als Kommissar Krüger bekannt, sondern auch durch seine abgründigen Figuren, die er im Film und auf der Bühne spielte. Dabei ist er bestens vertraut mit beiden Seiten, der des Täters und der des Kommissars. „Auf die Rolle im ‚Hammermörder’ werde ich immer noch angesprochen“, sagt der Schauspieler. 1990 spielte er die Figur, die ihm fortan so etwas wie ein Abonnement auf die „Mords-Rollen“ und die anderer Bösewichte im Fernsehen einbrachte. Bis 2006 – seitdem ist er als Kommissar Krüger im Spreewald unterwegs.
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Schlosses Lübbenau und der Lausitzer Rundschau

Donnerstag
27.
September 2018
19.30 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler
"Die Gleichung des Lebens."

Moderation: Hendrik Röder

Rathenow | Stadtbibliothek Rathenow | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
30.
September 2018
11.00 Uhr

Monika Maron
(c) Jonas Maron

Matinee in der Villa Quandt
Monika Maron - „Munin oder Chaos im Kopf“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Mina Wolf, Journalistin und Gelegenheitstexterin, opfert den Sommer, um einen Aufsatz über den Dreißigjährigen Krieg für die Festschrift einer Kleinstadt zu schreiben. Eine irre Nachbarin, die Tag für Tag von morgens bis abends auf ihrem Balkon lauthals singt, zwingt sie, nur noch nachts zu arbeiten. Die kleine, enge Straße gerät in Aufruhr und in Minas Kopf vermischen sich der Dreißigjährige Krieg, die täglichen Nachrichten über Krieg und Terror mit der anschwellenden Aggression in der Nachbarschaft. Als auch noch eine Krähe in ihre nächtliche Einsamkeit gerät, die sie Munin nennt und mit der sie ein Gespräch über Gott und die Welt beginnt, ist das Chaos in Minas Kopf komplett.
Monika Maron entwirft in diesem turbulenten Roman provokant und mit Humor ein Stimmungsbild unserer Zeit.
Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände, darunter ›Krähengekrächz‹, und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Roman ›Munin oder Chaos im Kopf‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009), dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und dem Ida-Dehmel-Preis (2017).

Eine Kooperationsveranstaltung mit Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Donnerstag
11.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Montag
15.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler
„Die Gleichung des Lebens.“

Moderation: Hendrik Röder

Frankfurt (Oder) | Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst | Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str.11

Karten unter:
0355-49494021

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Donnerstag
18.
Oktober 2018
19.30 Uhr

Lea Streisand
(c)Gerald von Foris

Lea Streisand „Im Sommer wieder Fahrrad“

Zossen | NEUES LEBEN IM ALTEN HAUS | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen.

Seit 2003 liest LEA STREISAND auf Lesebühnen und Poetry Slams. Die gebuürtige Berlinerin schreibt Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins. "Im Sommer wieder Fahrrad" ist ihr erster Roman und erschien 2016 bei Ullstein.

Donnerstag
18.
Oktober 2018
20.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgem Bauer

Buchpremiere Lutz Seiler „Am Kap des guten Abends“

Lesung, Bilder & Gespräch.
Moderation: Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung)
Anschließend Empfang

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Der Flötenspieler, der nicht spielt – was denkt er gerade, dort, vor seinem offenen Fenster? Oder der Patrizier ohne Namen, der stolz seine kostbare Uhr vorzeigt und uns dabei traurig in die Augen schaut – was ist seine Geschichte? Warum ein Porträt mit Uhr statt mit Frau und Kindern? Oder der junge Vater mit seinen beiden Söhnen, die er selbst unterrichtet. Auf den ersten Blick wirkt alles normal, aber dann …
Bilder verlocken zum Erzählen, und manchmal fordern sie es regelrecht heraus. Im Laufe der letzten Jahre waren für Lutz Seiler immer wieder Gemälde, Fotografien und Zeichnungen Anlass zum Schreiben, es entstanden Erzählungen, Gedichte und Essays. So wurde beim aufmerksam-zerstreuten Hinschauen aus Edward Hoppers Cape Cod Evening das »Kap des guten Abends«, um das sich nun alle Geschichten dieses Bandes versammelt haben.
Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen geboren, heute lebt er in Wilhelmshorst bei Berlin und in Stockholm. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloß er ein Studium der Germanistik ab, seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. Er unternahm Reisen nach Zentralasien, Osteuropa und war Writer in Residence in der Villa Aurora in Los Angeles sowie Stipendiat der Villa Massimo in Rom.
Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis und 2014 den Deutschen Buchpreis.

Mit freundlicher Unterstützung des Literaturladens Wist.

Donnerstag
25.
Oktober 2018
19.30 Uhr

Reinhard Stöckel
(c) Schorr

Buchpremiere im Rahmen der Lausitzer LesART
Reinhard Stöckel „Der Mongole“

Moderation: Hendrik Röder
Anschließend Empfang

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Eintritt: 5 €

RESERVIEREN

Fahrerlose Züge oder Drohnen, die schwere Einkaufstaschen in der Luft nach Hause befördern (und dabei schon mal von frechen Spatzen gekapert werden): Wir schreiben das Jahr 2025, als Radik, ein Mann um die 30, an einen verlassenen Flecken Deutschlands unweit der polnischen Grenze reist, um im Auftrag seines Professors Wölfe zu beobachten. Seine wahre Leidenschaft aber gilt dem Sonnentau, den er in den Lausitzer Mooren zu finden hofft. Die Suche nach dieser seltenen fleischfressenden Pflanze gerät dabei zur geheimnisvollen Reise zu Radiks Wurzeln: Sie führt in die politisch bewegte Zeit der 1990er-Jahre, als die Deutsche Larissa und der desertierte Sowjetsoldat Sayan, wegen seiner tuwinischen Abstammung der Mongole genannt, eine tragische Liebesgeschichte durchlebten ...
Es ist der fesselnde Plot dieser deutsch-russischen Romeo und Julia-Variation, es sind die Einblicke in die tuwinische Ethnie genauso wie die herrlich skurrilen Szenen der schönen neuen Welt, die Reinhard Stöckels neuen Roman zum Leseereignis machen. Ganz nebenbei besticht "Der Mongole" durch die präzis gesetzte Sprache, die den Autor als ganz großen Erzähler ausweist.

Reinhard Stöckel, geboren 1956, lebt in der Niederlausitz nahe Cottbus. Gelernter Bibliothekar, studierte am Leipziger Literaturinstitut, arbeitete u. a. als Gießereiarbeiter und Publizist, gegenwärtig im IT-Service tätig. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Kinderbücher. Sein Roman "Der Lavagänger" erschien 2009 im Aufbau Verlag.

Eine Veranstaltung des Lernzentrums Cottbus, des Brandenburgischen Literaturbüros und der Lausitzer Rundschau

Samstag
10.
November 2018
19.30 Uhr

Rainald Grebe
(c) SanJacinto

"Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Gelesen von Reinald Grebe & Tilla Kratochwil

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
03372-70280815

Eintritt: 12 / 10 €

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Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Reinald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie, werden durch Briefe überbrückt. Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Reinald Grebe,1971 in Köln geboren, studierte 1993–1997 Puppenspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er arbeitet als Autor, Kabarettist, Liedermacher und Dramaturg. Grebe wurde u. a. mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Tilla Kratochwil, 1974 in Zittau geboren, studierte 1995–1999 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2002 ist sie freischaffend tätig u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt u.a.

Dienstag
13.
November 2018

Lina Wolff
(c) privat

Lina Wolff
„Die polyglotten Liebhaber

Lesung & Gespräch.
Moderation und Übersetzung Grit Thunemann

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Die wichtigste schwedische Autorin der Gegenwart.
Ellinor ist sechsunddreißig und weiß, wie man sich schlägt – das hat sie sich von ihrem ersten Freund beibringen lassen. Auf einer Dating-Seite sucht sie nach einem zärtlichen, aber nicht allzu zärtlichen Mann. So begegnet sie Calisto.
Lina Wolff schreibt eindrücklich und glasklar über den männlichen Blick auf Frauen, über Verführung und Erniedrigung. Über Männer, die Frauen ausnutzen, und Frauen, die sich zu rächen wissen. Und über Menschen, die trotz allem von gegenseitigem Verständnis träumen.
LINA WOLFF, geboren 1973, hat lange in Italien und Spanien gelebt. Für ihren
Debütroman „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ wurde sie mit dem renommierten Literaturpreis der Zeitschrift Vi ausgezeichnet
Für ihren zweiten Roman „Die polyglotten Liebhaber“, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird, erhielt sie den Augustpris, den wichtigsten schwedischen Literaturpreis. Lina Wolff lebt in Schonen/Südschweden.

Dienstag
20.
November 2018
20.00 Uhr

Iwan-Michelangelo d'Aprile
(c)Thomas Roese

Iwan-Michelangelo d'Aprile
Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung

Lesung & Gespräch
Moderation Peer Trilcke

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Theodor Fontane war einer der modernsten Autoren seiner Zeit (1819-1898) Er schrieb Balladen über amerikanische Dampfschiffe und Eisenbahnunfälle in Schottland, als Journalist und Romanautor war er ein unermüdlicher Stoffesammler, der mit Genres und Formaten ebenso unternehmungsfreudig experimentierte, wie er es mit den Arzneimischungen im Apothekerlabor getan hatte, so lange, «bis die Mischung stimmte».
Der Germanist Iwan-Michelangelo D'Aprile löst den Autor von «Effi Briest» und des «Stechlin» aus seinem preußisch-brandenburgischen Nahbereich und sucht Fontane inmitten der beschleunigten, zunehmend elektrifizierten und globalisierten Welt auf. Wir begegnen Fontane bei der Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnlinien, begleiten ihn als frühen Pauschaltouristen auf hohe See und erleben ihn 1848 als Barrikadenkämpfer und als Wahlmann für das erste frei gewählte Parlament der deutschen Geschichte. Wir folgen ihm als Korrespondenten nach London, lernen ihn als Beobachter der neuen foto- und telegrafiegestützten Kriegsreportage sowie als Kolonialismuskritiker kennen. Und wir erleben, wie er vom Untergang des alten Preußen erzählt, im fortgeschrittenen Alter energisch im Kulturbetrieb der Hauptstadt des neuen Kaiserreichs Berlin mitmischt, den modernen Berliner Gesellschaftsroman begründet und zum Förderer und Idol einer neuen Generation junger Avantgardisten wird. D'Apriles lebendige und kenntnisreiche Darstellung des Lebens von Theodor Fontane weitet sich zum Epochenporträt des 19. Jahrhunderts. So entsteht ein vielschichtiges und spannungsreiches Bild, das zur Neulektüre eines literarischen Klassikers einlädt.

Iwan-Michelangelo D'Aprile, geboren 1968 in Berlin, ist Literarturwissenschaftler und Historiker. Er hat zur Kulturgeschichte Berlins im 19. Jahrhundert sowie zur Geschichte des Journalismus publiziert und lehrt als Professor für «Kulturen der Aufklärung» an der Universität Potsdam.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Fontane-Archiv, der Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg und dem Rowohlt Verlag.

Sonntag
27.
Januar 2019
11.00 Uhr
 

Günter de Bruyn
„Der neunzigste Geburtstag. Ein ländliches Idyll

Einführung: Peter Walther
Lesung Christian Brückner

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: »Wir schaffen das.« Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...
Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.
Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.

Eine Kooperationsveranstaltung mit Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg und dem Literaturladen Wist.

Sonntag
10.
Februar 2019
11.00 Uhr

Judith Schalansky
(c) Jürgen Bauer

Matinee in der Villa Quandt
Judith Schalansky
„Verzeichnis einiger Verluste“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind - mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung des Literaturladens Wist.

Sonntag
24.
Februar 2019
11.00 Uhr

Lion Feuchtwanger

Matinee in der Villa Quandt
Lion Feuchtwanger
„Ein möglichst intensives Leben
Die Tagebücher.„

Einführung und Lesung: Klaus Modick , anschließend Gespräch mit Nele Holdack (Lektorin, Aufbau Verlag)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Lion Feuchtwanger, 1884-1958, war Romancier und Weltbürger. Seine Romane erreichten Millionenauflagen und sind in über 20 Sprachen erschienen. Als Lion Feuchtwanger mit 74 Jahren starb, galt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Die Lebensstationen von München über Berlin, seine ausgedehnten Reisen bis nach Afrika, das Exil im französischen Sanary-sur-Mer und im kalifornischen Pacific Palisades haben den Schriftsteller, dessen unermüdliche Schaffenskraft selbst von seinem Nachbarn in Kalifornien, Thomas Mann, bestaunt wurde, zu einem ungewöhnlich breiten Wissen und kulturhistorischen Verständnis geführt. 15 Romane sowie Theaterstücke, Kurzgeschichten, Berichte, Skizzen, Kritiken und Rezensionen hatten den Freund und Mitarbeiter Bertolt Brechts zum "Meister des historischen und des Zeitromans" (Wilhelm von Sternburg) reifen lassen. Mit seiner "Wartesaal-Trilogie" erwies sich der aufklärerische Humanist als hellsichtiger Chronist Nazi-Deutschlands.
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Sein Roman »Konzert ohne Dichter« erschien im Frühjahr 2015 und wurde schnell zum Bestseller. 2018 folgte sein Roman »Keyserlings Geheimnis«.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Aufbau Verlag.