Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
08.
Dezember 2020
19.30 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Preis der Leipziger Buchmesse 2020
Lutz Seiler „Stern 111“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Evangelisches Gymnasium Hermannswerder | Hermannswerder 18

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West: Nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman „Kruso“.

Eine Veranstaltung des Fördervereins des Ev. Gymnasiums Hermannswerder und des Brandenburgischen Literaturbüros

Donnerstag
10.
Dezember 2020
19.00 Uhr

Christian Berkel
(c) Gerald von Foris

 

Christian Berkel
„Ada“

Lesung und Gespräch
Moderation: Knut Elstermann

Luckenwalde | Bibliothek im Bahnhof | Bahnhofsplatz 5

Die Eintrittskarten können ausschließlich im Vorverkauf erworben werden unter: blb@literaturlandschaft.de. (Bitte beachten Sie: Dem Literaturbüro steht für diese Veranstaltung nur ein knappes Kartenkontingent zur Verfügung.)

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders.

Vor dem Hintergrund umwälzender historischer Ereignisse erzählt Christian Berkel von der Schuld und der Liebe, von der Sprachlosigkeit und der Sehnsucht, vom Suchen und Ankommen – und beweist sich einmal mehr als mitreißender Erzähler.

Christian Berkel, 1957 in West-Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Er war an zahlreichen europäischen Filmproduktionen sowie an Hollywood-Blockbustern beteiligt und wurde u.a. mit dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sein Debütroman »Der Apfelbaum« wurde von Kritikern und Lesern gleichermaßen gefeiert.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros der Stadtbibliothek Luckenwalde

Montag
18.
Januar 2021
19.30 Uhr

Reinhard Stöckel
(c) Schorr

 

Lausitzer lesART
Buchpremiere Reinhard Stöckel „Kupfersonne“

musikalische Begleitung: Jaspar Libuda

Cottbus | LERNZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 5 €

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"Eins zwei drei vier, Eckstein, alles muss versteckt sein" ... Die Vergangenheit ruht nicht. Unerwartet steht sie zwischen Trybek und seiner großen Liebe. Ja, mit der Suche nach seiner Herkunft bringt er auch die Leute in Enzthal gegen sich auf. Nur der junge Hartwig hält zu ihm.
Als nach einem Bergsturz ein mysteriöser Nebel Enzthal von der Welt abschneidet, wird das Dorf zu einem utopischen Ort. Alles scheint möglich, die eben noch zerstrittenen Enzthaler sitzen an einem Tisch, sogar ein Orangenbaum blüht. Doch dann verschwindet Trybek ...
Reinhard Stöckel erzählt in diesem vielschichtigen Roman die Verstrickung zweier Familien in die Geschichte des 20. Jahrhunderts als ein Triptychon: Die Seitenflügel spielen im heutigen Spanien sowie in der Franco-Zeit, die Mitteltafel zeigt das Dorf der Kindheit als magischen Ort, und den Sockel, aus dem der Familienaltar wächst, bildet die Nazizeit.
Der Mensch gräbt so lange im Bergwerk der Vergangenheit, bis er seine Wahrheit findet. Aber fällt nicht dem, der in der Vergangenheit gräbt, die Gegenwart auf den Kopf? Macht die Liebe zur Utopie die reale Liebe unmöglich?
Der Fixstern jedenfalls, der diesen grandiosen Flügelaltar beleuchtet, ist das Licht der Selbsterkenntnis: die Kupfersonne.

Reinhard Stöckel, geboren 1956, lebt in der Niederlausitz. Von Beruf Bibliothekar, studierte er am Leipziger Literaturinstitut, arbeitete als Gießereiarbeiter, Publizist und im IT-Service. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Kinderbücher.
Zuletzt erschienen das Kinderbuch „Ein wildes Schwein mit Namen Wilfried“ (Edition Vogelweide, 2018) und die Romane „Der Mongole“ (Müry Salzmann Verlag, 2018) und Kupfersonne (Müry Salzmann Verlag, 2020).

Eine Veranstaltung der Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus und des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung der Lausitzer Rundschau und des Fördervereins „Bibliothek und Lesen“ e.V.

Donnerstag
21.
Januar 2021
20.00 Uhr

Zaia Alexander
(c) Tobias Bohm

 

Romandebüt
Zaia Alexander „Erdbebenwetter“

Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Kojoten ziehen hungrig durch die Wohnviertel, in den Nachrichten warnen sie vor Schießereien und blinder Verkehrswut. Mit der Hitze kommt eine unheimliche Stille. Erdbebenwetter. Das Leben in L.A. gleicht in diesem Roman nicht dem Hollywood, das uns die großen Studios in ihren Filmen vorgaukeln. Und auch Lous Alltag ist nicht aus dem Stoff der Traumfabrik. Ihr Leben scheint in einer Endlosschleife hängengeblieben zu sein, als sie bei einer Filmpremiere einen alten Freund wiedertrifft, der mittlerweile ein erfolgreicher Regisseur ist. Er nimmt sie mit zu einem Kurs in einem Tanzstudio in Santa Monica und führt sie in die Welt der Hexer ein. Damit gewinnt ihr Leben eine neue Intensität. Das allzu Bekannte wird außergewöhnlich, der Alltag rückt in ein neues Licht. Lou erkennt, dass es Ausfahrten und Schlupflöcher im vermeintlich festgelegten Koordinatensystem des Lebens gibt. Ein poetischer, kraftvoller, kosmopolitischer Roman, der Grenzen überschreitet, Hierarchien zwischen Tier und Mensch, Kindern und Eltern, ins Wanken bringt und L.A. als jenes flirrende Geheimnis in der Wüste zeigt, das die Stadt bis heute ist.

Zaia Alexander lebt in Potsdam und Los Angeles. Sie promovierte in Germanistik an der UCLA, war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Getty Research Institute und Programmdirektorin der Villa Aurora in Pacific Palisades/Los Angeles. 2008 erhielt sie die Lannan Residency in Marfa, Texas. Erdbebenwetter ist ihr erster Roman.

Donnerstag
25.
Februar 2021
19.30 Uhr

Heike B. Görtemaker
(c) Blumrich

 

Heike B. Görtemaker
„Hitlers Hofstaat: Der innere Kreis im Dritten Reich und danach“

Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer gehörte zum innersten Kreis um Hitler? Welche Funktion erfüllte dieser Hofstaat? Und wie beeinflusste er das Geschichtsbild nach 1945? Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen erforscht Heike Görtemaker Hitlers privates Umfeld und zeigt, wie sein Kreis ihn zu dem machte, der er war. Ihr Buch rückt bis in die nächste Nähe zu Hitler vor und ist zugleich eine brillante Dekonstruktion des Führermythos. // Heike B. Görtemaker ist Historikerin und Publizistin. Sie wurde durch ihr Buch über Eva Braun, das in 18 Sprachen übersetzt wurde, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem ist sie regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliotheken Zossen und Wünsdorf. Mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Stadt Zossen. Präsentiert von der Märkischen Allgemeinen. In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Montag
19.
April 2021
19.30 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgen Bauer

 

Lausitzer lesART
Lutz Seiler „Stern 111“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | LERNZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 12 / 10 €

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Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt.
Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West: Nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein lyrisches, erzählerisches und essayistisches Werk erhielt er zahlreiche renommierte Preise, u.a. den Deutschen Buchpreis 2014 für seinen Roman Kruso.

Eine Veranstaltung der Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus und des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung der Lausitzer Rundschau und des Fördervereins „Bibliothek und Lesen“ e.V.

Sonntag
25.
April 2021
16.00 Uhr

Daniel Kehlmann
(c) Beowulf Sheehan

 

Lausitzer LesART:
Daniel Kehlmann „Tyll“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadthaus | Erich-Kästner-Platz 1

Eintritt: 16/14 €

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«Tyll», der gefeierte Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. «Die Vermessung der Welt», «Ruhm», «F» und «Du hättest gehen sollen» –, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.

Tyll Ulenspiegel – Vagant, Schausteller und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Candide-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet, 2018 wurden ihm der Friedrich-Hölderlin-Preis und der Frank-Schirrmacher-Preis verliehen. Sein Roman «Die Vermessung der Welt» ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden. Er lebt zurzeit in Berlin und New York.

In Kooperation mit dem Lernzentrum Cottbus, der Stadt Cottbus und der Lausitzer Rundschau

Montag
17.
Mai 2021
19.00 Uhr

Harald Jähner
(c) Barbara Dietl

 

Harald Jähner
„Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“

Moderation: Peter Walther

Cottbus | LERNZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den „Umerzieher“ Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem „Versandgeschäft für Ehehygiene“ alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen am nicht weniger symbolhaften Nierentisch der anbrechenden Fünfziger. Das gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben.

Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», der er seit 1997 angehörte. Zuvor war er freier Mitarbeiter im Literaturressort der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

Montag
17.
Mai 2021
19.00 Uhr

David Wagner
(c) Linda Rosa-Saal

 

David Wagner
„Der vergessliche Riese“

Cottbus | LERNZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Eine Familie erlebt einen Rollentausch: Der Vater, zweifach verwitwet, ist wieder Kind geworden. Er braucht Betreuung und wird sein Haus verlassen müssen, denn er vergisst, was gerade eben noch gewesen ist. Immer wieder erzählt er seine Liebesgeschichten, und manchmal phantasiert er.
Nach dem Bestseller "Leben", ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, schafft David Wagner etwas, das sehr kostbar ist: Er zeigt einen Menschen, der – obwohl er nur noch in der Gegenwart lebt und allmählich verschwindet – unverwechselbar bleibt mit all seinen liebenswerten Eigenheiten und den Erinnerungen, die er noch hat. Die Zärtlichkeit, die der Erzähler ihm bei seinen Besuchen und auf zahlreichen Autofahrten zu Orten der Vergangenheit entgegenbringt – "hier haben wir gewohnt, Papa, hier hast du gearbeitet, hier bist du aufgewachsen" –, berührt tief, auch die Geduld, der Humor, das Ausbleiben von Hadern und Wut. Ganz leise, fast unmerklich, schreitet die Demenz voran, doch sie verläuft hier ohne Schrecken. Der alte Galan, den seine Brüder wie früher Valentino nennen, ist glücklich, obwohl er weiß, was mit ihm ist. Ein großes Thema unserer Zeit, das immer mehr Menschen betrifft.

David Wagner, 1971 geboren, debütierte mit dem Roman «Meine nachtblaue Hose». Es folgten der Erzählungsband «Was alles fehlt», das Prosabuch «Spricht das Kind», die Essaysammlungen «Welche Farbe hat Berlin» und «Mauer Park», die Kindheitserinnerungen «Drüben und drüben» (mit Jochen Schmidt), der Roman «Vier Äpfel», der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, und «Ein Zimmer im Hotel». 2013 wurde ihm für sein Buch «Leben» der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen, 2014 erhielt er den Kranichsteiner Literaturpreis und war erster «Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur» an der Universität Bern. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.