Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
31.
Mai 2022
19.30 Uhr

Nicola Albrecht
(c) Polyglott Verlag

 

Nicola Albrecht
„Mein Israel und ich. Entlang der Road 90“

Vortrag & Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Neues Leben im Alten Haus | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 8 / 6 €

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"Nicola Albrecht holt einen dort ab, wo die News enden, und nimmt einen mit, an unbekannte Orte und zu Menschen, die ihre Geschichten erzählen und vertrauensvoll ihre Herzen öffnen."
Claus Kleber

Die ZDF-Korrespondentin Nicola Albrecht erzählt von einer einzigartigen Reise: auf der Road 90 von der libanesischen Grenze bis ans Rote Meer. Sie besucht nicht nur Sehnsuchtsziele wie den See Genezareth, sondern erkundet auch weniger bekannte Regionen wie das Jordantal. Dabei begegnet sie Mönchen und Tanzlehrern, Beduinen und Siedlern und will wissen: Was bewegt die Menschen jenseits der Metropolen? Außerdem erzählt sie, wie es ist, mit der eigenen Familie im Krisengebiet zu leben.
Nicola Albrecht, geboren 1975, hat Komparatistik, Kunstgeschichte und Anglistik studiert und promoviert. 2001 kam sie zum ZDF. Die Zuschauer lernten sie zunächst als Kriegs- und Krisenreporterin kennen. Von 2011 bis 2014 berichtete sie als Korrespondentin aus Peking. Danach übernahm sie für sechs Jahre die Leitung des ZDF-Studios in Tel Aviv und berichtete über den Nahen Osten. Die Road 90 hat sie mehrfach bereist und einen Film darüber gedreht. Sie ist Studioleiterin des ZDF-Landesstudios Brandenburg.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg).

Mittwoch
01.
Juni 2022
20.00 Uhr

Harald Martenstein
(c) Hans Scherhaufer

 

Harald Martenstein
„Vom Ende einer Kolumne“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Ausverkauft! Nur bei gutem Wetter Restkarten an der Abendkasse

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 12 / 10 €

Im Streit um eine von der Chefredaktion veranlassten Löschung einer Kolumne im „Tagesspiegel“ hat Harald Martenstein die Zeitung verlassen – mit klaren Abschiedsworten: „Dies ist meine letzte Kolumne für diese Zeitung, mit der ich fast genau mein halbes Leben verbracht habe“. Wie immer habe er geschrieben, was er denkt, schreibt der 68 Jahre alte Journalist in seiner Abschiedskolumne. „Wo man glaubt, nur man selbst sei im Besitz der Wahrheit, bin ich fehl am Platz.“ Harald Martenstein liest ausgewählte Kolumnen, spricht über sein Ende beim „Tagesspiegel“ und die Fallstricke der political correctness.

Harald Martenstein, geboren 1953, ist Autor der Kolumne »Martenstein« im ZEITmagazin. 2004 erhielt er den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Sein Roman »Heimweg« wurde mit der Corine ausgezeichnet, 2010 bekam er den Curt-Goetz-Ring verliehen. Sein zweiter Roman »Gefühlte Nähe« erhielt höchstes Kritikerlob. Zuletzt erschien der Roman „Wut“(2021).

Donnerstag
02.
Juni 2022
19.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Lausitzer LesART | Preis der Leipziger Buchmesse 2020
Lutz Seiler
„Stern 111“ und „schrift für blinde riesen“

Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | LERN ZENTRUM Cottbus | Berliner Str.13/14

Karten unter:
0355 / 38060-15
oder: uta.jacob@bibliothek-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Lutz Seilers Roman „Stern 111“ ist ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2020: Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden. Mit seinem neuen Gedichtband kehrt der Autor nach zwei Romanen zurück in den Heimathafen der Gedichte. Zurück in die Stimmen der Kindheit, ins Waldstadion, den »Knochenpark« und zur Frage, wo unser »eignes schmales erdreich ankern kann«. Er entdeckt den »Ahnenapparat« seines vom Uranbergbau geschleiften Heimatdorfes, um dort »seinen Toten« zu lauschen. Er durchstreift die Klangwelt des märkischen Kieferngewölbes und ist unterwegs: ob in den Legenden von Trouville oder in Stockholm, seiner zweiten Heimat, immer auf der Suche nach einer »schrift für blinde riesen« und ihrem Blick dorthin, »wo die welt vermutet werden könnte.« Mit seiner suggestiven Stimme und einer gehärteten Sprache jenseits aller Moden eröffnet Lutz Seiler einen ureigenen poetischen Raum. Vor allem ist es die Materialität der Dinge, das Sprechen nah an den Substanzen – verwandelt in Rhythmus und Klang bilden sie den Erzählton seiner neuen Gedichte.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman „Kruso“. Zuletzt erschien der Gedichtband „schrift für blinde riesen“ (2021)

Montag
13.
Juni 2022
20.00 Uhr

Juli Zeh
(c) Thomas Müller

 

Juli Zeh
„Über Menschen und Literatur“

Lesung und Gespräch
Moderation: Knut Elstermann

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 € zzgl. Gebühren (nur verbindliche Reservierungen möglich)

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Juli Zehs neuer Roman „Über Menschen“ erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. Nicht nur in der Literatur, will sie einen unmittelbaren Zugriff auf die Wirklichkeit haben, stellt sich die Frage, „ob und wie man damit leben kann, dass andere Menschen etwas anderes denken als man selbst, ja, dass sie gewissermaßen in einem ganz anderen, eigenen Universum leben, in dem ihnen die Dinge anders erscheinen. Natürlich gibt es im Zusammenleben Grenzen, wie man sich verhalten darf, was man sagen darf und was nicht. Zum Teil werden diese Grenzen durch Gesetze gesichert, zum Teil auch durch ungeschriebene Regeln der Sittlichkeit, des Anstands und des Geschmacks. Das gilt überall und ist gut so. Allerdings beobachten wir derzeit eine Tendenz, dass viele Menschen es auch innerhalb dieser Grenzen schwierig finden, auf Menschen zu treffen, die eine andere Weltsicht vertreten. Das führt dann zu dem Gefühl, dass man selbst im Recht ist, während die anderen verrückt geworden sind. In letzter Konsequenz macht das einsam, und es behindert ein offenes Gespräch, wie wir es in einer Demokratie eigentlich führen wollen."(Juli Zeh) Im Gespräch zwischen Knut Elstermann und Juli Zeh geht es um die Kraft der Literatur, Brücken zwischen scheinbar unversöhnlichen Positionen zu bauen.

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Knut Elstermann, geboren 1960 in Ostberlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses Potsdam und des Literaturladens Wist

Sonntag
19.
Juni 2022
11.00 Uhr

Jörg Kirschstein

 

Jörg Kirchstein
„Auguste Victoria: Porträt einer Kaiserin“

Vortrag

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Auguste Victoria (1858–1921) war als Gemahlin Kaiser Wilhelms II. für drei Jahrzehnte die höchste Repräsentantin des Deutschen Kaiserreichs. Sie erlebte den Glanz der Monarchie sowie deren Untergang 1918. Die Kaiserin kam ihren Aufgaben mit Pflichtbewusstsein, Disziplin und Sanftmut nach. Was sie aber im Besonderen auszeichnete, war ihr großes Engagement für sozial benachteiligte Personen und die Förderung kirchlicher Einrichtungen. Mit ihrer konservativen Haltung galt sie als Hüterin der gesellschaftlichen Moral. Jörg Kirschstein konnte für diese erste umfassende Biografie private Briefe und Tagebücher auswerten, die ungewöhnlich intime Einblicke in das kaiserliche Familienleben geben. Mit über 150 zum Teil bislang unveröffentlichten Abbildungen.

Jörg Kirschstein, geboren 1969, studierte an der Fachhochschule Potsdam Archivwesen und arbeitet seit 1999 bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, zurzeit als Kastellan des Schlosses Babelsberg. Als ausgewiesener Kenner des deutschen Kaiserhauses war Kirschstein verantwortlich für zahlreiche Ausstellungen zu diesem Thema. Zuletzt erschienen vom ihm im be.bra verlag »Das Potsdamer Stadtschloss« (2014), »Das Neue Palais in Potsdam« (2018) und »Kronprinzessin Cecilie« (2020).

Mittwoch
22.
Juni 2022
20.00 Uhr

Klaus-Rüdiger Mai
(c) Christoph Busse

 

Buchpremiere
Klaus-Rüdiger Mai
Edith Stein – Geschichte einer Ankunft. Leben und Denken der Philosophin, Märtyrerin und Heiligen

Moderation: Stephan Raabe (Konrad-Adenauer- Stiftung, Potsdam)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Zum 80. Todestag: Die Biografie einer außergewöhnlichen Frau

Am 9.8.2022 jährt sich der Todestag von Edith Stein zum achtzigsten Mal. Edith Stein starb als geborene Jüdin und konvertierte Christin im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Für ihren unermüdlichen Einsatz, Juden- und Christentum zu versöhnen, wurde sie als Teresia Benedicta vom Kreuz 1987 selig und 1998 heiliggesprochen.
Edith Stein war jedoch nicht nur Ordensfrau, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft im Konzentrationslager getötet wurde, sondern Intellektuelle. Sie studierte Philosophie, Geschichte, Germanistik und Psychologie in Göttingen und Freiburg und promovierte bei Edmund Husserl. Die Habilitation wurde ihr vier Mal aufgrund ihres Geschlechts verweigert. Ihre Habilitationsschrift, in der sie sich mit Thomas von Aquin, Husserl und Martin Heidegger auseinandersetzt, konnte erst post mortem nach dem Krieg veröffentlicht werden. Auch aufgrund der Benachteiligung, die sie am eigenen Leib erfuhr, setzte sich Edith Stein aktiv für Frauenrechte ein.
Klaus-Rüdiger Mai, Dr. phil., geb. 1963, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er verfasst historische Romane, Sachbücher, Biografien und Essays. Nach einer Geschichte des Vatikans, der Biografie von Papst Benedikt XVI, Martin Luther, Albrecht Dürer, Johannes Gutenberg und Leonardo da Vinci, wandte sich Mai vor Kurzem wieder Martin Luther zu: "Und wenn die Welt voll Teufel wäre. Martin Luther in Worms".

Eine Kooperationsveranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg)

Donnerstag
23.
Juni 2022
19.00 Uhr

André Kubiczek
(c) Susanne Schleyer

 

André Kubiczek
"Der perfekte Kuß"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Kleist Schule Potsdam | F.-Ebert-Str.17

Karten unter:
0331 / 2896730

Eintritt: 8 / 6 €

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Halle, 1986. René kommt aus den Sommerferien zurück. Noch zwei Semester an der Arbeiter- und Bauernfakultät, dann soll er zum Ökonomiestudium in die Sowjetunion. Auf all das hat René keine richtige Lust. Doch zum Glück zieht auch Rebecca, die Freundin aus Potsdamer Tagen, in die Stadt. Sie werden ein Paar. René soll ihre Eltern kennenlernen, beide Künstler, die ein Leben führen, ganz anders als das seiner Familie, weniger angepasst und ausschweifender. Rebeccas Einfluss lässt allmählich auch René an Dingen zweifeln, die bisher für ihn normal waren. Schließlich ist er sogar bereit, seine Studienpläne über den Haufen zu werfen. Veränderungen liegen ohnehin in der Luft. Doch warum ist Rebecca so schwermütig? Und warum macht sie sich so rar? Alles könnte gut sein, aber dann ist Rebecca einmal mehr verschwunden. Für René beginnt eine Zeit zwischen Hoffen und Verzweifeln, zwischen Euphorie und Verdrängung – eine Jugendliebe wie ein Vorbeben, das den Umsturz der folgenden Jahre vorwegnimmt. Ein Roman über jugendliche Zerrissenheit und große Geschichte, traurig und lustig zugleich, einfühlsam und mit wunderbarer Leichtigkeit erzählt.

ANDRÉ KUBICZEK, 1969 in Potsdam geboren, studierte Germanistik in Leipzig und Bonn. 2002 erschien sein hochgelobter Debütroman «Junge Talente», 2007 wurde er mit dem Candide-Preis ausgezeichnet. Nach «Skizze eines Sommers» (2016), «ein quicklebendiger Roman, voller Einfühlung, ohne Anbiederung» (FAZ), der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und über den «Der Freitag» schrieb: «Kubiczek gelingt etwas Atemberaubendes», folgte zuletzt «Straße der Jugend» (2020). André Kubiczek lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Sonntag
03.
Juli 2022
18.00 Uhr

Bruno Preisendörfer
(c) Susanne Schleyer

 

Lit:Potsdam
Bruno Preisendörfer: „Was uns Deutsche kulturell vereint“

Moderation: Thomas Böhm

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
www.litpotsdam.de

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Eine Reise durch Luther-, Bach-, Goethe- und Bismarckzeit nach Brandenburg und Potsdam. In diesem erkundet Preisendörfer u.a. in der Luther-Zeit, wie unser Deutsch erfunden wurde und die Bach-Zeit auf die Rolle der Musik in Deutschland einwirkte. Für die Lit:potsdam unternimmt er erstmals eine Gesamtschau aller vier Bände und fragt, was uns Deutsche kulturell verbindet.

Bruno Preisendörfer ist freischaffender Publizist und Schriftsteller mit eigener Internetzeitschrift (www.fackelkopf.de). Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a.: »Die letzte Zigarette«, »Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben« und »Die Verwandlung der Dinge. Eine Zeitreise von 1950 bis morgen«. Seine beiden Bücher »Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise in die Goethezeit« und »Als unser Deutsch erfunden wurde. Reise in die Lutherzeit« waren SPIEGEL-Bestseller. Letzteres wurde zudem mit dem NDR-Sachbuchpreis ausgezeichnet.

In Kooperation mit Lit:potsdam

Samstag
27.
August 2022
18.00 - 23.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

Rainald Grebe
(c) Gesa Simons

„Brandenburg liest“
Der lange Abend der Brandenburgischen Literatur

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 / 12 €

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Mir Rainald Grebe „Rheinland Grapefruit. Mein Leben“, Lutz Seiler „Ilse u& ich“, Lonny Neumann „Der Klang der Stille“. Steffen Schröder „Mein Sommer mit Anja“, Marianne Ludes „Ludwig Jacobs oder das verschwundenen Leben: Ein Wirtschaftspionier und Kunstmäzen“, Stephan Abarbanell „10 Uhr 50, Grunewald“ und Jan Philipp Sendker „Die Rebellin und der Dieb“

Mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH

Montag
05.
September 2022
11.30 Uhr

Kirsten Boie
(c) Indra Ohlemutz

 

Kirsten Boie
„Heul doch nicht, du lebst ja noch“

Lesung & Gespräch

Potsdam | Hermann-von-Helmholtz-Gymnasium | Kurfürstenstraße 53

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: frei (interne Schulveranstaltung)

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„Für all das findet Boie einen meisterlichen Ton, der die Dinge beim Namen nennt und doch nicht grell ausstellt, der inmitten all der Schrecken sogar geradezu zart sein kann, wenn die Perspektive der Protagonisten das verlangt." FAZ

Hamburg, Juni 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob. Der nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buchs, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind. Und für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk, das Bundesverdienstkreuz und die Hamburger Ehrenbürgerwürde.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg) und dem Freundeskreis des Helmholtz-Gymnasiums.

Dienstag
06.
September 2022
11.00 Uhr

Kirsten Boie
(c) Indra Ohlemutz

 

Kirsten Boie
„Heul doch nicht, du lebst ja noch“

Lesung & Gespräch

Zossen | GESCHWISTER-SCHOLL-SCHULE ZOSSEN | Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe | Zum Königsgraben 10,

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: frei (interne Schulveranstaltung)

RESERVIEREN

„Für all das findet Boie einen meisterlichen Ton, der die Dinge beim Namen nennt und doch nicht grell ausstellt, der inmitten all der Schrecken sogar geradezu zart sein kann, wenn die Perspektive der Protagonisten das verlangt." FAZ

Hamburg, Juni 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. Mittendrin leben Traute, Hermann und Jakob. Der nennt sich allerdings Friedrich, denn niemand soll erfahren, dass er Jude ist. Als Hermann ihm dennoch auf die Spur kommt, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben. Schuld, Wahrheit, Angst und Wut sind die zentralen Themen dieses Buchs, dessen jugendliche Hauptfiguren durch die Schrecken des Krieges und der Naziherrschaft miteinander verbunden sind. Und für die es doch immer wieder Lichtblicke gibt.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk, das Bundesverdienstkreuz und die Hamburger Ehrenbürgerwürde.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg).

Donnerstag
22.
September 2022
20.00 Uhr

Moritz Führmann
(c) Nils Schwarz

 

Moritz Führmann liest aus „Vernichten“ von Michel Huellebeque

Übersetzung Stephan Kleiner und Bernd Wilczek

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 / 12 €

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Die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Liebe, das komplexe Zusammenspiel von Gesellschaft und Politik und die weitreichende, oftmals kaum wahrnehmbare Verknüpfung von Politischem und Privatem – das sind die Themen des neuen Romans von Michel Houellebecq, dem großen Visionär der französischen Literatur.

Kurz vor den französischen Präsidentschaftswahlen 2027 taucht im Netz ein Video auf, das die Hinrichtung des möglichen Kandidaten Bruno Juge zu zeigen scheint. Paul Raison ist Absolvent einer Elitehochschule und arbeitet als Spitzenbeamter im Wirtschaftsministerium. Als Mitarbeiter und Vertrautem Juges fällt ihm die Aufgabe zu, die Urheber des Videos ausfindig zu machen. Im Laufe seiner Nachforschungen kommt es zu einer Serie mysteriöser terroristischer Anschläge, zwischen denen kein Zusammenhang zu erkennen ist. Aber nicht nur die Arbeit, auch das Privatleben von Paul Raison ist alles andere als einfach. Er und seine Frau Prudence leben zwar noch zusammen, aber sie teilen nichts mehr miteinander. Selbst die Fächer im Kühlschrank sind getrennt. Während Juge um seine Kandidatur kämpft, kann Paul entscheidende Hinweise für die Aufklärung der Anschläge liefern. Doch letztlich verliert Juge gegen einen volksnahen ehemaligen Fernsehmoderator, und die Erkenntnisse aus Pauls Recherche sind nicht minder niederschmetternd für die Politik des Landes.
Als Paul von seiner Arbeit freigestellt wird, kommt es zu einer Annäherung zwischen ihm und seiner Frau und die beiden finden wieder zueinander. Ein unerwartetes, wenn auch fragiles Glück …
Michel Houellebecq, 1958 geboren, gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Für den Roman ›Karte und Gebiet‹ (2011) erhielt er den Prix Goncourt. Sein Roman ›Unterwerfung‹ (2015) stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und wurde mit großem Erfolg für die Theaterbühne adaptiert und verfilmt. Zuletzt erschien der Essayband ›Ein bisschen schlechter‹ (2020).

Moritz Führmann wuchs in Vellmar auf. Im Jahr 2004 schloss er ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ab. Von 2004 bis 2009 war er festes Ensemblemitglied am Hans Otto Theater in Potsdam. 2009 wechselte er ans Düsseldorfer Schauspielhaus. Außerdem war er in der ZDF-Serie SOKO Leipzig sowie im Tatort zu sehen. Ab 2015 wirkte er in der Krimireihe Harter Brocken mit. Moritz Führmann ist verheiratet mit Anna Schudt und lebt mit den beiden gemeinsamen Söhnen sowie Schudts erstem Sohn in Düsseldorf.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist und die Agentur Mathis Vaulerin-Lacroutz INTERTALENT.

Montag
10.
Oktober 2022
20.00 Uhr

Christiane Hoffmann
(c) Ekko von Schwichow

 

Lesung und Gespräch
Christiane Hoffmann
„Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“
ZU FUSS AUF DEM FLUCHTWEG MEINES VATERS

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Zu Fuß? Zu Fuß. Allein? Allein. Am 22. Januar 2020 macht sich Christiane Hoffmann in einem Dorf in Niederschlesien auf den Weg. Sie läuft 550 Kilometer nach Westen, es ist der Weg, auf dem ihr Vater im Winter 1945 vor der Roten Armee geflohen ist. Die Flucht prägt das Leben des damals Neunjährigen, es bleibt, wie bei so vielen Familien, eine Wunde. Nach dem Tod des Vaters kehrt die Tochter nach Rosenthal zurück, das jetzt Rózyna heißt. Sie sucht nach der Geschichte und ihren Narben.
Deutschland in den 1970er Jahren. Unter dem Tisch sitzen die Kinder. Oben seufzen die Erwachsenen, essen Schnittchen und reden über die verlorene Heimat. Sie übertragen ihre Verletzungen und Alpträume auf die nächste Generation. Was bleibt heute vom Fluchtschicksal? Wie gehen die Familien, wie gehen die Gesellschaften, Deutsche, Polen und Tschechen damit um? Auf ihrer Wanderung sucht Christiane Hoffmann nach der Gegenwart der Vergangenheit. Sie kämpft sich durch Hagelstürme und sumpfige Wälder. Sie sitzt in Kirchen, Küchen und guten Stuben. Sie führt Gespräche – mit anderen Menschen und mit sich selbst. Ihr Buch überführt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ins 21. Jahrhundert und mahnt an die Schrecken des Krieges, es verschränkt die Familiengeschichte mit der Historie, Zeitzeugenberichte mit Begegnungen auf ihrem Weg. Doch es ist vor allem ein sehr persönliches Buch, geschrieben in einer literarischen Sprache, eine Suche nach dem Vater und seiner Geschichte, nach dem, was er verdrängte, um zu überleben.

Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Hoffmann studierte Slawistik, osteuropäische Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. Sie arbeitete fast 20 Jahre für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und berichtete als Auslandskorrespondentin aus Moskau und Teheran. Anfang 2013 wechselte sie als stellvertretende Leiterin ins Hauptstadtbüro des «Spiegel». Seit 2018 war sie dort Autorin und häufiger Gast in Rundfunk und Fernsehen. Hoffmann ist die Tochter zweier Flüchtlingskinder. Ihre Vorfahren väterlicherseits stammen aus Schlesien, die Familie ihrer Mutter aus Ostpreußen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Politisches Bildungsforum Brandenburg

Sonntag
16.
Oktober 2022
11.00 Uhr

Dagmar von Gersdorff
(c) Rüdiger von Treskow

 

Matinee in der Villa Quandt
Dagmar von Gersdorff
„Die Schwiegertochter. Das Leben der Ottilie von Goethe“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Für ihren Schwiegervater, den Dichter und Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe, war sie unentbehrlich: Ottilie von Goethe, eine geb. von Pogwisch aus schleswig-holsteinischem Uradel, war eine der unkonventionellsten, faszinierendsten, auch umstrittensten Frauen ihrer Zeit.
Obwohl ihre adelsstolzen Verwandten die Ehe mit August, dem unehelich geborenen Sohn des Dichters, nicht billigten, kam die Heirat zustande. Ottilie hatte dabei hauptsächlich ein Ziel: Goethes Schwiegertochter zu werden.
Die Ehe mit August erwies sich als problematisch, Ottilie suchte Trost in diversen Liebschaften. Doch ihre Heiterkeit, Intelligenz und Hilfsbereitschaft machten sie ihrem Schwiegervater bald unersetzlich. Nach Augusts frühem Tod sah Ottilie in der Sorge für Goethe und sein Werk ihre Lebensaufgabe. Und er förderte die geistigen Interessen der Mutter seiner drei Enkelkinder Walther, Wolfgang und Alma. Ottilie schrieb auch selbst, dichtete und gründete die Zeitschrift Chaos. Goethes letzte Worte gehörten Ottilie.
Dagmar von Gersdorff zeichnet das Bild einer geistreichen, liebeshungrigen, unkonventionellen Frau. Nach Goethes Tod musste sich Ottilie neu erfinden. Sie führte ein unstetes Leben zwischen Weimar, Wien und Italien. Den geistigen Größen ihrer Zeit durch Freundschaften verbunden, genoss sie, nicht nur als »Goethes Schwiegertochter«, bis zuletzt hohes Ansehen.
»Gerdorff gelingt es, in dieser Studie zwei zentrale Aspekte der Biographie Ottilies überzeugend zu verschränken. ... Eine neue Sicht, die Ottilie gleichzeitig – aus heutiger Sicht – als modern erscheinen lässt.«
Manfred Osten, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Dagmar von Gersdorff, geb. von Forell, stammt aus Trier/Mosel. Sie lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und Biographin in Berlin. Bekannt wurde sie durch ihre Biographien über bedeutende literarische und historische Persönlichkeiten: Marie Luise Kaschnitz, Bettina und Achim von Arnim, Goethes Mutter, Caroline von Günderrode, Goethes Enkel, Prinz Wilhelm von Preußen und Elisa Radziwill, Caroline von Humboldt. Ihr Werk wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Sonntag
13.
November 2022
11.00 Uhr

Jutta Hoffmann
(c) Joachim Gern

 

Matinee in der Villa Quandt
Jutta Hoffmann „Mit Arnim spazieren. Schloß Wiepersdorf – Poesie eines Dichterortes“

Einführung: Katja Stahl (Herausgeberin)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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25 Dichter der Gegenwart lassen sich von der Aura des romantischen Dichterorts Schloss Wiepersdorf und seiner Umgebung zu eigenen Schöpfungen inspirieren. Schloss Wiepersdorf wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch Bettina und Achim von Arnim zu einem Refugium der Romantik, zu einem Ort literarischer und künstlerischer Tradition. In der Zeit der DDR wurde an diese literarische Tradition angeknüpft und nach der Wende auf neue Weise mit Stipendiaten aller künstlerischer Genres weitergeführt. Katja Stahl hat eine Anthologie mit Gedichten von Stipendiaten aus dem Zeitraum von 1992 bis 2018 zusammengestellt: Wie spiegelt sich in ihnen die Begegnung mit dem romantischen Künstlerort Wiepersdorf, wie ist die Aura des Ortes erspürt worden? 25 Autoren der Gegenwart vermitteln ein Kaleidoskop ihrer Eindrücke des einstigen Arnim’schen Besitzes, seiner Geschichte und seiner Umgebung.

Jutta Hoffmann, geboren 1941, zählt zu den beliebtesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie durch die Fallada-Verfilmung »Kleiner Mann – was nun?«. Mit großem Erfolg arbeitete sie u.a. an Münchner, Hamburger und Salzburger Bühnen. 2017 wurde sie für ihre Rolle in dem Fernsehfilm »Ein Teil von uns« mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet.

Katja Stahl studierte Literaturwissenschaft und Geschichte in Darmstadt. 2010 veröffentlichte sie das Buch „Hier war die Luft einmal lateinisch“ über den Dichter Karl Krolow. Sie lebt seit 2014 im Niederen Fläming.

In Kooperation mit dem Freundeskreis Schloss Wieperdsorf e.V.