Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Montag
27.
Mai 2019
19.00 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler „Die Gleichung des Lebens.“

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
Telefon: 0355/3806024

Eintritt: 10 / 8 €

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Eine Veranstaltung des Lernzentrums Cottbus, des Brandenburgischen Literaturbüros und der Lausitzer Rundschau

Samstag
01.
Juni 2019
15.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation Peter Böthig

Neuruppin | Altes Gymnasium | Am Alten Gymnasium 1-3

Karten unter:
03391-6598198

Eintritt: 7 / 4 €

RESERVIEREN

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Mittwoch
05.
Juni 2019
20.00 Uhr

Jörg Hartmann
(c) Maximilian Bühn

Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

RESERVIEREN

In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. „Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster“, teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht.“ (Nürnberger Nachrichten)
Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994–96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996–99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999–2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie „Weissensee“, „Bella Block“, „Der blinde Fleck“, „Homeland“, „Wilde Maus“ und in diversen „Tatort“-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist.

Dienstag
11.
Juni 2019
19.00 Uhr

Marcus Huth
(c) Carla Bonnet

Markus Huth "Mit 80 Viechern um die Welt: Als Tiersitter auf Reisen"

Vortrag und Bilder

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Straße 4

Karten unter:
03385-510232

Eintritt: 7 €

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Die ganze Welt sehen, ohne dafür zu bezahlen - was könnte schöner sein? In einem Backpacker-Hostel erfährt Tierfreund Markus Huth von einer anderen Art des Reisens: Überall auf der Erde suchen Menschen Tiersitter, die auf ihre Häuser und Haustiere aufpassen, während sie selbst in den Urlaub fahren. Andere brauchen Freiwillige, die sich gegen Kost und Logis auf Farmen um Tiere kümmern. Bald striegelt Markus Huth Westernpferde auf einer bulgarischen Ranch, füttert halbzahme Kängurus auf einer australischen Insel und kümmert sich auf einer Finca auf La Gomera um die launischste Katze der Welt. Am Ende seiner Reise ist sein Leben längst nicht mehr so, wie es einmal war

Markus Huth (Jahrgang 1982) ist Autor, Fotograf und Chefredakteur des Reportage-Magazins WELTSEHER. Er macht Reportagen, Feature, Porträts und Interviews in Wort und Bild für renommierte Print- und Onlinemedien wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung oder Spiegel Online. Sein Interesse liegt auf Lebenswelten und Schicksalen rund um den Globus.

Montag
17.
Juni 2019
20.00 Uhr

Sven Stricker
(c) Hanna Lippmann

Sven Stricker „Sörensen fängt Feuer“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Humor, Spannung und psychologischer Scharfsinn – auch Sörensens zweiter Fall ist Krimikost vom Allerfeinsten.
Es ist kurz vor Weihnachten. Und ausgerechnet jetzt passiert etwas Schlimmes im sonst so öden Katenbüll. Dem jungen Ole Kellinghusen läuft mitten in der Nacht eine junge Frau vors Auto: blind, abgemagert, trotz der eisigen Kälte im viel zu dünnen Nachthemd. Jette sagt nicht, wo sie herkommt, sie nennt keinen Nachnamen. Als Kriminalkommissar Sörensen endlich die Adresse herausfindet, ist der Vater der jungen Frau bereits tot: Er liegt im Wohnzimmer, im Rücken siebzehn Messerstiche. Sörensen muss sich nicht nur mit religiösem Fanatismus befassen, sondern auch mit seinen eigenen Dämonen, denn er hat kürzlich die Medikamente gegen seine Angststörung abgesetzt ...
Sven Stricker wurde 1970 geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis, unter anderem 2009 für seine Hörspielbearbeitung und Regie des Romans „Herr Lehmann“ von Sven Regener. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter. Für seinen ersten Krimi „Sörensen hat Angst“ wurde Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert.

Sonntag
04.
August 2019
18.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

"Golzozower Literatursommer" aus Anlaß der 800 Jahrfeier von Golzow
"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Golzow | (14778) | Golzower Kirche

Karten unter:
0170-34 88 113

Eintritt: 12 / 10 €

RESERVIEREN

Weitere Autoren sind Nell Zink "Virginia" (16 Uhr) sowie Rainald Grebe und Tilla Kratochwil mit "Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Donnerstag
08.
August 2019
20.00 Uhr

Lothar Müller
(c) Regina Schmeken

Lothar Müller
„Freuds Dinge: Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter“

Lesung und Gespräch
Moderation Judith Schalansky

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Das Unbewusste von Freuds Patienten war bevölkert mit den Requisiten des bürgerlichen Alltags und Interieurs. In ihren Träumen und Fehlhandlungen regiert die »Tücke des Objekts«, die damals sprichwörtlich wurde. So sind Freuds Schriften nicht nur eine Aufdeckung des Verdrängten oder Verdichteten, der Lektüre im Unbewussten, sondern zugleich ein Kompendium der Dingwelt des 19. Jahrhunderts, vom Regenschirm bis zu den Schreibgeräten. Das Unheimliche und das Harmlose begegnen sich an dieser Schnittstelle.

Wer sich in die Fallgeschichten Sigmund Freuds vertieft, der versteht: Das nebenher Gesagte, das belanglose Detail ist das Entscheidende. Da taucht zum Beispiel die »Apollokerze« auf, das Erfolgsprodukt der Wiener »Apollogesellschaft«, die in dem im Jahr 1839 bankrottgegangenen Etablissement »Apollosäle« ihren Firmensitz hatte: industriell gefertigte Stearin-Kerzen, die reißenden Absatz fanden, weil ihr Docht nicht nachgeschnitten werden musste. Und: Sie bevölkern das Unbewusste unbescholtener Fräuleins, kommen auf Freuds Couch zur Sprache.

Die Psychoanalyse ist eine archäologische Unternehmung, sie gräbt im Unbewussten, im Verborgenen nach Scherben und Fragmenten. Aber sie gräbt nicht Rom aus, sondern die Gegenwart. Die Apollokerzen gingen aus der Einwanderung der antiken Götter und Heroen in den bürgerlichen Alltag hervor. Kein Telegrafenamt ohne Atlas mit der Weltkugel, keine Glühbirnen ohne Lichtgötter, kein Transportunternehmen ohne Merkur, kein Kaminsims ohne Venus von Medici. Die frühe Psychoanalyse folgt dem Gesetz, nach dem die Kerzenfabrikanten, die Vergnügungsbranche oder die Industrie ihre Waren benennen. Und wie die Apollokerzen in der Dingwelt kursierte der »Ödipuskomplex« bald in der Alltagssprache.

Lothar Müller (geb. 1954) ist Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler, Journalist und Autor. Er ist Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin, Preisträger des Alfred-Kerr-Preises (2000), des Johann-Heinrich-Merck-Preises (2008) und des Berliner Preises für Literaturkritik (2013) sowie Autor zahlreicher Bücher (zuletzt: Weiße Magie. Die Epoche des Papiers, 2012, Hanser). Seit 2010 ist er Honorarprofessor an der HU Berlin.


Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller »Atlas der abgelegenen Inseln« sowie der Roman »Der Hals der Giraffe«, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der »Naturkunden« und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Montag
12.
August 2019
19.00 Uhr

H.M. van den Brink
(c) privat

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Eröffnung der Lesereihe
H.M. van den Brink
„Ein Leben nach Maß“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Helga Beuningen

Moderation: Katharina Borchardt
Einführung: Katarzyna Zorn
Grußwort: Katrin Konst (Botschaft des Königreichs der Niederlande)

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustraße 17

Karten unter:
0331-2800452

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Was wir gewinnen, was wir verlieren. H.M. van den Brink erzählt eine Geschichte vom Wandel der Zeit. Kollege Karl ist ein mustergültiger Eichbeamter: Zuverlässigkeit, Prinzipientreue und unverrückbare Maßstäbe sind seine berufl iche Richtschnur. Sein Privatleben ist immer ein Geheimnis geblieben. Und ausgerechnet zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand taucht er nicht auf… Der Erzähler, der die Abschiedsrede schreibt, und sein Kollege Karl haben Gaszähler, Thermometer und die Waagen der Einzelhändler justiert – bis die elektronische Waage Einzug hielt. Bis der Supermarkt an die Stelle des Tante-Emma-Ladens trat. Einer aber versuchte, dem Wandel bis zuletzt Widerstand zu leisten: Kollege Karl. Eine Geschichte vom Wandel der Zeiten, nicht nur in den Niederlanden – literarisch meisterhaft erzählt.

H.M. van den Brink, 1956 in Oegstgeest geboren, ist ein niederländischer Journalist und Schriftsteller. Bei Hanser erschien 2000 seine Novelle „Über das Wasser“, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Katharina Borchardt ist Literaturredakteurin und Moderatorin bei SWR2 sowie freie Kritikerin. Sie hat Philosophie und Germanistik studiert. Einen Teil ihres Studiums verbrachte sie in Amsterdam. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit niederländischer und flämischer Literatur.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Mittwoch
21.
August 2019
18.00 Uhr

Paula Fürstenberg
(c) Dirk Skiba

Ein Schulhausroman. Mit Paula Fürstenberg und Andreas Sauter sowie Schülern aus Potsdam und Nauen

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: Eintritt frei

RESERVIEREN

Der Schulhausroman kommt nach Brandenburg: Das Schweizer Bildungsprojekt bringt erstmals Oberschüler aus Potsdam und Nauen mit „echten“ Schriftstellern zusammen, um gemeinsam einen Roman zu schreiben. Die Potsdamer Autorin Paula Fürstenberg und der Schweizer Theaterautor Andreas Sauter arbeiteten mit den Achtklässlern acht Wochen lang intensiv an den Geschichten. Was entstanden ist, liegt als gedrucktes Buch vor und wird an diesem Abend von den Schülern präsentiert.

Andreas Sauter


Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüro. Das Projekt wurde unterstützt durch das Kunsthaus Strodehne e.V., die Landeshauptstadt Potsdam, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Samstag
24.
August 2019
18.00 Uhr

Daniel Kehlmann
(c) Beowulf Sheehan

25 Jahre Brandenburgisches Literaturbüro

Ein Abend für die Literatur

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.reservix.de
oder: Reservix: 01806 700 733

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Mit Paula Carstensen, Christian Brückner, Lutz Seiler, Daniel Kehlmann und Bernhard Robben.
Grußwort Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Das Brandenburgische Literaturbüro wird 25 Jahre alt. Grund genug, sich bei allen Gästen, Freunden und Förderern, die die Entwicklung unseres Büros begleitet haben, mit einem literarischen Abend zu bedanken. Wir freuen uns, Ihnen mit Daniel Kehlmann und Lutz Seiler zwei herausragende Romanautoren präsentieren zu können.

Für die Bewirtung danken wir dem Restaurant Mövenpick "Historische Mühle"

Land Brandenburg
Lotto Brandenburg
Mövenpick
Waschhaus

Donnerstag
29.
August 2019
19.30 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Premnitz | Villa am See | Mozartstraße 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
01.
September 2019
11.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Mittwoch
04.
September 2019
19.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Frankfurt/Oder | Kleist-Museum | Faberstr.6-7

Karten unter:
0335-38722130
oder: kasse@kleist-museum.de

Eintritt: 6 / 4 €

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Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Kleist-Museum.

Donnerstag
05.
September 2019
19.30 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Bibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Donnerstag
19.
September 2019
19.00 Uhr

Stephan Orth

Literaturgespräche Premnitz/Rathenow
Stephan Orth "Couchsurfing in China: Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht"

Vortrag

Rathenow | Bibliothek Rathenow | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 7 €

RESERVIEREN

Wie ticken die Menschen in China? Drei Monate lang erkundet Couchsurfer Stephan Orth das Reich der Mitte: vom Spielerparadies Macau im Süden bis nach Dandong an der Grenze zu Nordkorea, von Shanghai bis in die Krisenprovinz Xinjiang. Er besucht Hightech-Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Willkommensessen der Hund geschlachtet wird. Er wird als Gast einer Live-Fernsehshow zensiert und tritt fast einer verbotenen Sekte bei. Dabei wird immer deutlicher, wie sich das Leben hinter den Kulissen der neuen Supermacht gestaltet, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen: Und plötzlich wirkt das schwer durchschaubare China viel weniger fremd, als man vermutet hätte.

Stephan Orth, Jahrgang 1979, arbeitete von 2008 bis 2016 als Redakteur bei Spiegel Online, bevor er sich als Autor selbständig machte. Seine größten Erfolge waren die Bestseller "Couchsurfing im Iran" und "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt". Besitzt fünf Rucksäcke, vier Schlafsäcke und drei Zelte, aber keinen Rollkoffer.

Sonntag
22.
September 2019
11.00 Uhr

Klaus-Ruediger Mai
(c) Christoph Busse

Matinee in der Villa Quandt
Klaus-Rüdiger Mai
"Leonardos Geheimnis. Die Biographie eines Universalgenies"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Leonardo da Vinci gilt als das Urbild des Universalgenies der Renaissance, als der große Magier, der erste Naturwissenschaftler, der geniale Künstler. Er war eine Ausnahmeerscheinung in einer Zeit voller Ausnahmeerscheinungen. Und Leonardos Leben bleibt wie das Lächeln der Mona Lisa geheimnisvoll. Es entzieht sich, wenn man sich ihm nähern will. Also muss man neue Wege wählen, um ihm nachzuspüren. Der Renaissance-Experte Klaus-Rüdiger Mai folgt dem Universalgenie auf bisher unbekannten Wegen. Er entdeckt einen Menschen, der wie wenige andere für seine Zeit steht und doch seiner Zeit weit voraus war.
Im Florenz der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aufgewachsen, beeinflusst Leonardo da Vinci der ungeheure geistige, philosophische, künstlerische und technische Aufschwung, den die Stadt erlebt. Obwohl mit den Mitgliedern der Platonischen Akademie verbandelt, schlägt Leonardo einen anderen, neuen Weg des Denkens und Forschens ein. Er will der Natur ihre Geheimnisse entlocken. Er überwindet den Neuplatonismus der Renaissance und wird, wenn man so will, zum ersten modernen Naturforscher Europas.

Klaus-Rüdiger Mai, Dr. phil., Jahrgang 1963, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er verfasst historische Romane, Sachbücher und Biographien. Nach Martin Luther, Albrecht Dürer, Johannes Gutenberg und der Musikerdynastie der Bachs wendet sich der inzwischen weithin bekannte Kenner der europäischen Geschichte nun Leonardo da Vinci zu.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Mittwoch
25.
September 2019
13.30 Uhr

Reiner Stach
(c) C.Breitinger

Lausitzer LesART
Rainer Stach: "Kafkas Universum"

Vortrag und Gespräch
Moderation: Kathrin Verzino

Cottbus | Lernzentrum | Berliner Str.14

Karten unter:
0355 / 38060-15

Eintritt: 10 / 8 €

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Reiner Stach hat mit seiner Kafka-Biographie die Möglichkeiten der literarischen Biographie neu ausgelotet. International gilt sie längst als die definitive Biographie Kafkas. Ergänzt hat Reiner Stach sein Opus magnum nun um den Dokumentationsband »Kafka von Tag zu Tag«. Basierend auf Stachs jahrzehntelangen Forschungen erlebt man als Leser, was Tag für Tag in Kafkas Leben geschah: in seiner Familie, seinem Freundeskreis bis hin zu weltpolitischen Ereignissen seiner Zeit. Ein einzigartiges Dokument, das eine schier unendliche Fülle an Material übersichtlich und beeindruckend ordnet und so das Leben und die Zeit des großen Autors unmittelbar erfahrbar macht.

Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Lernzentrums Cottbus und der Lausitzer Rundschau.

Donnerstag
26.
September 2019
19.30 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Pauline de Bok
„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens

Moderation: Katarzyna Zorn

Luckenwalde | Bibliothek im Bahnhof | Bahnhofsplatz 5

Karten unter:
03371-403340

Eintritt: 8 / 6 €

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Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf) in Amsterdam und Mecklenburg. Für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
10.
Oktober 2019
20.00 Uhr

Tommy Wieringay
(c) Peter-Andreas Hassiepen

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Tommy Wieringa
„Santa Rita“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Moderation: Knut Elstermann

Wilhelmshorst | Peter-Huchel-Haus | Hubertusweg 41

Karten unter:
033205-62963

Eintritt: 8 / 6 €

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Stadt, Land, Schluss. Zeit seines Lebens hat Paul Krüzen mit seinem Vater auf dem Hof an der deutsch-niederländischen Grenze gewohnt. Seinen Handel hat er nach und nach von Trödel auf Militaria umgestellt und verdient auch an den Neonazis. Als sein einziger Freund Hedwiges eines Nachts in seinem Haus brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt wird, hat Paul sofort den Besitzer des Bordells jenseits der Grenze im Verdacht. Tommy Wieringas mitreißender Roman zeichnet das Schicksal der Verlierer in den abgehängten Gebieten mit großer Empathie nach: Was der jahrzehntelange Stillstand aus den Menschen macht und wie Angst und Zweifel plötzlich in Wut und Hass umschlagen.

Tommy Wieringa, 1967 geboren, ist einer der erfolgreichsten niederländischen Schriftsteller. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Reisereportagen. Bei Hanser erschienen die Romane „Joe Speedboat. Keine Zeit für Helden“ (2006), „Der verlorene Sohn“ (2010), „Eine schöne junge
Frau“ (2015) und „Dies sind die Namen“ (2016). Für „Santa Rita“ (erscheint im Herbst 2019) erhielt er den BookSpot Literaturpreis sowohl in der Kategorie der Kritiker als auch der Leser. Tommy Wieringa lebt in der Nähe von Amsterdam.

Knut Elstermann, geb. 1960 in Ostberlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für ARD-Hörfunk und -Fernsehen sowie für 3sat, ARTE und N24. Bekannt durch seine Filmtipps bei radioeins und Literatursendungen. Er ist Autor mehrerer Bücher.Zuletzt erschienen „Meine Winsstraße“ und „Dagmar Manzel: Menschenskind“.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Dienstag
22.
Oktober 2019

Jachina Gusel

Literaturgeschpräche Premnitz-Rathenow
Gusel Jachina „Wolgakinder“.

Die Schauspielerin Jennipher Antoni liest den deutschen Text.
Lesung und Gespräch.
Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385-510232

Eintritt: 7 €

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In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen. Klara wird von marodierenden Banditen vergewaltigt. Als sie die Geburt des Kindes nicht überlebt, verliert Jakob Bach für immer die Sprache. Doch wie soll er, stumm und ganz allein, für seine gerade geborene Tochter sorgen? Gusel Jachinas großer Roman erzählt am Schicksal berührender Figuren die Geschichte der Wolgadeutschen.

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“, bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

Samstag
26.
Oktober 2019
19.30 Uhr

Jörg Hartmann
(c) Maximilian Bühn

Textlandschaften Zossen/Wünsdorf
Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
033702-60815
oder: 03377-3040477

Eintritt: 12 / 10 €

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In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. „Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster“, teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht.“ (Nürnberger Nachrichten)
Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994–96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996–99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999–2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie „Weissensee“, „Bella Block“, „Der blinde Fleck“, „Homeland“, „Wilde Maus“ und in diversen „Tatort“-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist.

Donnerstag
07.
November 2019
19.00 Uhr

Lot Vekemans
(c) Merlin-Daleman

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Lot Vekemans
„Ein Brautkleid aus Warschau“

Übersetzt aus dem Niederländischen von
Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Szenische Lesung:
Dominika Otlewska-Dräger
Moderation:
Katarzyna Zorn

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 8 / 6 €

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Marlena, Mitte zwanzig, wohnt in Polen auf dem platten Land und ist zum Kummer ihrer Mutter noch immer nicht verheiratet. Dann verliebt sie sich plötzlich bis über beide Ohren in einen Amerikaner, der als Journalist über die Zeit nach dem Kommunismus berichtet.Marlena hat das Glück, zu lieben und geliebt zu werden, aber sie weiß es nicht, oder wenigstens: Sie kann es nicht glauben. Und so ähnlich geht es ihrem Geliebten auch, der schließlich nach Amerika zurückkehrt. Dass sie ein Kind erwartet, wird er nie erfahren. Ein melancholischer Schleier scheint über Marlenas Leben
zu liegen; stets bricht etwas entzwei, ohne dass es eigentlich eine Schuld gibt oder gar einen Schuldigen. Alle sind schuldlos Schuldige: Liebende, die tragisch verkettet sind in Verhältnisse, die sie nicht durchschauen. Lot Vekemans erzählt aus drei Perspektiven über das Verlangen, seinem Leben eine Richtung zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man es wirklich wagt. Ihre Charaktere, Marlena, drei
Männer und ein Junge, gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.

Lot Vekemans, geboren 1965, studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Ihre Theaterstücke wurden in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und sind vielfach preisgekrönt. Ihr Stück „Gift“ feiert derzeit in Deutschland Triumphe. „Ein Brautkleid aus Warschau“ ist ihr Romandebüt.

Dominika Otlewska-Dräger, geb. 1981 in Polen, studierte „European Master in Intercultural Education“ an der FU Berlin, Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und schloss die Schauspielausbildung an der Schauspielschule für Theater und Film Reduta-Berlin ab. Sie betreute internationale Theaterprojekte, Festivals und Ausstellungen. Zur Zeit ist sie Doktorantin an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
10.
November 2019
11.00 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Matinee in der Villa Quandt
Moderation: Jan Konst

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Montag
11.
November 2019
19.30 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Moderation: Jan Konst

Zossen | Neues Leben im Alten Haus | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Freitag
15.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Oranienburg | Stadtbibliothek Oranienburg | Schloßplatz 2

Karten unter:
03301 / 600-8660
oder: stadtbibliothek@oranienburg.de

Eintritt: frei

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
21.
November 2019
20.00 Uhr

Thea Dorn, Juli Zeh
Rüdiger Safranski (c) Peter-Andreas Hassiepen

Zeh&Dorn
Gespräche zur Zeit

Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe.
Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.
Zu Gast: Rüdiger Safranski

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
01806 700 733
oder: www.reservix.de

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Geb.

Ein offener Blick auf die gesellschaftlichen Brüche spätestens seit 2015 zeigt auch eine Verunsicherung und Spaltung des Kulturbetriebs, die sich in zahllosen Petitionen und gegenseitigen Verdächtigungen äußert. Wir wollen mit unserer neuen Reihe unterschiedlichen Positionen einen Gesprächsraum geben. Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.

Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Seit 1985 ist er als freier Autor tätig, dessen Werke mittlerweile in 26 Sprachen übersetzt sind. Gemeinsam mit Peter Sloterdijk war er Gastgeber des »Philosophischen Quartetts« im ZDF. Er wurde mit dem Friedrich-Märker-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik und dem Friedrich-Nietzsche-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Waschhaus Potsdam mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Dienstag
26.
November 2019
19.00 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Pauline de Bok
„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens

Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Stadtbibliothek | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03371-403340

Eintritt: 7 €

RESERVIEREN

Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf) in Amsterdam und Mecklenburg. Für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
28.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542 / 873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
19.
Januar 2020
11.00 Uhr

Heike B. Görtemaker
(c) Blumrich

Heike B. Görtemaker "Hitlers Hofstaat: Der innere Kreis im Dritten Reich und danach"

Lesung und Gespräch, Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Wer gehörte zum innersten Kreis um Hitler? Welche Funktion erfüllte dieser Hofstaat? Und wie beeinflusste er das Geschichtsbild nach 1945? Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen erforscht Heike Görtemaker Hitlers privates Umfeld und zeigt, wie sein Kreis ihn zu dem machte, der er war. Ihr Buch rückt bis in die nächste Nähe zu Hitler vor und ist zugleich eine brillante Dekonstruktion des Führermythos.

"Wenn Sie abziehen, was Politik an ihm ist, bleibt wenig oder nichts", urteilte Ian Kershaw über Hitler, und Joachim Fest behauptete: "Ein Privatleben hatte er nicht." Für Alan Bullock war der "Führer" ein "Entwurzelter ohne Heim und Familie". Doch damit gingen seine Biographen der Selbstinszenierung Hitlers auf den Leim. Sein innerer Kreis, die Berghof-Gesellschaft, war sein privater Rückzugsraum. Doch der Hofstaat war mehr als das. Er gab Hitler erst den nötigen Rückhalt, um die Rolle des "Führers" überhaupt ausfüllen zu können. Er produzierte Vertrauensleute, die Hitler politisch nutzen konnte. Und er stellte eine verschworene Gemeinschaft dar, deren kleinster gemeinsamer Nenner im Antisemitismus bestand.
Heike Görtemaker leistet in diesem Buch Pionierarbeit: Sie erschließt zahlreiche bisher unbekannte Quellen, stellt neue Fragen an das alte Material und erforscht erstmals auch den "Kreis ohne Führer", die Vernetzung des inneren Zirkels nach 1945.

Heike B. Görtemaker ist Historikerin und Publizistin und wurde durch ihr Buch über Eva Braun, das in 18 Sprachen übersetzt wurde, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem ist sie regelmäßig im Fernsehen zu sehen.