Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
04.
August 2020
19.00 Uhr

Jan Brandt
(c) Anika Büssemeier
Lea Streisand
(c) Gerald von Foris
Anke Stelling
(c) Nane Diehl

 

LIT:potsdam
OPEN AIR im Garten der Villa Quandt

Stadt und Land
JAN BRANDT, ANKE STELLING, LEA STREISAND Lesung und Gespräch
Moderation: Petra Gute

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/4

Karten unter:
Ticketshop

Eintritt: 15 / 12 €

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Begrüßung: Oberbürgermeister Mike Schubert. In den letzten Jahren haben sich zunehmend Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit den Themen Gentrifizierung und den damit zusammenhängenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen von Nachbarschaften, auch in den ländlichen Gebieten, auseinandergesetzt. Jan Brandt nimmt sich in "Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt" des durchgedrehten Immobilienmarktes an – Werteverfall und Wertesteigerung von Wohnraum. Anke Stelling erzählt in „Schäfchen im Trockenen“ von den Folgen einer Wohnungskündigung und Lea Streisand berichtet in „Hufeland, Ecke Bötzow“ von den Veränderungen der Nachwendejahre in ihrem Berliner Kiez. Ermöglicht durch die Fritz-Senss-Stiftung und in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro.

Sonntag
09.
August 2020
19.00 Uhr

Durs Grünbein
(c) Tineke de Lange
Ingo Schulze
(c) Gaby Gerster

 

LIT:potsdam
OPEN AIR im Garten der Villa Quandt

„Besprochene und erzählte Welt“ DURS GRÜNBEIN, INGO SCHULZE
Lesung und Gespräch
Moderation: Thomas Böhm

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
Ticketshop

Eintritt: 15 / 12 €

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Zwei Autoren, denen Literatur bekanntlich Lebenselixier ist, beide gebürtig aus Dresden, beide Altersgenossen, Kindheitsfreunde, dennoch sehr unterschiedlich: Der Dichter Durs Grünbein beschreibt in oft nüchterner, beinahe naturwissenschaftlicher Sprache, Traum und Wirklichkeit, Realität und Fantasie. Der Schriftsteller Ingo Schulze verweigert sich jedwedem Kommentar zu aktuellen politischen Entwicklungen, verbirgt sich hinter literarischen Vexierspielen. Dennoch sind beide politisch engagiert, philosophisch und subversiv. Grünbein und Schulze lesen aus ihren aktuellen Werken und sprechen mit Thomas Böhm über Traum und Dichtung, Weltbeobachtung und Selbstverortung.
in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro.

Mittwoch
19.
August 2020

Jörg Hartmann
(c) Silvia Medina

 

Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | Friedrich-Ebert-Straße 17, Innenhof

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 12 / 4 € (Schülerermäßigung)

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In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. "Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster", teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: "Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht." (Nürnberger Nachrichten) Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994-96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996-99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999-2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie "Weissensee", "Bella Block", "Der blinde Fleck", "Homeland", "Wilde Maus" und in diversen "Tatort"-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Eine Veranstaltung der Heinrich von Kleist Schule und des Brandenburgischen Literaturbüros.

Donnerstag
20.
August 2020

Jörg Hartmann
(c) Silvia Medina

 

Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
0354 2873-0
oder: www.schloss-luebbenau.de

Eintritt: 12 €

RESERVIEREN

In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. „Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster“, teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht.“ (Nürnberger Nachrichten)
Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994–96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996–99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999–2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie „Weissensee“, „Bella Block“, „Der blinde Fleck“, „Homeland“, „Wilde Maus“ und in diversen „Tatort“-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros, der Lausitzer Rundschau und des Schlosses Lübbenau.

Sonntag
23.
August 2020
11.00 Uhr

Jens Bisky
(c) Bernhardt Link

 

Jens Bisky
„Berlin: Biographie einer großen Stadt“

Lesung und Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Parvenü der Großstädte, Labor der Moderne, Symbol des zerrissenen 20. Jahrhunderts: In Berlin konzentriert sich nicht nur deutsche, sondern auch europäische Geschichte. Beides hat Jens Bisky im Blick, wenn er die Entwicklung der Stadt seit ihrem Aufstieg zur preußischen Residenz schildert. Berlin war äußerst wandlungsfähig und offen: für die verfolgten französischen Hugenotten und die Denker der Aufklärung unter Hohenzollernherrschaft; später als Metropole der Proletarier und Großindustriellen, der Künstler und Journalisten und als „Place to be“ der Goldenen Zwanziger. All das wird bei Bisky anschaulich erfahrbar, genauso aber auch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und die spannungsgeladene Atmosphäre nach 1945, als sich hier die großen Machtblöcke gegenüberstehen.
Jens Bisky legt eine Gesamtdarstellung der Geschichte Berlins vor, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben hat, vom Dreißigjährigen Krieg bis in die Gegenwart. Eine faszinierende Erzählung über Entstehung und Aufstieg, Fall und Neubeginn – und zugleich ein packendes Panorama deutscher wie europäischer Geschichte im Spiegel einer einzigartigen Metropole.

Jens Bisky, geboren 1966 in Leipzig, studierte Kulturwissenschaften und Germanistik in Berlin. Er schrieb für die „Berliner Zeitung“ und ist seit 2001 Feuilletonredakteur der „Süddeutschen Zeitung“. Zudem ist er Autor mehrerer vielbeachteter Bücher, darunter „Geboren am 13. August“ (2004), „Kleist. Eine Biographie“ (2007) und zuletzt „Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit“ (2011). 2017 wurde Bisky von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist

Montag
14.
September 2020
20.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Preis der Leipziger Buchmesse 2020
Lutz Seiler „Stern 111“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
01806 / 700 733
oder: www.waschhaus.de (bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit)

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Gebühr

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Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West: Nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman Kruso.

Eine Veranstaltung des BLB, Waschhauses und des Lit. Wist

Donnerstag
17.
September 2020
19.30 Uhr

Katharina Peters
(c) Milena Schlösser

 

Katharina Peters
"Schiffsmord: Ein Rügen-Krimi"

Lesung

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 8 / 6 €

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Im Hafen von Sassnitz wird auf einer Yacht eine Leiche gefunden: Florian Gerber, ein Finanzbeamter aus Stralsund, ist offenbar bereits tot auf das Schiff gebracht worden. Romy Beccare kann zunächst nichts Auffälliges in der Biografie des Toten entdecken – außer, dass ihm die Yacht offensichtlich gehört hat. Wie kann ein Finanzbeamter zu soviel Geld kommen? Dann erfährt sie, dass Gerber sich seit dem Tod seiner kleinen Nichte sehr verändert hat. Das Mädchen starb bei einem Verkehrsunfall, weil Gaffer den Rettungskräften den Weg versperrten. Gerber hat sich intensiv auf die Suche nach den Schuldigen gemacht. Musste er deshalb sterben? Der neue Roman um die Ermittlerin Romy Beccare – von der Bestsellerautorin Katharina Peters

Katharina Peters (Pseudonym für Manuela Kuck) ist in Wolfsburg geboren, lebt im südlichen Berliner Umland und fühlt sich heimisch auf Rügen. Sie schreibt Krimis und Thriller, Romane, Kurzgeschichten.

Samstag
10.
Oktober 2020
19.30 Uhr

Jörg Schüttauf
(c) Steffen T. Sengebusch

Holger Umbreit
(c) Jürgen Kemmer

Jörg Schüttauf und Holger Umbreit "DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND"

von Jonas Jonasson in der Übersetzung von Wibke Kuhn, szenische Lesung

Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
03377 / 3040477
oder: 033702 / 60815

Eintritt: 12 / 10 €

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"Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die ich besser kann als die meisten anderen. Ich kann Schnaps aus Ziegenmilch herstellen und eine Atombombe zusammenbasteln."

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Stadtrat und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, verschwindet der Hundertjährige ganz einfach - und versetzt ganz Schweden in Aufruhr. Ein Koffer mit gestohlenem Geld, in dessen Besitz Allan eher zufällig gelangt, bringt eine Verbrecherorganisation auf den Plan, die ihr Eigentum zurückhaben möchte. So kommt es, dass schließlich nicht nur die Polizei hinter ihm her ist, sondern auch die Ganoven. Glücklicherweise muss er seinen Weg nicht allein fortsetzen. Nach und nach gesellen sich skurrile Figuren wie der Gelegenheitsdieb Julius Jonsson, der ewige Student Benny Ljungberg und die schöne Gunilla Björklund hinzu. Unauffällig kann die ungewöhnliche Reisegruppe nicht reisen, da auch noch Elefant Sonja mit an Bord ist. Dass auch einige Leichen den Fluchtweg von Allan und seinem Gefolge pflastern, ergibt sich eher zufällig. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jüngeren Jahren das ganze Weltgeschehen auf den Kopf gestellt. Jonas Jonasson erzählt die Geschichte einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war. Der Titel ist seit seinem Erscheinen von keiner Bestsellerliste mehr wegzudenken und ist bis dato drei Millionen Mal allein im deutschsprachigen Raum verkauft worden.

Montag
26.
Oktober 2020
20.00 Uhr

Andreas Kossert
(c) Sebastian Pfütze

 

Andres Kossert
"Flucht. Eine Menschheitsgeschichte"

Moderation: Torsten Walter

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Andreas Kossert, renommierter Experte zum Thema Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert und Autor des Bestsellers „Kalte Heimat“, stellt in seinem neuen Buch die Flüchtlingsbewegung des frühen 21. Jahrhunderts in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Immer nah an den Einzelschicksalen und auf bewegende Weise zeigt Kossert, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen - und warum es für Flüchtlinge und Vertriebene zu allen Zeiten so schwer ist, in der Fremde neue Wurzeln zu schlagen. Ob sie aus Ostpreußen, Syrien oder Indien flohen: Flüchtlinge sind Akteure der Weltgeschichte - Andreas Kossert gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme.

Andreas Kossert, geboren 1970, studierte Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitete am Deutschen Historischen Institut in Warschau und lebt seit 2010 als Historiker und Autor in Berlin. Auf seine historischen Darstellungen Masurens (2001) und Ostpreußens (2005) erhielt er begeisterte Reaktionen. Zuletzt erschienen von ihm der Bestseller »Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945« (2008) sowie »Ostpreußen. Geschichte einer historischen Landschaft« (2014). Für seine Arbeit wurde ihm der Georg Dehio-Buchpreis verliehen.

Dienstag
27.
Oktober 2020
19.30 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

 

Peter Walther
„Fieber. Universum Berlin 1930-1933“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 8 / 6 €

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Berlin ist 1930 die glanzvolle Metropole des neuen Europa, moderner, schneller und freier als die anderen Hauptstädte des Kontinents. Nirgendwo sonst liegen Verschwendung und Elend so dicht beieinander. Während sich Kommunisten und Nationalsozialisten blutige Saalschlachten liefern und Dorothy Thompson Hitler interviewt, wirft der Hellseher Erik Jan Hanussen Schicksalsbälle ins Publikum. SA-Chef Ernst Röhm zieht durch die Transvestiten-Lokale im Berliner Westen und Ernst Thälmann findet Trost bei seiner Geliebten. Heinrich Brüning, eben noch Kanzler des Deutschen Reichs, spielt am Abend seiner Entlassung mit den Kindern seiner Freunde „Mensch ärgere Dich nicht“. Die Stadt ist im Fieber. Am Ende geht es nur noch um eins: Kommt das „Dritte Reich“? Peter Walther leuchtet die Lebenswege der Protagonisten dieser Schicksalsjahre aus und führt sie auf der Bühne eines geschichtlichen Dramas zusammen, dessen Ausgang das Gesicht der Welt verändert hat.

Peter Walther, geboren 1965 in Berlin, studierte Germanistik und Kunstgeschichte und wurde 1995 in Berlin promoviert. Zusammen mit Birgit Dahlke, Klaus Michael und Lutz Seiler gab er die Literaturzeitschrift „moosbrand“ heraus. Heute leitet er gemeinsam mit Hendrik Röder das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam. 2017 erschien sein Bestseller „Hans Fallada. Die Biographie“.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
08.
November 2020
11.00 Uhr

Rainer Falk
(c) privat

Sven Limbeck
(c) privat

Rainer Falk & Sven Limbeck (Hg.) Casta Diva. Der schwule Opernführer

Gespräch & Opernquiz
Moderation Albrecht Thiemann (Opernwelt)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Ebenso informativ wie vergnüglich zu lesen, ist Casta Diva der Opernführer, auf den nicht nur schwule Operngänger schon immer gewartet haben. Casta Diva bietet Artikel zu rund 100 Komponisten und zu mehr als 150 Werken des Opernrepertoires. Jeder Artikel enthält neben den Angaben zu Entstehung, Besetzung und Inhalt detaillierte Informationen zu den schwulen Aspekten des jeweiligen Werks. Ein ausführliches Vorwort führt ein in die mehr als 400-jahrige Geschichte des Musiktheaters und seiner schwulen Verehrer. Ein Glossar der Fachbegriffe erlaubt auch dem Novizen einen mühelosen Zugang in die Opernwelt, und ein Register erleichtert die gezielte Suche nach Personen und ihren Werken.
Die beiden Herausgeber Rainer Falk und Sven Limbeck geben einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und die Besonderheiten des Opernführers. Ein unterhaltsames Opern-Quiz rundet die Veranstaltung ab!

Samstag
14.
November 2020
16.00 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

 

Peter Walther
„Fieber. Universum Berlin 1930-1933“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder

Teichland-OT Maust | Gemeindehaus

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: 035601 / 24514

Eintritt: Eintritt frei, Spende erwünscht

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Berlin ist 1930 die glanzvolle Metropole des neuen Europa, moderner, schneller und freier als die anderen Hauptstädte des Kontinents. Nirgendwo sonst liegen Verschwendung und Elend so dicht beieinander. Während sich Kommunisten und Nationalsozialisten blutige Saalschlachten liefern und Dorothy Thompson Hitler interviewt, wirft der Hellseher Erik Jan Hanussen Schicksalsbälle ins Publikum. SA-Chef Ernst Röhm zieht durch die Transvestiten-Lokale im Berliner Westen und Ernst Thälmann findet Trost bei seiner Geliebten. Heinrich Brüning, eben noch Kanzler des Deutschen Reichs, spielt am Abend seiner Entlassung mit den Kindern seiner Freunde „Mensch ärgere Dich nicht“. Die Stadt ist im Fieber. Am Ende geht es nur noch um eins: Kommt das „Dritte Reich“? Peter Walther leuchtet die Lebenswege der Protagonisten dieser Schicksalsjahre aus und führt sie auf der Bühne eines geschichtlichen Dramas zusammen, dessen Ausgang das Gesicht der Welt verändert hat.

Peter Walther, geboren 1965 in Berlin, studierte Germanistik und Kunstgeschichte und wurde 1995 in Berlin promoviert. Zusammen mit Birgit Dahlke, Klaus Michael und Lutz Seiler gab er die Literaturzeitschrift „moosbrand“ heraus. Heute leitet er gemeinsam mit Hendrik Röder das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam. 2017 erschien sein Bestseller „Hans Fallada. Die Biographie“.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Seniorenbeauftragten Teichland.

Montag
23.
November 2020
20.00 Uhr

Harald Jähner
(c) Barbara Dietl

 

Harald Jähner
„Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“

Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den „Umerzieher“ Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem „Versandgeschäft für Ehehygiene“ alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen am nicht weniger symbolhaften Nierentisch der anbrechenden Fünfziger. Das gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben.

Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», der er seit 1997 angehörte. Zuvor war er freier Mitarbeiter im Literaturressort der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin

Donnerstag
21.
Januar 2021
20.00 Uhr

Zaia Alexander
(c) Tobias Bohm

 

Romandebüt
Zaia Alexander „Erdbebenwetter“

Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Kojoten ziehen hungrig durch die Wohnviertel, in den Nachrichten warnen sie vor Schießereien und blinder Verkehrswut. Mit der Hitze kommt eine unheimliche Stille. Erdbebenwetter. Das Leben in L.A. gleicht in diesem Roman nicht dem Hollywood, das uns die großen Studios in ihren Filmen vorgaukeln. Und auch Lous Alltag ist nicht aus dem Stoff der Traumfabrik. Ihr Leben scheint in einer Endlosschleife hängengeblieben zu sein, als sie bei einer Filmpremiere einen alten Freund wiedertrifft, der mittlerweile ein erfolgreicher Regisseur ist. Er nimmt sie mit zu einem Kurs in einem Tanzstudio in Santa Monica und führt sie in die Welt der Hexer ein. Damit gewinnt ihr Leben eine neue Intensität. Das allzu Bekannte wird außergewöhnlich, der Alltag rückt in ein neues Licht. Lou erkennt, dass es Ausfahrten und Schlupflöcher im vermeintlich festgelegten Koordinatensystem des Lebens gibt. Ein poetischer, kraftvoller, kosmopolitischer Roman, der Grenzen überschreitet, Hierarchien zwischen Tier und Mensch, Kindern und Eltern, ins Wanken bringt und L.A. als jenes flirrende Geheimnis in der Wüste zeigt, das die Stadt bis heute ist.

Zaia Alexander lebt in Potsdam und Los Angeles. Sie promovierte in Germanistik an der UCLA, war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Getty Research Institute und Programmdirektorin der Villa Aurora in Pacific Palisades/Los Angeles. 2008 erhielt sie die Lannan Residency in Marfa, Texas. Erdbebenwetter ist ihr erster Roman.