Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

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Mittwoch
27.
Oktober 2021
20.00 Uhr

Judith Hermann
(c) Michael Witte

 

Judith Hermann „Daheim“

Lesung & Gespräch
Moderation: Carsten Wist

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.waschhaus.de
oder: 0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 € (zzgl. Gebühren)

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Judith Hermann erzählt in ihrem neuen Roman »Daheim« von einem Aufbruch: Eine alte Welt geht verloren und eine neue entsteht. Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schließt vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll. Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht.

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren, wo sie heute lebt und schreibt. 1998 erschien ihr erstes Buch »Sommerhaus, später«, das zu einem Bestseller wurde. »Judith Hermann erzeugt einen Sound, nach dem man süchtig werden kann.« (Franziska Wolffheim, Brigitte). 2003 erschien der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«, der 2007 für das deutsche Kino verfilmt wurde. 2009 folgte »Alice«, das auch international große Aufmerksamkeit fand. Im Herbst 2014 veröffentlichte die Autorin ihren ersten Roman, >Aller Liebe Anfang<. Ihr Werk wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. Im Frühjahr 2015 erschienen die Erzählungen ›Lettipark‹. »Die Prosa von Judith Hermann gehört zum Wichtigsten, was die deutsche Literatur unserer Jahre zu bieten hat.« (Marcel Reich-Ranicki).

In Kooperation mit dem Waschhaus, der Konrad-Adenauer-Stiftung/Politisches Bildungsforum Brandenburg und dem Literaturladen Wist.

Donnerstag
04.
November 2021
19.00 Uhr

Robin Alexander
(c) Gudrun Senger

 

Robin Alexander
Machtverfall. Merkel und der Kampf um die Nachfolge: Ein Report aus dem Innern der Politik.

Moderation: Hendrik Röder

Rathenow | „Havelrestaurant Schwedendamm“ | Schwedendamm 7

Karten unter:
03385-510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 €

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Angela Merkel war als Krisenkanzlerin so beliebt wie lange nicht mehr, doch hinter den Kulissen der Pressekonferenzen, Briefings und Fernsehansprachen rang die CDU um ihr Überleben. Spätestens seit den anschwellenden Protesten gegen die Corona-Maßnahmen und der immer kritischer verlaufenden zweiten Welle der Pandemie wird klar, dass auch die Kanzlerin, die in Notlagen immer wieder zu Hochform aufgelaufen ist, gravierende Fehler gemacht hat. Die Corona-Krise, so Robin Alexander, ist deshalb auch nur ein weiteres, spektakuläres Kapitel in einer noch größeren Geschichte: dem Drama vom Ende der Ära Merkel. In seinem neuen Buch enthüllt der Bestsellerautor den Machtkampf, der Deutschlands wichtigste Regierungspartei zerreißt. Sein glänzend recherchiertes Buch ist ein Report aus dem Innern der Macht, die packende Geschichte einer Kanzlerin in Agonie und das überraschende Porträt jener Männer, die um ihr Erbe kämpfen. Auch nach der Wahl und dem Wechsel der handelnden Protagonisten schuf Alexander ein gültiges Sittenbild der deutschen Politik.

Robin Alexander, geboren 1975, hat sich als politischer Reporter und Kolumnist im politischen Berlin einen Namen gemacht. Er war Redakteur bei der „taz“ und Reporter bei „Vanity Fair“, bevor er 2008 zur „Welt“-Gruppe wechselte. 2013 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Seit 2019 ist er stellvertretender Chefredakteur Politik der „Welt“. Sein Buch „Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (Siedler 2017) stand wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste und bildet die Grundlage für das gleichnamige ARD-Dokudrama, das 2020 ein Millionenpublikum erreichte. Robin Alexander lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin.

In Kooperation mit der Buchhandlung & Schreibwaren Tieke GmbH.

Sonntag
07.
November 2021
11.00 Uhr

Helga Schütz
(c) Gaby Waldek

 

Matinee
Buchpremiere
Helga Schütz „Heimliche Reisen“

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Wir sind in unserem Schicksal zu Hause« - ein klarer Satz, den die Erzählerin träumt und sogleich bezweifelt. Denn wie man in verschiedene Heimstätten zieht, so verändern sich die Gewissheiten, wie es denn war, das eigene Schicksal. Helga Schütz spürt verwundert dem Echo der Erinnerungen nach: an die schlesische Kindheit, die kargen Dresdner Jahre, die marode Villa am Glienicker See im Schatten der Mauer, die Nachtwachen am Bett des todkranken Kindes, ein Berliner Hochhaus mit wachsamen Nachbarn und immer wieder an Erkundungen in der Ferne. Hat sie sich nicht sehenden Auges in Schwierigkeiten manövriert, nicht stets komplizierte, unpraktische Männer geliebt, Katastrophen verkannt? Die Vergangenheiten schicken ihre Geister in diese bestrickende, weise, gewitzte Lebenserzählung, und nur eines ist gewiss: »Das größte Geheimnis kommt zum Schluss.«

Helga Schütz wurde 1937 in Falkenhain/Schlesien geboren. 1944 Umsiedlung nach Dresden. Nach einer Gärtnerlehre Arbeit als Landschaftsgärtnerin. ABF. Nach dem Studium an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg wurde sie freie Autorin und schrieb Drehbücher und Szenarien zu Spiel- und Dokumentarfilmen, später auch Romane und Erzählungen. Em. Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen. Sie lebt in Potsdam. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Zuletzt erschienen: Grenze zum gestrigen Tag (Roman, 2000); Dahlien im Sand. Mein märkischer Garten (2002); Knietief im Paradies (Roman, 2005); Sepia (Roman, 2012); Die Kirschendiebin (Erzählung, 2017); Von Gartenzimmern und Zaubergärten (2020).

Mit freundlicher Unterstützung durch den Aufbau Verlag

Samstag
13.
November 2021
19.30 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Potsdamer Wohnzimmerkultur
Lutz Seiler: Roman und Gedichte/ „Stern 111“ und "schrift für blinde riesen".
Musikalische Begleitung durch die Potsdamer Band „Jolle“

Potsdam | ein altes Pferdelazarett mitten in der Stadt (die genaue Adresse erhalten Sie nach der Anmeldung)

Karten unter:
wohnzimmerkulturpotsdam@gmail.com
oder: 0170 / 4605658

Eintritt: Spenden erwünscht

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Seilers Roman „Stern 111“ ist ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2020: Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden. Mit seinem neuen Gedichtband kehrt der Autor nach zwei Romanen zurück in den Heimathafen der Gedichte. Zurück in die Stimmen der Kindheit, ins Waldstadion, den »Knochenpark« und zur Frage, wo unser »eignes schmales erdreich ankern kann«. Er entdeckt den »Ahnenapparat« seines vom Uranbergbau geschleiften Heimatdorfes, um dort »seinen Toten« zu lauschen. Er durchstreift die Klangwelt des märkischen Kieferngewölbes und ist unterwegs: ob in den Legenden von Trouville oder in Stockholm, seiner zweiten Heimat, immer auf der Suche nach einer »schrift für blinde riesen« und ihrem Blick dorthin, »wo die welt vermutet werden könnte.« Mit seiner suggestiven Stimme und einer gehärteten Sprache jenseits aller Moden eröffnet Lutz Seiler einen ureigenen poetischen Raum. Vor allem ist es die Materialität der Dinge, das Sprechen nah an den Substanzen – verwandelt in Rhythmus und Klang bilden sie den Erzählton seiner neuen Gedichte.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman Kruso.

In Kooperation mit Wohnzimmerkultur Potsdam.

Sonntag
14.
November 2021
11.00 Uhr

Judith Zander
(c) Bogenberger Autorenfotos

 

Fontane-Literaturpreis 2021
Judith Zander - "Johnny Ohneland"

Moderation: Hendrik Röder

Oderaue | Theater am Rand | Zollbrücke 16

Karten unter:
033457 / 66521 (mit Anrufbeantworter)
oder: info@theateramrand.de

Eintritt: empfohlener Austtrittspreis 18.-

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"Ihr Werk ist wie ein Berg, den es immer wieder neu zu besteigen gilt, und gleichzeitig auch wie ein Strom, der einen immer größeren Sog entwickelt und unwiderstehlich mit sich fortreißt. Ich kann mich nicht entziehen – und das ist es, was gute Literatur ausmacht." Nadine Kreuzahler, Jury-Vorsitzende

A Girl named Johnny. Joana Wolkenzin weiß früh, dass sie anders ist. Sie liest stundenlang und lernt Songtexte auswendig; später verliebt sie sich in Jungs und in Mädchen. Im vorpommerschen Niemandsland der Neunziger gibt sie sich einen neuen Namen: Johnny. Aber bringt ein neuer Name auch neues Glück? Als die Mutter über Nacht die Familie verlässt, kreisen Johnny, ihr Bruder Charlie und ihr Vater auf wackligen Bahnen um eine leere Mitte. Schließlich macht Johnny sich auf die Suche nach einem Leben und einer Erzählung, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen, in Deutschland, Finnland und Australien.

Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Jüterbog. Für ihre Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis. Ihr letzter Roman »Dinge, die wir heute sagten« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt erschien bei dtv ihr Gedichtband »manual numerale«.

Freitag
19.
November 2021
19.30 Uhr

Dagmar Manzel
(c) Philip Glaser

 

Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2021
Dagmer Manzel „Menschenskind“

Eine Autobiographie in Gesprächen mit Knut Elstermann
Moderation: Knut Elstermann

Zossen OT Dabendorf | Kulturforum auf dem Scholl-Campus | Zum Königsgraben 8

Karten unter:
033702 / 60815

Eintritt: 12 / 10 €

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Sie trägt die mit Pailletten besetzte Robe ebenso elegant wie die Lederkluft. Wie kaum eine andere Schauspielerin schafft sie es, sich jede Rolle chamäleongleich anzueignen, ist mal rotzfreche Göre, mal Dame von Welt. Ihre Fans kennen sie von zahlreichen Theater- und Operettenrollen. Einem Millionenpublikum ist sie überdies als Tatort-Kommissarin bekannt. Nun erscheint die erste Autobiographie der großen Schauspielerin und Sängerin, die sie gemeinsam mit dem Radiomoderator und Kinoexperten Knut Elstermann verfasst hat. Außerdem kommen zahlreiche Kollegen und Weggefährten, wie Matthias Habich, Barrie Kosky und Johanna Schall, zu Wort.
Knut Elstermann
Knut Elstermann, geboren 1960 in Ostberlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er ist Autor mehrerer Bücher . Zuletzt erschienen Dagmar Manzel: Menschenskind. Eine Autobiographie in Gesprächen mit Knut Elsterman und Der Canaletto vom Prenzlauer Berg. Der Maler Konrad Knebel.“

Montag
22.
November 2021
20.00 Uhr

Harald Jähner
(c) Barbara Dietl

 

Harald Jähner
„Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“

Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den „Umerzieher“ Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem „Versandgeschäft für Ehehygiene“ alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen am nicht weniger symbolhaften Nierentisch der anbrechenden Fünfziger. Das gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben.

Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», der er seit 1997 angehörte. Zuvor war er freier Mitarbeiter im Literaturressort der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Montag
29.
November 2021
20.00 Uhr

Antje Rávik Strubel
(c) Philipp von der Heydt

 

Potsdam feiert den Deutscher Buchpreis 2021!
Antje Rávik Strubel „Blaue Frau“

Lesung und Gespräch
Anschließend Empfang

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 15 / 12 €

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Begründung der Jury
"Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.“

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in der Ferne. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, unsichtbar gemacht, strandet Adina nach einer Irrfahrt in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil. Der Roman von Antje Rávik Strubel, »Blaue Frau«, erzählt aufwühlend von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen.
Antje Rávik Strubel veröffentlichte die Romane ›Offene Blende‹ (2001), ›Unter Schnee‹ (2001), ›Fremd Gehen. Ein Nachtstück‹ (2002), ›Tupolew 134‹ (2004), ›Vom Dorf. Abenteuergeschichten zum Fest‹ (2007). Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, ihr Roman ›Kältere Schichten der Luft‹ (2007) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Rheingau-Literatur-Preis sowie dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet, der Roman ›Sturz der Tage in die Nacht‹ (2011) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Antje Rávik Strubel wurde mit einem Stipendium in die Lion-Feuchtwanger-Villa in Los Angeles eingeladen sowie als erster Writer in residence 2012 an das Helsinki Collegium for Advanced Studies. 2019 erhält sie den Preis der Literaturhäuser. Zuletzt erschien 2016 der Episodenroman ›In den Wäldern des menschlichen Herzens‹. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam.

In Kooperation mit dem Literaturladen Wist

Dienstag
30.
November 2021
19.00 Uhr

Robin Alexander
(c) Gudrun Senger

 

Lausitzer LesArt
Robin Alexander
Machtverfall. Merkel und der Kampf um die Nachfolge: Ein Report aus dem Innern der Politik.

Moderation: Hendrik Röder

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542 / 87 30
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 12 / 10 €

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Angela Merkel war als Krisenkanzlerin so beliebt wie lange nicht mehr, doch hinter den Kulissen der Pressekonferenzen, Briefings und Fernsehansprachen rang die CDU um ihr Überleben. Spätestens seit den anschwellenden Protesten gegen die Corona-Maßnahmen und der immer kritischer verlaufenden zweiten Welle der Pandemie wird klar, dass auch die Kanzlerin, die in Notlagen immer wieder zu Hochform aufgelaufen ist, gravierende Fehler gemacht hat. Die Corona-Krise, so Robin Alexander, ist deshalb auch nur ein weiteres, spektakuläres Kapitel in einer noch größeren Geschichte: dem Drama vom Ende der Ära Merkel. In seinem neuen Buch enthüllt der Bestsellerautor den Machtkampf, der Deutschlands wichtigste Regierungspartei zerreißt. Sein glänzend recherchiertes Buch ist ein Report aus dem Innern der Macht, die packende Geschichte einer Kanzlerin in Agonie und das überraschende Porträt jener Männer, die um ihr Erbe kämpfen. Auch nach der Wahl und dem Wechsel der handelnden Protagonisten schuf Alexander ein gültiges Sittenbild der deutschen Politik.

Robin Alexander, geboren 1975, hat sich als politischer Reporter und Kolumnist im politischen Berlin einen Namen gemacht. Er war Redakteur bei der „taz“ und Reporter bei „Vanity Fair“, bevor er 2008 zur „Welt“-Gruppe wechselte. 2013 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Seit 2019 ist er stellvertretender Chefredakteur Politik der „Welt“. Sein Buch „Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (Siedler 2017) stand wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste und bildet die Grundlage für das gleichnamige ARD-Dokudrama, das 2020 ein Millionenpublikum erreichte. Robin Alexander lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin.

In Kooperation mit dem Hotel Schloß Lübbenau.

Sonntag
23.
Januar 2022
11.00 Uhr

Pascale Hugues
(c) Dagmar Morath

 

Pascal Hugues
„Mädchenschule. Porträt einer Frauengeneration.“

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Das glänzend erzählte Porträt einer Frauengeneration. Persönlich, reflektiert und hoffnungsvoll.
Zwölf Mädchen. Sie alle schreiben 1968 in das Poesiealbum von Pascale Hugues. Die Adjektive, mit denen sie dichten, lauten klein, su?ß, bescheiden. Niemals stolz, mutig, ehrgeizig. Diese Eigenschaften sind nur fu?r Männer vorgesehen. 50 Jahre später macht sich Pascale Hugues auf die Suche nach diesen Mädchen, erzählt von ihren Leben als Frauen. Und porträtiert eine Generation: Zu jung fu?r die Revolution von 1968, nutzen sie die Pille, die Abtreibung, die einvernehmliche Scheidung, das Recht, in Hosen ins Bu?ro zu gehen und ein Gehalt zu bekommen, ohne ihren Mann um Erlaubnis zu fragen – all diese Errungenschaften, fu?r die Generationen vor ihnen gekämpft haben. Jede von ihnen hat versucht, dem Frauenbild zu entkommen, das sich so deutlich in dem kleinen Poesiealbum widerspiegelt. Aber alle spu?ren, dass die unsichtbare Macht dieser Rollenzuschreibungen bis heute wirkt. Pascale Hugues reflektiert mit großer stilistischer Eleganz, wie die ihnen eingeschriebenen Eigenschaften Frauen ein Leben lang begleiten.
Pascale Hugues, geboren in Straßburg, ist Journalistin und Schriftstellerin. Mit ihrem ersten Buch «Marthe und Mathilde» gelang ihr auf Anhieb ein großer Erfolg. Für ihr Buch «Ruhige Straße in guter Wohnlage» erhielt sie den Prix Simone Veil und den Europäischen Buchpreis. Pascale Hugues ist Deutschlandkorrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins «Le Point», Kolumnistin beim «Tagesspiegel» und «Tagesspiegel» und schreibt regelmäßig für verschiedene deutsche Medien. Sie lebt in Berlin.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Freundeskreises Potsdam- Versailles und des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Potsdam