Veranstaltungsflyer
der Villa Quandt (pdf)

Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Freitag
19.
Juli 2024
16.00 Uhr

Max Radler, Der Radiohörer, 1930 (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München)

   

Ausstellungseröffnung im Hans-Fallada-Museum in Carwitz
„Der Traum vom Fernhören. Literatur im Rundfunk der Weimarer Republik“

Einführung: Peter Walther

Feldberger Seenlandschaft | Hans-Fallada-Museum Carwitz | Zum Bohnenwerder 2

Karten unter:
039831 / 20359

Eintritt: 5 / 4 €

Im Oktober 1923 nahm der erste deutsche Rundfunksender seinen Betrieb in Berlin auf. Die Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros im Scheunensaal des Museums erzählt am Beispiel des Senders „Funk-Stunde Berlin“ die wechselvolle Beziehungsgeschichte von Literatur und Rundfunk in den Jahren von 1923 bis 1933.

Freitag
23.
August 2024
18.00 Uhr

Marek Mutor    

Marek Mutor: „Über das Gedenken
an die Opfer totalitärer Regime im europäischen öffentlichen Raum"

Vortrag. Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus
Grußwort: Marianne Birthler
Musikalische Begleitung: Stephan Langer

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Eintritt: frei

RESERVIEREN

In der Potsdamer Leistikowstraße, steht ein Haus des Terrors: die von 1945 bis 1991 betriebene U¬ Haftanstalt des sowjetischen Geheimdienstes. Am Haus haben ehemalige politische Häftlinge eine Gedenktafel an¬ gebracht mit dem Spruch aus A. Solschenizyns Werk „Und sollt ́ es auch kommen zum Sterben / In düsterer Haft und im Schacht / Es wird in den lebenden Erben / Die Sache von Neuem entfacht“. Ganz in diesem Sinne sieht auch die am 14.Oktober 2011 in Prag auf Initiative des Europäischen Parlaments gegründete Plattform ihre Aufgaben und Anliegen.

Marek Mutor
Polnischer Philologe und Historiker. Marek Mutor ist Präsident der Platform of European Memory and Conscience, der internationalen NGO, die sich mit der Vergangenheit des Totalitarismus und seinen Opfern befasst. Er fungiert außerdem als stellvertretender Direktor des Ossolinski-Nationalinstituts, einer der ältesten Kulturinstitutionen in Polen, und leitet eine große Bibliothek, zwei Museen und einen Verlag. In der Vergangenheit war er Direktor des Nationalen Kulturzentrums, einer führenden Institution, die für die Entwicklung des kulturellen Lebens in Polen verantwortlich ist. Er war außerdem Gründer des Depot History Center in Breslau und Schöpfer der Hauptausstellung dieser Institution. Er ist auf die Biographie von Kardinal Boleslaw Kominek spezialisiert, der nach dem Zweiten Weltkrieg einer der Initiatoren des polnisch-deutschen Aussöhnungsprozesses war.

Eine Veranstaltung der Gedenk- und Begegnungsstätte eh. KGB-Gefängnis Potsdam e.V. und des Brandenburgischen Literaturbüros

Donnerstag
05.
September 2024
20.00 Uhr

Joerg Thadeusz
(c) Maya Claussen

   

Jörg Thadeusz
„Steinhammer“

Lesung und Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 15 €

RESERVIEREN

Dortmund-Lütgendortmund in der Nachkriegszeit, das bedeutet Armut, Kriegstraumata und wenig Hoffnung auf eine rosige Zukunft. Doch drei Jugendliche kämpfen um einen besseren Platz im Leben.
Edgar wächst bei seiner Mutter und seinem Onkel – der Vater ist im Krieg gefallen – in den 50er-Jahren in der Steinhammer Straße in Dortmund auf. Er soll später den Friseurladen übernehmen oder bei schlechtem Betragen zur Strafe auf den Pütt. Er, seine Jugendliebe Nelly und sein bester Freund Jürgen – sie alle haben genug von der ärmlichen Enge und Versehrtheit des Viertels und träumen davon, alles hinter sich zu lassen. Als Edgar die Möglichkeit bekommt, Schaufensterdekorateur zu lernen, und Förderer findet, öffnet sich die Tür zur Düsseldorfer Künstlerszene. Doch Edgar ist anders als die Sprösslinge reicher Familien und eckt mit seiner unkontrollierten Art immer wieder an.
Der Roman lehnt sich an das Leben des Malers Norbert Tadeusz an, der es zum Meisterschüler Beuys’ und zum Kunstprofessor brachte. Jörg Thadeusz schreibt in diesem authentischen Roman über einen Aufsteiger, der mit seiner Herkunft bricht und sie doch nie ganz loswird.

Jörg Thadeusz, Journalist, Moderator und Autor. Für seine Außenreportagen bei »Zimmer frei« erhielt er den Grimme-Preis. Er moderiert die politische Gesprächssendung »Thadeusz und die Beobachter« im rbb-Fernsehen. Bei WDR2 befragt er in seiner Abendsendung Menschen, die etwas zu sagen haben. Er ist wöchentlicher Kolumnist der Berliner Morgenpost. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen von ihm: Rette mich ein bisschen, 2003; Alles schön, 2004; Aufforderung zum Tanz (gemeinsam mit Christine Westermann), 2008; Die Sopranistin, 2011, sowie Die vereinigten Zutaten von Amerika, 2012 (gemeinsam mit Anna Engelke).

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist

Sonntag
08.
September 2024
16.00 Uhr

Carsten Gansel
(c) Frank Wilhelm

   

Carsten Gansel
„Ich bin so gierig nach Leben. Brigitte Reimann. Die Biographie“

Lesung & Gespräch,
Moderation: Peter Walther

Nennhausen | Schloß Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
033878 / 60505
oder: info@schloss-nennhausen.de

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Wie aktuell wirkt aus heutiger Sicht dieses unangepasste Leben einer Schriftstellerin, die vielen als Femme fatale galt, vor allem aber eine moderne, selbstbestimmte Frau und vielseitige Autorin war. Carsten Gansels umfassende Biographie Brigitte Reimanns (1933-1973) liefert die spannende Neubewertung des Lebens einer Schriftstellerin mit seinen Höhen und Tiefen. Zugleich gibt er einen umfaßenden Einblick in das komplexe Werk, das derzeit international neu entdeckt und gefeiert wird.

Carsten Gansel, geboren 1955 in Güstrow/Mecklenburg, seit 1995 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Gießen. Er arbeitete unter anderem zu Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann und Erwin Strittmatter. Als Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen verantwortete er u. a. die Neuausgabe von Heinrich Gerlachs »Durchbruch bei Stalingrad« (2016), die international für Aufsehen sorgte. Er lebt in Neubrandenburg.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros

Donnerstag
12.
September 2024
19.30 Uhr

John von Düffel
(c) Katja von Düffel

   

John von Düffel
„Das Wenige und das Wesentliche: Ein Stundenbuch“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Ein Neujahrsmorgen im ligurischen Hinterland. Ein klösterliches Zimmer. Eine Landschaft, die zugleich karg ist und grün. In dieser stillen Umgebung, an diesem Tag des Anfangs und des Endes stellt sich die älteste Frage von allen noch einmal neu: Wie lebe ich richtig? Es beginnt ein Gedankengang durch die Stunden des Tages von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang, von den Anfängen der Lebensbetrachtung bis in die Gegenwart und darüber hinaus. Dieses Buch ist eine Einladung, die Suche nach der richtigen Richtung mitzugehen: im Nachdenken über Sinn und Sein, über die Lebensregeln des Wenigen und Wesentlichen sowie die klassischen Imperative der Schönheit, des Maßes und der Selbsterkenntnis.

JOHN VON DÜFFEL, geb. 1966 in Göttingen, studierte Philosophie in Stirling, Schottland, und Freiburg im Breisgau und promovierte über Erkenntnistheorie. Er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte bei DuMont, u. a. ›Vom Wasser‹ (1998), ›Houwelandt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014), ›Klassenbuch‹ (2017), ›Der brennende See‹ (2020), ›Wasser und andere Welten‹ (Neuausgabe 2021), ›Die Wütenden und die Schuldigen‹ (2021) sowie ›Das Wenige und das Wesentliche. Ein Stundenbuch‹ (2022). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis. Er lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Zossen und Wünsdorf. Mit der freundlichen Unterstützung der Stadt Zossen.

Montag
23.
September 2024
14.00 Uhr

Matthias Glaubrecht
(c) Sebastian Engels

   

Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2023
Matthias Glaubrecht
„Das Ende der Evolution: Wie die Vernichtung der Arten unser Überleben bedroht“ (Multimedia-Vortrag)

Eintritt frei
(schulinterne Veranstaltung für die 11. Klassen)

Potsdam | Helmholtz-Gymnasium Potsdam| Kurfürstenstr.53

Eintritt: frei

Der Klimawandel ist endlich in aller Munde. Doch so alarmierende Ausmaße er auch angenommen hat – er ist nur Nebenschauplatz angesichts der apokalyptischen Reiter, die in einem Akt der Verwüstung gegenwärtig über die Erde ziehen: Bevölkerungsexplosion, Ressourcenverknappung, Umweltzerstörung und Artensterben.
In seiner ebenso umfassenden wie beklemmenden Analyse sieht der renommierte Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht mit dem sich abzeichnenden Massenexitus, dem größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier, eine weltweite biologische Tragödie auf uns zukommen. Der Mensch ist heute so zum größten Raubtier und zum entscheidenden Evolutionsfaktor mutiert, der die Existenz aller Lebewesen – auch seine eigene – gefährdet.
Ob das Ende der Evolution, das spätestens ab Mitte des 21. Jahrhunderts ein realistisches Szenario zu werden droht, noch aufzuhalten sein wird, darüber wird allein unser Tun in den unmittelbar vor uns liegenden Jahrzehnten entscheiden.

Der Evolutionsbiologe, Biosystematiker und Wissenschaftshistoriker Matthias Glaubrecht, Jahrgang 1962, ist Professor für Biodiversität der Tiere an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Leiter des geplanten neuen Hamburger Naturkundemuseums (Evolutioneum) am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB). Er war Gründungsdirektor des ehemaligen Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg und Leiter der Abteilung Forschung am Museum für Naturkunde Berlin. Glaubrecht ist Autor mehrerer Bücher, darunter eine Biographie über Charles Darwin und „Am Ende des Archipels – Alfred Russel Wallace“. Für seine Bücher wurde Matthias Glaubrecht 2023 mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg

Montag
23.
September 2024
19.00 Uhr

Matthias Glaubrecht
(c) Sebastian Engels

   

Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2023
Matthias Glaubrecht
„Dichter, Naturkundler, Welterforscher: Adelbert von Chamisso und die Suche nach der Nordostpassage“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.bibliothek-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Die bewegte Lebensgeschichte eines Heimatlosen zwischen Krieg, Kunst, Wissenschaft und Weltumseglung.

Als Flüchtling kam Adelbert von Chamisso in den Wirren der französischen Revolution nach Deutschland. Seine Heimat und seine Sprache hatte er verloren – in der Fremdsprache Deutsch begann er zu dichten, erfand die Gestalt des schattenlosen Peter Schlemihl und wurde damit berühmt. Aber damit war er nicht angekommen, im Gegenteil: In einer Zeit, in der selbst die Fahrt zur nächsten Stadt noch ein Abenteuer war, zog es ihn hinaus in die Welt. Als Mitglied einer Forschungsreise auf der Suche nach der legendären Nordostpassage fand er als Naturkundler unbekannte Pflanzenarten und deckte Naturgesetze auf, die noch Darwin beeindruckten. Seinem Schlemihl nicht unähnlich verfasste er glänzende, poetische Berichte über seine dreijährige Weltreise.

Matthias Glaubrecht hebt bei seiner detektivischen Spurensuche in Museumssammlungen und in Chamissos Nachlass einen bis heute übersehenen Schatz. In dieser Biographie eines Heimatlosen können wir endlich den ganzen Chamisso entdecken. Er zeigt erstmals in aller Deutlichkeit, wie bei dieser Ausnahmegestalt zugleich Literatur und naturkundliche Erkenntnis entstanden, was Chamisso selbst aus seiner Weltreise machte und was die Nachwelt aus ihm.

Der Evolutionsbiologe, Biosystematiker und Wissenschaftshistoriker Matthias Glaubrecht, Jahrgang 1962, ist Professor für Biodiversität der Tiere an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Leiter des geplanten neuen Hamburger Naturkundemuseums (Evolutioneum) am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB). Er war Gründungsdirektor des ehemaligen Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg und Leiter der Abteilung Forschung am Museum für Naturkunde Berlin. Glaubrecht ist Autor mehrerer Bücher, darunter eine Biographie über Charles Darwin und „Am Ende des Archipels – Alfred Russel Wallace“.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg

Montag
30.
September 2024
20.00 Uhr

John von Düffel
(c) Katja von Düffel

   

John von Düffel
„Das Wenige und das Wesentliche: Ein Stundenbuch“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN


Ein Neujahrsmorgen im ligurischen Hinterland. Ein klösterliches Zimmer. Eine Landschaft, die zugleich karg ist und grün. In dieser stillen Umgebung, an diesem Tag des Anfangs und des Endes stellt sich die älteste Frage von allen noch einmal neu: Wie lebe ich richtig? Es beginnt ein Gedankengang durch die Stunden des Tages von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang, von den Anfängen der Lebensbetrachtung bis in die Gegenwart und darüber hinaus. Dieses Buch ist eine Einladung, die Suche nach der richtigen Richtung mitzugehen: im Nachdenken über Sinn und Sein, über die Lebensregeln des Wenigen und Wesentlichen sowie die klassischen Imperative der Schönheit, des Maßes und der Selbsterkenntnis.

JOHN VON DÜFFEL, geb. 1966 in Göttingen, studierte Philosophie in Stirling, Schottland, und Freiburg im Breisgau und promovierte über Erkenntnistheorie. Er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte bei DuMont, u. a. ›Vom Wasser‹ (1998), ›Houwelandt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014), ›Klassenbuch‹ (2017), ›Der brennende See‹ (2020), ›Wasser und andere Welten‹ (Neuausgabe 2021), ›Die Wütenden und die Schuldigen‹ (2021) sowie ›Das Wenige und das Wesentliche. Ein Stundenbuch‹ (2022). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis. Er lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist

Montag
07.
Oktober 2024
19.30 Uhr

Mathijs Deen
(c) Peter Arno Broer

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Literatur im Land Brandenburg
Mathijs Deen - "Der Retter"

Lesung und Gespräch: Jan Konst
Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Rathenow | Stadtbibliothek | Schleußen Platz 4

Karten unter:
03385 / 512683

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Bei einem Spaziergang an der Küste Northumberlands stoßen niederländische Urlauber auf die Überreste einer Leiche. Eine alte Schwimmweste deutet auf eine Verbindung zu einem 21 Jahre zuvor geschehenen Unglück hin. Damals sank der Seeschlepper Pollux nördlich der Düneninsel Rottumerplaat. In einer komplizierten Mission der Seenotretter von Ameland und Norderney konnten alle Besatzungsmitglieder gerettet werden – bis auf den Kapitän. Kommissar Liewe Cupido, genannt »der Holländer«, will den Fall abgeben, ist er doch gerade mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigt: dem mysteriösen Verschwinden seines Vaters auf See… Doch es geht nichts mehr ohne den zwischenmenschlichen Spürsinn des wortkargen Kommissars.

Mathijs Deen, geboren 1962, ist Schriftsteller und Hörfunkautor. Er veröffentlichte Romane, Kolumnen und einen Band mit Kurzgeschichten, der für den renommierten AKO-Literaturpreis nominiert war. 2018 wurde ihm für die literarische Qualität seines Werks der Halewijnpreis verliehen. Bei mare erschien von ihm zuletzt 2022 Der Holländer, der erste Fall für Liewe Cupido, der von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde.

Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Rathenow.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königsreichs der Niederlande

Dienstag
08.
Oktober 2024
19.30 Uhr

Mathijs Deen
(c) Peter Arno Broer

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Literatur im Land Brandenburg
Mathijs Deen - "Der Retter"

Lesung und Gespräch: Jan Konst
Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Bei einem Spaziergang an der Küste Northumberlands stoßen niederländische Urlauber auf die Überreste einer Leiche. Eine alte Schwimmweste deutet auf eine Verbindung zu einem 21 Jahre zuvor geschehenen Unglück hin. Damals sank der Seeschlepper Pollux nördlich der Düneninsel Rottumerplaat. In einer komplizierten Mission der Seenotretter von Ameland und Norderney konnten alle Besatzungsmitglieder gerettet werden – bis auf den Kapitän. Handelt es sich bei dem geborgenen Skelett um den Vermissten?
Kommissar Liewe Cupido, genannt »der Holländer«, will den Fall abgeben, ist er doch gerade mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigt: dem mysteriösen Verschwinden seines Vaters auf See. Doch als sein ermittelnder Kollege Xander Rimbach auf Norderney vergiftet wird, geht nichts mehr ohne den zwischenmenschlichen Spürsinn des wortkargen Kommissars.

Mathijs Deen, geboren 1962, ist Schriftsteller und Hörfunkautor. Er veröffentlichte Romane, Kolumnen und einen Band mit Kurzgeschichten, der für den renommierten AKO-Literaturpreis nominiert war. 2018 wurde ihm für die literarische Qualität seines Werks der Halewijnpreis verliehen. Bei mare erschien von ihm zuletzt 2022 Der Holländer, der erste Fall für Liewe Cupido, der von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde.

Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Zossen und Wünsdorf. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande und der Stadt Zossen

Mittwoch
09.
Oktober 2024
20.00 Uhr

Carsten Gansel
(c) Frank Wilhelm

   

Carsten Gansel
„Ich bin so gierig nach Leben. Brigitte Reimann. Die Biographie“
Jutta Hoffmann liest Texte der Autorin.

Lesung & Gespräch,
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

RESERVIEREN

Wie aktuell wirkt aus heutiger Sicht dieses unangepasste Leben einer Schriftstellerin, die vielen als Femme fatale galt, vor allem aber eine moderne, selbstbestimmte Frau und vielseitige Autorin war. Carsten Gansels umfassende Biographie Brigitte Reimanns (1933-1973) liefert die spannende Neubewertung des Lebens einer Schriftstellerin mit seinen Höhen und Tiefen. Zugleich gibt er einen umfaßenden Einblick in das komplexe Werk, das derzeit international neu entdeckt und gefeiert wird.

Carsten Gansel, geboren 1955 in Güstrow/Mecklenburg, seit 1995 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Gießen. Er arbeitete unter anderem zu Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann und Erwin Strittmatter. Als Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen verantwortete er u. a. die Neuausgabe von Heinrich Gerlachs »Durchbruch bei Stalingrad« (2016), die international für Aufsehen sorgte. Er lebt in Neubrandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist

Sonntag
13.
Oktober 2024
16.00 Uhr

Gabriele von Arnim
(c) Ralf Hiemisch

   

Gabriele von Arnim
„Der Trost der Schönheit. Eine Suche“

Lesung & Gespräch,
Moderation: Katarzyna Zorn

Nennhausen | Schloß Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
033878 / 60505
oder: info@schloss-nennhausen.de

Eintritt: 12 / 10 €

RESERVIEREN

Trost finden. In einer Welt, die so überwältigend, ängstigend, fordernd sein kann. Trost finden im Empfinden von Schönheit, weil das, so Gabriele von Arnim, nicht weniger ist als Selbsterhalt. «Ich brauche Schönheit. Den Trost der Schönheit. Denn wenn ich Schönheit sehe, höre, lese, spüre, dann glaube ich an Möglichkeiten. An Wege, Räume, Purzelbäume.»
Der Trost der Schönheit ist eine schillernde Verbindung aus autobiografischem und essayistischem Erzählen: keine Kulturgeschichte, die ihren Gegenstand mit Theorie einhegen will, sondern eine literarische Spurensuche. Gabriele von Arnim fragt nach den Formen und Wirkungen dessen, was wir schön nennen; nach dem Glück und den dunklen Seiten der Empfindsamkeit. Die Suche führt zurück in die Kindheit, zu einem Mädchen aus kühl geführtem Haus, das erst lernen muss, zu fühlen, um Schönheit – einen tröstlichen Moment lang – in all ihrer endlichen Fülle wahrnehmen zu können.
Nach dem Spiegel-Bestseller Das Leben ist ein vorübergehender Zustand ein neuer bewegender Bericht aus dem Innern. Ein Buch, das den Blick weitet für die Welt um uns und ihre Vergänglichkeit, das Mut macht zum Aushalten von Ambivalenz.

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für DIE ZEIT und SÜDDEUTSCHE, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für ARTE, SDR/SWR und SF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros.

Dienstag
15.
Oktober 2024
10.00 Uhr

Grit Poppe
(c) privat

   

Grit Poppe
„Die Weggesperrten. Umerziehung in der DDR – Schicksale von Kindern und Jugendlichen“

Lesung
Musikalische Begleitung: Detlef Jablonski (Gitarre)

Zossen | Geschwister-Scholl-Schule | Zum Königsgraben 10

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: frei

RESERVIEREN

Gritt Poppe „Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich – wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in Umerziehungsheimen, Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft. In das Leben renitenter Kinder und Jugendlicher wurde massiv eingegriffen, ihre Menschenrechte trat man mit Füßen. Viele von ihnen sind bis heute traumatisiert von den psychischen und physischen Misshandlungen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Zossen und Wünsdorf. Mit der freundlichen Unterstützung der Stadt Zossen.

Mittwoch
16.
Oktober 2024
20.00 Uhr

Marko Martin
(c) Anke Illing

Philipp Peyman Engel
(c) Marco Limberg

 

Wie weiter nach dem 7. Oktober 2023?
Über den alten und neuen Antisemitismus in Deutschland und Europa.

Marko Martin und Philipp Peyman Engel im Gespräch mit Harald Asel (RBB)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Eintritt: 12 / 10 € (nur verbindliche Reservierungen möglich!)

RESERVIEREN

Der 7. Oktober 2023 – ein Schreckenstag für Jüdinnen und Juden und die ganze Welt. Marko Martin, seit über 30 Jahren häufiger Gast und genauer Beobachter Israels, versucht ein Jahr nach dem Terrorangriff der Hamas mit seinem Buch „Und es geschieht jetzt“(Tropen) eine Seismographie: Wie hat sich jüdisches Leben in Deutschland und Israel verändert? Wie leben mit dem Schmerz, wie darüber reden?
Der 7. Oktober 2023 hat jüdisches Leben für immer verändert. Wie gehen Jüdinnen und Juden in Deutschland und Israel abseits der aufgeladenen Debatten im Alltag damit um? Was macht ihnen Angst, was gibt ihnen Hoffnung? Marko Martin spricht mit Familien und Freunden in Israel und Berlin. Und versucht, ihrem Ringen mit Trauer und Verzweiflung ebenso Raum zu geben wie ihrem Schmerz darüber, wie aus ihrem Leid in einem neuen Krieg das Leid der anderen wird. Er erzählt von der lebendigen Heterogenität Israels und von seiner inneren und äußeren Verletzlichkeit. Auch von der Einsamkeit vieler junger Israelis in Berlin wird berichtet, Menschen, die in Deutschland plötzlich die jüdische Ur-Erfahrung der Schutzlosigkeit machen - auch und vor allem in einem linken Milieu, das ihnen zuvor so nahe schien. Ein Buch der Zwischentöne, wo oftmals die Klischees dominieren; von einer Gesellschaft aus Ultraorthodoxen und Besatzungssoldaten auf der einen und Tel-Aviver-Party-People auf der anderen Seite.

Der deutsche Jude Philipp Peyman Engel ist schockiert, dass die Empörung in Deutschland so zögerlich zum Ausdruck kommt – aber nicht überrascht. Seit Jahren verfolgt der Chefredakteur der »Jüdischen Allgemeinen« die Anbiederung der deutschen Politik an die Feinde Israels und den alltäglichen Antisemitismus aus allen Ecken der Gesellschaft – von Rechten, von Linken, von muslimischen Migranten. Der 7. Oktober hat endgültig gezeigt, sagt Engel, dass es in Deutschland so nicht weitergehen kann. In seinem Buch „Deutsche Lebenslügen“(dtv) begibt sich Philipp Peyman Engel auf die Straßen von Neukölln und er begleitet Bundespräsident Steinmeier nach Israel, er schreibt über die Verlogenheit der deutschen Debatte und erzählt von seiner Jugend als Sohn einer persischen Jüdin in Nordrhein-Westfalen. Sein Buch ist auf der einen Seite eine Abrechnung mit denen, die zum Terror schweigen und eine Aufforderung, Haltung zu zeigen. Auf der anderen Seite ist es die schonungslose Beschreibung der moralischen Krise dieses Landes.

Marko Martin lebt, sofern nicht auf Rei- sen, als Schriftsteller in Berlin. Neben einem Essayband zur israelischen Litera- tur und einer Tel Aviv-Hommage erschie- nen in der Anderen Bibliothek seine Bücher Schlafende Hunde und Die Nacht von San Salvador sowie 2019 der Essay- band Dissidentisches Denken. Mit Das Haus in Habana. Ein Rapport stand er auf der Shortlist des Essayistikpreises der Leipzi- ger Buchmesse. Bei Tropen zuletzt erschienen: Die letzten Tage von Hongkong (2021).

Philipp Peyman Engel, geboren 1983 in Herdecke, ist als Sohn einer persischen Jüdin und eines deutschen Vaters im Ruhrgebiet aufgewachsen. Er studierte Philosophie, Pädagogik und Literatur und Medienpraxis in Bochum sowie Essen. Der Journalist ist Chefredakteur der Wochenzeitung »Jüdische Allgemeine«. Das »Medium Magazin« zeichnete ihn 2023 mit dem renommierten Medienpreis »Chefredakteur des Jahres« aus. Texte von Engel zum jüdischen Leben, Antisemitismus und Israel erscheinen regelmäßig im »Spiegel«, »FAZ« und »Deutschlandfunk«.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Peter Huchel Haus in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Donnerstag
07.
November 2024
20.00 Uhr

Grit Poppe, Niklas Poppe
(c) Marie Poppe

   

Buchpremiere
„Verschleppt, verbannt, verschwunden – Deutsche Kriegsjugend in Stalins Lagern und Gefängnissen“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Grit und Niklas Poppe erzählen die Schicksale Jugendlicher und junger Erwachsener nach, die nach dem Erleben der NS-Zeit, nach Kriegs- und Nachkriegserlebnissen in die Fänge des sowjetischen Geheimdienstes gerieten, verhaftet und verschleppt und nicht wenige auch getötet wurden – oft ohne, dass ihre Angehörigen damals etwas von ihrem Schicksal erfuhren.
Bereits 1945 erfolgten die ersten Verhaftungen von Schülern in der SBZ durch den sowjetischen Geheimdienst. So wurden beispielsweise vier 15- bis 16-jährige Schüler der „Zweiten Städtischen Oberschule für Jungen“ in Potsdam (heute Einstein-Gymnasium) verhaftet, unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert, verhört und misshandelt. Auslöser der Verhaftungen war, dass die Schüler sich weigerten am Russischunterricht teilzunehmen. Beschuldigt wurden sie, eine „Werwolf“-Gruppe gegründet und „antisowjetische Propaganda“ betrieben zu haben. Alle vier wurden zum Tode durch Erschießen verurteilt. Der Jüngste, Hermann Schlüter, wurde schließlich zu 20 Jahren Arbeitslager „begnadigt“. Die anderen drei Schüler wurden am 18. 4. 1946 erschossen.
Im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes stehen die Leidensgeschichten und Hafterlebnisse Betroffener aus der gesamten SBZ und DDR, die jung und unschuldig, oft für Jahre – ausgehend vom KGB-Gefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße – in einem der Speziallager der Sowjets und im Gulag verbringen mussten. Ihre Schicksale zeigen, wie schwer und nachhaltig Menschenwürde und Menschenrechte verletzt wurden.

Niklas Poppe, geboren 1991 in Potsdam, studierte an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) Deutsche Sprache und Literatur sowie Geschichtswissenschaft und arbeitet in der Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale) als Gedenkstättenpädagoge. Er lebt in Halle.

Grit Poppe, geboren 1964 in Boltenhagen, studierte am Literaturinstitut Leipzig, lebt in Potsdam, schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihre Jugendromane „Weggesperrt“ und „Verraten“ wurden mehrfach ausgezeichnet.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Politisches Bildungsforum Brandenburg).

Montag
11.
November 2024
20.00 Uhr

John von Düffel
(c) Katja von Düffel

   

Buchpremiere
John von Düffel
„Ich möchte lieber nichts. Eine Geschichte vom Konsumverzicht“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder
Mit Empfang

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Ist das Ende des Kapitalismus schwerer vorstellbar als das Ende der Welt?
»Der erste Asket der Zukunft, der mir je begegnet ist, war eine Frau«, schreibt John von Düffel in seinem viel gelesenen Stundenbuch ›Das Wenige und das Wesentliche‹. Diese Frau, die Schottin Fiona, damals eine Philosophiestudentin, sucht er nun nach Jahrzehnten wieder auf. Im Gepäck hat er viele Fragen, die er mit ihr auf langen Stadtwanderungen in intensiven Gesprächen weiterdenkt: Wie leben wir richtig? Was ist das Wesentliche in einer Welt des Überflusses? Wie viel Konsumverzicht ist möglich? Und: Was hat das mit Freiheit zu tun? Zwei Tage verbringen sie zusammen in Edinburgh. Und es entwickelt sich daraus ein Gedankenaustausch über die zentralen Fragen unserer Zeit. Es folgt ein Briefwechsel, der nicht nur nach Antworten sucht, sondern auch Rätsel aufgibt. Wer genau ist Fiona eigentlich und wie ist ihr Leben seit dem Studium verlaufen?
Eine Geschichte über die Angst vor Veränderung, den Mut zur Abweichung und die Frage nach dem Einsamen und dem Gemeinsamen: Solitaire oder Solidaire?

JOHN VON DÜFFEL wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitete als Dramaturg u. a. am Thalia Theater Hamburg sowie am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit 1998 veröffentlicht er Romane, Erzählungsbände sowie essayistische Texte bei DuMont, u. a. ›Vom Wasser‹ (1998), ›Houwelandt‹ (2004), ›Wassererzählungen‹ (2014), ›Klassenbuch‹ (2017), ›Der brennende See‹ (2020), ›Wasser und andere Welten‹ (Neuausgabe 2021), ›Die Wütenden und die Schuldigen‹ (2021) und zuletzt ›Das Wenige und das Wesentliche‹ (2022). Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis.

Mit freundlicher Unterstützung durch den DuMont Literaturverlag

Donnerstag
14.
November 2024
19.30 Uhr

Juli Zeh
(c) Peter von Felbert

Dirk Oschmann
(c) Jakob Weber

 

„Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung?“
Ein Gespräch zwischen Juli Zeh & Dirk Oschmann.

Im Januar 2024 ist Dirk Oschmann bei einer Veranstaltung in der Festhalle Ilmenau von der Bühne gestürzt. Die zahlreichen Verletzungen wirken bis heute nach, so dass er die Veranstaltung am 7. Juli 2024 im Nikolaisaal Potsdam absagen muss. Als Ersatztermin steht nun der 14. November 2024, 19.30 Uhr, fest. Bisher erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit oder können zurückgegeben werden.

Moderation: Knut Elstermann

Potsdam | Nikolaisaal | Wilhelm-Staab-Str. 10/11

Ausverkauft!

Karten unter:
0331 / 28 888 28
oder: www.nikolaisaal.de

Eintritt: 20 / 18 €

Wie redet der Westen über den Osten? Und was bedeutet es, eine ostdeutsche Identität auferlegt zu bekommen, die zudem für die wachsende gesellschaftliche Spannung verantwortlich gemacht wird? Nach wie vor gilt der Westen als Norm und der Osten als Abweichung, so der Befund von Dirk Oschmann. Ob Populismus, mangelndes Demokratieverständnis oder Verschwörungsmythen: die Mängelliste für den Osten ist lang. Der Westen, so die Schriftstellerin Juli Zeh, habe die Wiedervereinigung 1990 vor allem als Problem gesehen.

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman Adler und Engel (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Dirk Oschmann, geboren 1967 in Gotha, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit LIT:potsdam.

Freitag
15.
November 2024
18.00 Uhr

   

Lausitzer LesArt

Brandenburg liest!

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Festsaal, Schloßbezirk 6

Karten unter:
oder: 0331 / 2804103

Eintritt: 15 €

Sechs auf einen Streich! Wann hat man schon die Möglichkeit, sechs Autoren und Autorinnen an einem Abend zu erleben? Die Veranstaltung auf Schloss Lübbenau vereint zum wiederholten Mal ganz unterschiedliche Genres: vom Krimi, Sachbuch, Roman bis zur Lyrik reicht das Spektrum. Freuen Sie sich auf Einblicke in das großartige und vielfältige Schaffen brandenburgischer Autoren.
• Elisabeth Hermann „Der Teegarten“
• Yvonne Zitzmann „Tage des Vergessens“
• Georg-Büchner-Preisträger Lutz Seiler liest Peter Huchel (1903-1981) „Havelnacht“
• Julia Schoch „Das Liebespaar des Jahrhunderts“
• Manfred Görtemaker „Rudolf Hess. Der Stellvertreter. Eine Biographie"
• Sven Stricker „Sörensen macht Urlaub“

Mit freundlicher Unterstützung durch die LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, präsentiert von der Lausitzer Rundschau.

Dienstag
19.
November 2024
20.00 Uhr

Ulrich Noethen
(c) Irène Zandel

   

Immanuel Kant zum 300. Geburtstag
Ulrich Noethen liest Kant

Lesung und Empfang
Einführung: Dr. Maja Schepelmann (Berlin- Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Eintritt: 15 €

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Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren. Der Weltweise aus
Königsberg hat im 18. Jahrhundert Erkenntnistheorie, Moralphilosophie
und auch unser Verständnis universeller Menschenrechte revolutioniert.
Wie aktuell ist Kant? Kann uns der Verfasser der Schrift "Zum ewigen
Frieden" auch bei der Bewältigung von Konflikten wie zum
Beispiel der asymmetrischer Kriegsführung oder Verbreitung "alternativer Fakten" helfen? Welchen Einfluß hat sein Manifest der Willensfreiheit: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" auf das
Zeitalter der Künstlichen Intelligenz?

Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung Königsberg im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Montag
25.
November 2024
19.00 Uhr

Mariken Heitmann
(c) Jelmer de Hass

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Literatur im Land Brandenburg 2024
Mariken Heitman „Wilde Erbsen“ (Aus dem Niederländischen von: Christiane Burkhardt)

Lesung Gespräch
Moderation und Übersetzung: Jan Konst

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus | Berliner Str. 13/14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.bibliothek-cottbus.de

Eintritt: 10 / 8 €

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»Ein Triumph der literarischen Phantasie.« (Jurybegründung Libris Literaturpreis)

Elke ist anders, und das schon immer. Sie trägt nicht die richtige Kleidung, stellt nicht die richtigen Fragen, liebt in den Augen der Gesellschaft nicht die richtigen Menschen. Dadurch fühlt sie sich nirgends richtig zugehörig und stolpert immer wieder in absurde Situationen. Aber als Biologin weiß Elke, dass alles immer zum Licht wächst. Ein Roman, der alle Schichten freilegt, Schichten der Erde, der Zeit und der Vorurteile.
»Wilde Erbsen« erzählt die Geschichte der Saatgutzüchterin Elke, die sich nach einem gescheiterten Versuch, eine neue Kürbissorte zu züchten, auf eine Insel vor der niederländischen Nordseeküste der Niederlande begibt. Sie will dort die Ur-Erbse wieder auswildern. Parallel zu diesem Vorhaben und Elkes eigener Identitätssuche tritt die mythische Figur Ra auf, die neuntausend Jahre zuvor in Südwestasien lebte. Ihr werden besondere Kräfte zugeschrieben, was sie zum Orakel und gleichzeitig zum Sündenbock für die Gemeinschaft macht. Ra scheint, genau wie Elke in der Gegenwart, in keine Schublade zu passen. Und auch die Erbsen beweisen, dass Binarität etwas ist, was in der Natur nicht existiert – bis der Mensch eingreift. Mariken Heitman hat einen klugen, zeitgemäßen und humorvollen Roman über Natürlichkeit, Landwirtschaft und die großen Fragen der menschlichen Existenz geschrieben.

Mariken Heitman (1983) studierte Biologie in Utrecht und arbeitete mehrere Jahre im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Im Januar 2019 erschien ihr viel gelobtes Debüt »The Aquatic Ape«. Es wurde für den Jan-Wolkers-Preis und die Bronzene Eule nominiert und stand auf der Shortlist für den Anton-Wachter-Preis. Ihr Roman »Worm Moon« wurde 2022 mit dem Libris Literature Prize ausgezeichnet.

Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Cottbus
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Dienstag
26.
November 2024
16.00 Uhr

Mariken Heitmann
(c) Jelmer de Hass.jpg

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Literatur im Land Brandenburg 2024
- Lesecafè am Nachmittag -
Mariken Heitman „Wilde Erbsen“ (Aus dem Niederländischen von: Christiane Burkhardt)

Lesung Gespräch
Moderation und Übersetzung: Jan Konst

Luckenwalde | Bibliothek im Bahnhof | Bahnhofsplatz 5

Karten unter:
03371 / 403340

Eintritt: 10 / 8 €

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»Ein Triumph der literarischen Phantasie.« (Jurybegründung Libris Literaturpreis)

Elke ist anders, und das schon immer. Sie trägt nicht die richtige Kleidung, stellt nicht die richtigen Fragen, liebt in den Augen der Gesellschaft nicht die richtigen Menschen. Dadurch fühlt sie sich nirgends richtig zugehörig und stolpert immer wieder in absurde Situationen. Aber als Biologin weiß Elke, dass alles immer zum Licht wächst. Ein Roman, der alle Schichten freilegt, Schichten der Erde, der Zeit und der Vorurteile.
»Wilde Erbsen« erzählt die Geschichte der Saatgutzüchterin Elke, die sich nach einem gescheiterten Versuch, eine neue Kürbissorte zu züchten, auf eine Insel vor der niederländischen Nordseeküste der Niederlande begibt. Sie will dort die Ur-Erbse wieder auswildern. Parallel zu diesem Vorhaben und Elkes eigener Identitätssuche tritt die mythische Figur Ra auf, die neuntausend Jahre zuvor in Südwestasien lebte. Ihr werden besondere Kräfte zugeschrieben, was sie zum Orakel und gleichzeitig zum Sündenbock für die Gemeinschaft macht. Ra scheint, genau wie Elke in der Gegenwart, in keine Schublade zu passen. Und auch die Erbsen beweisen, dass Binarität etwas ist, was in der Natur nicht existiert – bis der Mensch eingreift. Mariken Heitman hat einen klugen, zeitgemäßen und humorvollen Roman über Natürlichkeit, Landwirtschaft und die großen Fragen der menschlichen Existenz geschrieben.

Mariken Heitman (1983) studierte Biologie in Utrecht und arbeitete mehrere Jahre im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Im Januar 2019 erschien ihr viel gelobtes Debüt »The Aquatic Ape«. Es wurde für den Jan-Wolkers-Preis und die Bronzene Eule nominiert und stand auf der Shortlist für den Anton-Wachter-Preis. Ihr Roman »Worm Moon« wurde 2022 mit dem Libris Literature Prize ausgezeichnet.

Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Donnerstag
23.
Januar 2025
19.00 Uhr

Jörg Hartmann
(c) Silvia Medina

Joerg Thadeusz
(c) Maya Claussen

 

Lausitzer LesART
Jörg Hartmann „Der Lärm des Lebens“

Lesung und Gespräch
Moderation: Jörg Thadeusz (RBB)

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 30 € (nur verbindliche Reservierungen möglich)

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In «Der Lärm des Lebens» erzählt Jörg Hartmann auf hinreißende Weise seine Geschichte und die seiner Eltern und Großeltern. Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft der Familie – und an den Ruhrpott. Ob es um die Situation seiner gehörlosen Großeltern im Nationalsozialismus geht, das Leben seiner Mutter als Pommesbudenbesitzerin, die Demenzerkrankung seines Vaters, der Dreher und leidenschaftlicher Handballer war, die vielen skurrilen Erlebnisse in der Großfamilie oder um Schlüsselbegegnungen, die er als Schauspieler hatte – immer hält Hartmann die Balance zwischen Tragik und Komik.
Er hat dabei einen kraftvollen Erzählton – persönlich, berührend, humorvoll. Und fragt: Warum kehren wir immer wieder zu unseren Wurzeln zurück? Es geht Hartmann darum, den Kreislauf des Lebens zu fassen: Eltern und Kinder, Anfang und Ende, Aufbruch und Ankunft, Werden und Vergehen – eben alles, was zum geliebten Lärm des Lebens gehört. Ein weises, geschichtenpralles Buch über Herkunft und Heimat – und den Wunsch, sich davon zu lösen und in die Welt zu ziehen. Eine Éducation sentimentale und, wie nebenbei, eine Mentalitätsgeschichte des Ruhrpotts. Insofern ist das Zusammentreffen mit Jörg Thadeusz passend, da er mit seinem zuletzt erschienenen Roman „Steinhammer“ ebenfalls eine Hommage an den Ruhrpott vorgelegt hat.

Jörg Hartmann gehört zu den bedeutendsten deutschen Charakterdarstellern. 1969 geboren, wuchs er in Herdecke, im Ruhrpott, auf. Nach seiner Schauspielausbildung und verschiedenen Theaterengagements wurde er 1999 Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne. Fernsehproduktionen wie «Weissensee» oder der Dortmund-Tatort, in dem er Kommissar Faber spielt, machten ihn einem breiten Publikum bekannt; im Kino war er etwa in «Wilde Maus» oder zuletzt in «Sonne und Beton» zu sehen. Jörg Hartmann wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldenen Kamera und dem Grimme-Preis. Für den Tatort «Du bleibst hier» (2023) schrieb er das Drehbuch. Er hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Jörg Thadeusz, Journalist, Moderator und Autor. Für seine Außenreportagen bei »Zimmer frei« erhielt er den Grimme-Preis. Er moderiert die politische Gesprächssendung »Thadeusz und die Beobachter« im rbb-Fernsehen. Bei WDR2 befragt er in seiner Abendsendung Menschen, die etwas zu sagen haben. Er ist wöchentlicher Kolumnist der Berliner Morgenpost. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen von ihm »Rette mich ein bisschen«, 2003; »Alles schön«, 2004; »Aufforderung zum Tanz« (gemeinsam mit Christine Westermann), 2008; »Die Sopranistin«, 2011, sowie »Die vereinigten Zutaten von Amerika«, 2012 (gemeinsam mit Anna Engelke).

In Kooperation mit dem Schloßhotel Lübbenau und der Lausitzer Rundschau.