Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Montag
21.
Oktober 2019
19.00 Uhr

Gusel Jachina
(c) BASSO CANNARSA

 

Lausitzer LesART:
Gusel Jachina „Wolgakinder“.

Die Schauspielerin Jennipher Antoni liest den deutschen Text.
Moderation: Katarzyna Zorn

Cottbus | LERNZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek, Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 8 / 6 €

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In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen. Klara wird von marodierenden Banditen vergewaltigt. Als sie die Geburt des Kindes nicht überlebt, verliert Jakob Bach für immer die Sprache. Doch wie soll er, stumm und ganz allein, für seine gerade geborene Tochter sorgen?
Gusel Jachinas großer Roman erzählt am Schicksal berührender Figuren die Geschichte der Wolgadeutschen.Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“, bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

Eine Veranstaltung der Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus und Brandenburgischen Literaturbüros. MIt freundlicher Unterstützung der Lausitzer Rundschau und des Fördervereins „Bibliothek und Lesen“ e.V.

Montag
21.
Oktober 2019
19.00 Uhr

Rita König
(c) privat

 

Rita König
"Fast schon ein ganzes Leben“

Lesung

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustraße 17

Karten unter:
0331-2800452

Eintritt: 5 €

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Birgit und Paul gehen nach dem Studium in eine brandenburgische Kleinstadt. Sie lieben sich, bekommen ein Kind, und alles könnte ein nicht endender Traum sein. Aber während Paul versucht, Birgit auch tagsüber auf Händen zu tragen, träumt Birgit von ganz realen Dingen: zum Beispiel von einem Urlaub am Balaton.
Eine Liebesgeschichte, die in den späten 1970ern beginnt, mit dem Mauerfall und neuen Aufstiegschancen für Paul einen Höhenflug erlebt und wenige Jahre später jäh zerbricht.
Birgit zieht nach Bonn, Paul verliebt sich in Sandra. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.

Rita König (*1962) ist diplomierte Betriebswirtin und lebt in Rathenow. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie zahlreiche Aufenthaltsstipendien, wie zum Beispiel im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Bisher veröffentlichte sie ihre Erzählungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Beim Der Kleine Buch Verlag / Lauinger Verlag debutierte sie mit „Rot ist schön“.

Dienstag
22.
Oktober 2019
19.00 Uhr

Jachina Gusel
(c) BASSO CANNARSA

 

Literaturgeschpräche Premnitz-Rathenow
Gusel Jachina „Wolgakinder“.

Die Schauspielerin Jennipher Antoni liest den deutschen Text.
Lesung und Gespräch.
Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385-510232

Eintritt: 7 €

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In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen. Klara wird von marodierenden Banditen vergewaltigt. Als sie die Geburt des Kindes nicht überlebt, verliert Jakob Bach für immer die Sprache. Doch wie soll er, stumm und ganz allein, für seine gerade geborene Tochter sorgen? Gusel Jachinas großer Roman erzählt am Schicksal berührender Figuren die Geschichte der Wolgadeutschen.

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“, bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

Samstag
26.
Oktober 2019
19.30 Uhr

Jörg Hartmann
(c) Maximilian Bühn

 

Textlandschaften Zossen/Wünsdorf
Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
033702-60815
oder: 03377-3040477

Eintritt: 12 / 10 €

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In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. „Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster“, teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht.“ (Nürnberger Nachrichten)
Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994–96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996–99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999–2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie „Weissensee“, „Bella Block“, „Der blinde Fleck“, „Homeland“, „Wilde Maus“ und in diversen „Tatort“-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist.

Sonntag
27.
Oktober 2019
11.00 Uhr

Ulrich Ladurner

 

Matinee in der Villa Quandt
Einmischen! in den Fall Italien

Eine Diskussion über Gefühlspolitik und das Ideal der Freiheit
mit Ulrich Ladurner und Petra Reski
Moderation: Ingo Kahle

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Leidenschaft, Temperament, Überschwang - das lieben die Deutschen an den Italienern. Aber was passiert, wenn hemmungslose Emotionen die Politik dominieren? In Italien grassiert die Korruption und die Wirtschaft schrumpft ebenso wie die Gesamtbevölkerung. Es gibt kaum noch Institutionen, die politische Leidenschaften kanalisieren. Die Kirche, die Volksparteien, die Gewerkschaften - nur noch Schatten ihrer selbst. Rohe Emotionen dominieren nicht nur die Politik, sie formen und gestalten die Gesellschaft.
Die nationalistische Lega und die 5-Sterne-Bewegung bilden nicht nur eine Koalition, sondern versprechen den Italienern Freiheit von der EU und neue Selbstbestimmung mit der Behauptung, die Politik wieder handlungsfähig und die Nation stark zu machen. Auch in Teilen Deutschlands verfängt diese Politik. Wie gelingt es, die Balance zwischen Nationalstaat und europäischer Einigung zu wahren und dabei das Ideal der Freiheit nicht zu verlieren.

Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros. Für diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Freundeskreis Potsdam - Perugia e.V.

Ulrich Ladurner geboren in Meran/Südtirol, ist Journalist und Sachbuchautor. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Innsbruck arbeitete er als freier Journalist für verschiedene österreichische Nachrichtenmagazine und für den ORF, bevor er 1999 zur ZEIT nach Hamburg wechselte. Mehr als zwei Jahrzehnte berichtete Ladurner über Kriege und Krisen; seit Herbst 2016 ist er Europa-Korrespondent der ZEIT in Brüssel. Im Oktober erschien in der Edition Körber »Der Fall Italien - Wenn Gefühle die Politik beherrschen«.

Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt seit 1991 in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien - und immer wieder über das Phänomen der Mafia. Sie wurde für ihre Reportagen und Bücher mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt als "Reporterin des Jahres". In Italien erhielt sie für ihr Antimafia-Engagement den Premio Civitas und den Amalfi-Coast Media Award. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt »Mafia.100 Seiten« (Reclam 2018).

Dienstag
29.
Oktober 2019
19.00 Uhr

Katarzyna Leszcyńska
(c) Jan Zappner

Bernhard Hartmann
(c) Jan Zappner

Die ‚(Un-)Sichtbaren‘

Lesung & Gespräch mit den Übersetzern und Preisträgern des Karl-Dedecius-Preises Katarzyna Leszczyńska und Bernhard Hartmann.
Moderation: Birgit Krehl

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: frei

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Übersetzerinnen und Übersetzer literarischer Texte waren lange Zeit unsichtbar – sie wurden weder als ‚Mitautoren‘ wahrgenommen noch zogen sie biografisches Interesse auf sich. Der in Łódź gebürtige und ab 1952 in der Bundesrepublik tätige Karl Dedecius brach von Anfang an mit dieser Tradition und suchte als Kulturvermittler und Übersetzer die Öffentlichkeit. Katarzyna Leszczyńska und Bernhard Hartmann kommen anlässlich der Eröffnung des neuen deutsch-polnischen Bachelorstudiengangs „Angewandte Kultur-und Translationsstudien“ nach Potsdam, um ihr Tätigkeitsfeld vorzustellen und aus eigenen Übersetzungen zu lesen.
Katarzyna Leszczyńska, geboren 1969, studierte Germanistik und Sozialwissenschaften in Warschau. Seit 2003 ist sie als freiberufliche Übersetzerin tätig.
Bernhard Hartmann, geboren 1972, studierte Polonistik und Germanistik; arbeitete danach an slawistischen Instituten, u. a. in Potsdam, Berlin und Wien. Seit 2001 übersetzt er literarische und kulturwissenschaftliche Texte aus dem Polnischen.
Eine Veranstaltung des Institut für Slavistik der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Literaturbüro, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Donnerstag
07.
November 2019
19.00 Uhr

Lot Vekemans
(c) Merlin-Daleman

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Lot Vekemans
„Ein Brautkleid aus Warschau“

Übersetzt aus dem Niederländischen von
Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Szenische Lesung:
Dominika Otlewska-Dräger
Moderation:
Katarzyna Zorn

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 8 / 6 €

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Marlena, Mitte zwanzig, wohnt in Polen auf dem platten Land und ist zum Kummer ihrer Mutter noch immer nicht verheiratet. Dann verliebt sie sich plötzlich bis über beide Ohren in einen Amerikaner, der als Journalist über die Zeit nach dem Kommunismus berichtet.Marlena hat das Glück, zu lieben und geliebt zu werden, aber sie weiß es nicht, oder wenigstens: Sie kann es nicht glauben. Und so ähnlich geht es ihrem Geliebten auch, der schließlich nach Amerika zurückkehrt. Dass sie ein Kind erwartet, wird er nie erfahren. Ein melancholischer Schleier scheint über Marlenas Leben
zu liegen; stets bricht etwas entzwei, ohne dass es eigentlich eine Schuld gibt oder gar einen Schuldigen. Alle sind schuldlos Schuldige: Liebende, die tragisch verkettet sind in Verhältnisse, die sie nicht durchschauen. Lot Vekemans erzählt aus drei Perspektiven über das Verlangen, seinem Leben eine Richtung zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man es wirklich wagt. Ihre Charaktere, Marlena, drei
Männer und ein Junge, gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.

Lot Vekemans, geboren 1965, studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Ihre Theaterstücke wurden in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und sind vielfach preisgekrönt. Ihr Stück „Gift“ feiert derzeit in Deutschland Triumphe. „Ein Brautkleid aus Warschau“ ist ihr Romandebüt.

Dominika Otlewska-Dräger, geb. 1981 in Polen, studierte „European Master in Intercultural Education“ an der FU Berlin, Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und schloss die Schauspielausbildung an der Schauspielschule für Theater und Film Reduta-Berlin ab. Sie betreute internationale Theaterprojekte, Festivals und Ausstellungen. Zur Zeit ist sie Doktorantin an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
10.
November 2019
11.00 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Matinee in der Villa Quandt
Moderation: Jan Konst

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Montag
11.
November 2019
19.30 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Moderation: Jan Konst

Zossen | Neues Leben im Alten Haus | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Freitag
15.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Oranienburg | Stadtbibliothek Oranienburg | Schloßplatz 2

Karten unter:
03301 / 600-8660
oder: stadtbibliothek@oranienburg.de

Eintritt: frei

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
17.
November 2019
11.00 Uhr

Georg Klein
(c) picture-alliance/Frank May

Gianna Molinari
(c) Christoph Oeschger

Matinee in der Villa Quandt:
Romantik – und wie weiter?

Ein Gespräch mit Gianna Molinari und Georg Klein.
Moderation: Marcel Lepper

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 6 / 4 €

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Rückzug ins Reich der Träume oder Verwandlung der Welt durch Sprache? Die Gegenwartsliteratur hat in den vergangen Jahren das romantische Projekt reaktiviert – in abgründigen Szenarien und kühnen Entwürfen. Welche alten Wege sind verbaut, welche lassen sich neu beschreiten? Was bedeutet die Wiederkehr der Romantik für das literarische Gedächtnis? über romantische Denk- und Schreibweisen spricht Marcel Lepper mit Gianna Molinari und Georg Klein.
Gianna Molinari, 2019 ausgezeichnet mit dem Clemens-Brentano-Preis, legte im vergangenen Jahr mit „Hier ist noch alles möglich“ ihr Romandebüt vor.
Georg Klein, Träger des Preises der Leipziger Buchmesse 2010 und des Arno-Schmidt-Stipendiums 2018, veröffentlichte zuletzt den Roman „Miakro“, der ebenfalls in Leipzig für den Preis der Messe nominiert wurde.

Eine Veranstaltung der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf in Verbindung mit dem Literaturarchiv der Akademie der Künste und in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro.

Mittwoch
20.
November 2019
19.00 Uhr

Ines Geipel
(c) Bernd Lammel

 

Ines Geipel
„Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 8 / 6 €

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Fremdenfeindlichkeit und Hass auf »den Staat«: Verlieren wir den Osten Deutschlands? Das Buch sucht Antworten auf das Warum der Radikalisierung, ohne die aktuell bestimmende Opfererzählung nach 1989 zu bedienen. Es erzählt von den Schweigegeboten nach dem Ende der NS-Zeit, der Geschichtsklitterung der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit. Verdrängung und Verleugnung prägen die Gesellschaft bis ins Private hinein, wie die Autorin mit der eigenen Familiengeschichte eindrucksvoll erzählt.

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie.

2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch »Verlorene Spiele« (2001) hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Ines Geipel ihren Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war.

Ines Geipel hat neben Doping auch vielfach zu anderen gesellschaftlichen Themen wie Amok, der Geschichte des Ostens und auch zu Nachwendethemen publiziert.
Eine Kooperationsveranstaltung mit Heinrich von Kleist Schule

Donnerstag
21.
November 2019
20.00 Uhr

Thea Dorn (c) Karin Rockoll, Juli Zeh (c) Thomas Müller
Rüdiger Safranski (c) Peter-Andreas Hassiepen

 

Zeh&Dorn
Gespräche zur Zeit

Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe.
Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.
Zu Gast: Rüdiger Safranski

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
01806 700 733
oder: www.reservix.de

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Geb.

Ein offener Blick auf die gesellschaftlichen Brüche spätestens seit 2015 zeigt auch eine Verunsicherung und Spaltung des Kulturbetriebs, die sich in zahllosen Petitionen und gegenseitigen Verdächtigungen äußert. Wir wollen mit unserer neuen Reihe unterschiedlichen Positionen einen Gesprächsraum geben. Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.

Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Seit 1985 ist er als freier Autor tätig, dessen Werke mittlerweile in 26 Sprachen übersetzt sind. Gemeinsam mit Peter Sloterdijk war er Gastgeber des »Philosophischen Quartetts« im ZDF. Er wurde mit dem Friedrich-Märker-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik und dem Friedrich-Nietzsche-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Waschhaus Potsdam mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Sonntag
24.
November 2019
11.00 Uhr

Sigrid Grabner

 

Matinee in der Villa Quandt
Sigrid Grabner
„Im Zwielicht der Freiheit. Potsdam ist mehr als Sanssouci“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 8/6 €

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Nach „Jahrgang 42“ legt Sigrid Grabner nun Teil zwei ihrer Autobiografie vor. Grabners außergewöhnliche Lebensumstände, eine feine Beobachtungsgabe und kluge Einordnungen machen dieses Buch besonders. Bis zum Mauerfall lebte sie als DDR-Bürgerin in Potsdam und fand Ende der 80er Jahre zum Katholizismus. Die innere Freiheit hat sie sich auch in der Diktatur nicht nehmen lassen, den Umgang mit der äußeren Freiheit nach 1989 musste sie erst lernen.

Sigrid Grabner, 1942 geboren, studierte Indonesienkunde und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Nach der Promotion 1972 arbeitete sie als freischaffenden Autorin. 1990 bis 1999 war sie im Potsdamer Magistrat und als Geschäftsführerin des Brandenburgischen Literaturbüros tätig. Sie schrieb zahlreiche Sachbücher, Romane, Essays und ist als Herausgeberin tätig.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Dienstag
26.
November 2019
19.00 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Pauline de Bok
„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens

Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Stadtbibliothek | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03371-403340

Eintritt: 7 €

RESERVIEREN

Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf) in Amsterdam und Mecklenburg. Für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
28.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542 / 873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
19.
Januar 2020
11.00 Uhr

Heike B. Görtemaker
(c) Blumrich

 

Heike B. Görtemaker "Hitlers Hofstaat: Der innere Kreis im Dritten Reich und danach"

Lesung und Gespräch, Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Wer gehörte zum innersten Kreis um Hitler? Welche Funktion erfüllte dieser Hofstaat? Und wie beeinflusste er das Geschichtsbild nach 1945? Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen erforscht Heike Görtemaker Hitlers privates Umfeld und zeigt, wie sein Kreis ihn zu dem machte, der er war. Ihr Buch rückt bis in die nächste Nähe zu Hitler vor und ist zugleich eine brillante Dekonstruktion des Führermythos.

"Wenn Sie abziehen, was Politik an ihm ist, bleibt wenig oder nichts", urteilte Ian Kershaw über Hitler, und Joachim Fest behauptete: "Ein Privatleben hatte er nicht." Für Alan Bullock war der "Führer" ein "Entwurzelter ohne Heim und Familie". Doch damit gingen seine Biographen der Selbstinszenierung Hitlers auf den Leim. Sein innerer Kreis, die Berghof-Gesellschaft, war sein privater Rückzugsraum. Doch der Hofstaat war mehr als das. Er gab Hitler erst den nötigen Rückhalt, um die Rolle des "Führers" überhaupt ausfüllen zu können. Er produzierte Vertrauensleute, die Hitler politisch nutzen konnte. Und er stellte eine verschworene Gemeinschaft dar, deren kleinster gemeinsamer Nenner im Antisemitismus bestand.
Heike Görtemaker leistet in diesem Buch Pionierarbeit: Sie erschließt zahlreiche bisher unbekannte Quellen, stellt neue Fragen an das alte Material und erforscht erstmals auch den "Kreis ohne Führer", die Vernetzung des inneren Zirkels nach 1945.

Heike B. Görtemaker ist Historikerin und Publizistin und wurde durch ihr Buch über Eva Braun, das in 18 Sprachen übersetzt wurde, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem ist sie regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
02.
Februar 2020
11.00 Uhr

Michael Lüders
(c)Christoph Mukherjee

 

Matinee in der Villa Quandt
Einmischen! In den Nahen Osten

Eine Diskussion über Untergangs- und Hoffnungszenarien der arabischen Welt
Mit Daniel Gerlach und Michael Lüders
Moderation: Aline Abboud

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Kriege und Konflikte beherrschen unser Bild des Nahen und Mittleren Ostens. Und die Lage scheint nur immer schlimmer zu werden, auch weil die Region ein Zentrum geopolitischer Machtkämpfe ist. Abgesänge auf die Region bestimmen die Debatte. Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift »zenith«, ist dagegen überzeugt: Die arabische Welt ist noch lange nicht verloren. Im Gegenteil, sie steht vor einer historischen Chance. In seinem neuen Buch "Der Nahe Osten geht nicht unter. Die arabische Welt vor ihrer historischen Chance"(Edition Körber) zeichnet Gerlach ein Panorama der Region, vor allem Syriens, des Irak und von Teilen der Golfregion und Nordafrikas. Er öffnet unseren Blick für eine Neubewertung der konfessionellen und ideologischen Spannungen und erzählt von Entwicklungen, die bereits beginnen, die Machtverteilung in diesen Ländern zu verschieben. Denn jenseits von Staaten, Regierungen und Autokraten agieren überraschend viele gesellschaftliche Gruppen, die mit ihrem erheblichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Einfluss die Region transformieren können.
Mit Verve und Sachkenntnis macht Daniel Gerlach klar: Die Menschen des Nahen Ostens sind nicht nur Opfer weltgeschichtlicher Kräfte, die sie hin und her werfen. Sie sind auch Herren ihres eigenen Schicksals und haben zu allen Zeiten pragmatische Lösungen gefunden. Nicht nur, um zu überleben. Sondern auch, um ihr Leben lebenswerter zu gestalten. Höchste Zeit also, unsere defätistische Haltung aufzugeben und Vertrauen in die Zukunft der arabischen Welt zu fassen.

Daniel Gerlach ist Herausgeber und Chefredakteur des Magazins zenith. Als Journalist und Orientalist bereist er die Region regelmäßig. 2014 gründete Gerlach gemeinsam mit anderen Nahost-Experten die Candid Foundation, ein gemeinnütziger Thinktank, der sich schwerpunktmäßig mit dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus beschäftigt. Darüber hinaus leitet Daniel Gerlach die internationale Forschungs- und Beratungsgruppe zenithCouncil.

Michael Lüders war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Hamburger Wochenzeitung "DIE ZEIT" und kennt alle Länder der Region aus eigener Anschauung. Als Islamexperte ist er häufiger Gast in Hörfunk und Fernsehen. Sein jüngstes Buch "Armageddon im Orient: Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt" befaßt sich mit den Folgen eines Angriffs auf den Iran, der kein westlich orientiertes Regime in Teheran zur Folge hätte, sondern Chaos im Orient - mit katastrophalen Folgen auch für uns in Europa.

Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros.