Potsdamer Leseclubs 2022

Lesen, Kommentieren, Feiern.

An sechs attraktiven Orten in Potsdam am 7.Oktober 2022 gleichzeitig. Kleine Teilnehmergruppen! Die Autorinnen und Autoren sind anwesend.
Eine Abschlussveranstaltung mit Musik und Empfang findet in der Villa Quandt statt.

So funktioniert das:

Die Anmeldung erfolgt direkt über den Link  

Unkostenbeitrag: 15,- Euro

Was ist in dem Unkostenbeitrag enthalten:

  • Zutritt zum Leseclub (15-20 Gäste)
  • Sie bekommen das jeweilige Buch Ihres Leseclubs kostenfrei zugeschickt
  • Sie sind zur Abschlussveranstaltung mit Musik in der Villa Quandt (ab 20 Uhr) eingeladen

Bitte lesen Sie, wenn möglich, das Buch vorher, um sich mit anderen darüber austauschen zu können.
Die Autorin bzw. der Autor ist anwesend und steht für Fragen zur Verfügung.
Ein Moderator führt durch den Abend.

Projektleitung und Kontakt:
Katarzyna Zorn
Brandenburgisches Literaturbüro
Tel.: 0331-2804103

ALG

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds bewilligt durch die ALG. Kooperationspartner : Konrad-Adenauer-Stiftung , Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande, Literaturladen Wist. Das Brandenburgische Literaturbüro wird durch das Ministerium, für Wissenschaft, Forschung und Kultur der Landes Brandenburg gefördert.

Folgende Bücher stehen aktuell zur Auswahl:

Mathijs Deen „Der Holländer “, mare Verlag 2022
Gerda Blees „Wir sind das Licht “, Zsolnay Verlag 2022
Alexander Oetker „Mittwochs am Meer“, Atlantik Verlag 2021
Thomas Meyer „Hat sie recht?“, Diogenes Verlag 2021
Stephan Abarbanell „10 Uhr 50, Grunewald“, Blessing Verlag 2022
Angela Steidele "Aufklärung. Ein Roman" Insel Verlag 2022

Der Holländer

Mathijs Deen
"Der Holländer" | mare Verlag 2022

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2022/2023

Freitag
07.
Oktober 2022
18.00 Uhr


Potsdam, Literaturladen Wist, Dortustraße 17
Unkostenbeitrag inkl. Buch, Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
20 Tln.
Mathijs Deen
(c) Peter Arno Broer

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke,  Moderation: Jan Konst

Ein Toter im Watt zwischen Holland und Deutschland. Kompetenzgerangel zwischen niederländischer und deutscher Polizei. Ein Fall für Liewe Cupido, genannt »der Holländer«.

Es soll eine ruhige Fahrt übers Wattenmeer für Geeske Dobbenga werden, die letzte vor ihrer Pensionierung beim niederländischen Grenzschutz. Doch in der Emsmündung stößt ihr Patrouillenboot auf eine Leiche. Bevor die Flut sie wegträgt, bringen Geeske und ihre Mannschaft sie nach Delfzijl in den Niederlanden. Damit beginnen die Probleme: Der Tote war Deutscher, und sein Fundort liegt in umstrittenem Grenzgebiet. Während der Streit um die Zuständigkeit beiderseits der Grenze eskaliert und die Fragen rund um den toten Wattwanderer sich häufen, schickt die Bundespolizei See in Cuxhaven heimlich einen Ermittler nach Delfzijl: Liewe Cupido, gebürtiger Deutscher, aber auf der niederländischen Insel Texel aufgewachsen. Seine deutschen Kollegen nennen diesen eigenwilligen, schweigsamen Typen: den Holländer. Wer, wenn nicht er, könnte den Fall lösen?

Mathijs Deen, geboren 1962, ist Schriftsteller und Radioproduzent. Er veröffentlichte Romane, Kolumnen und einen Band mit Kurzgeschichten, der für den renommierten AKO-Literaturpreis nominiert war. 2018 wurde ihm für die literarische Qualität seines Werks der Halewijnpreis verliehen. Bei mare erschienen bisher sein Romane Unter den Menschen (2019) und Der Schiffskoch (2021).

Jan Konst (*1963) arbeitet an der Freien Universität Berlin und ist Lehrstuhlinhaber Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft. Seine akademischen Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der niederländischsprachigen Gegenwartsliteratur.

Zuletzt erschienen (Oktober 2021): Na de revolutie. Kind van de jaren zeventig (Nach der Revolution. Kind der siebziger Jahre) – eine autobiografisch geprägte Kulturgeschichte eines Jahrzehnts des sozialen Wandels und der indivuduellen Entfaltung.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Wir sind das Licht

Gerda Blees
"Wir sind das Licht" | Zsolnay Verlag 2022

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2022/2023

Freitag
07.
Oktober 2022
18.00 Uhr


Potsdam, Buchhandlung Victoriagarten, Geschwister-Scholl-Straße 10
Unkostenbeitrag inkl. Buch Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
20 Tln.
Gerda Blees
(c) Bartjan de Bruijn

Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing, Moderation: Katharina Borchardt

Ein unkonventioneller, einzigartiger Roman – und die Geschichte einer stillen Radikalisierung

Eine Wohnung, drei Frauen, ein Mann. Eine der Frauen ist tot. Als der Notarzt eintrifft, herrscht eine ruhige, ja unheimliche Atmosphäre, und er stellt fest: Elisabeth ist – vor den Augen ihrer Mitbewohner – verhungert. Muriel, Petrus und Elisabeth haben, jeder auf eigene Art, den Halt im Leben verloren. Elisabeths Schwester Melodie und der Verzicht auf Nahrung scheinen diese Lücke zu füllen. Was sich von innen – bis in den Tod – richtig anfühlt, ist von außen nur sehr schwer zu fassen. Gerda Blees erzählt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, auch die Eltern, die Polizei oder der Tatort selbst kommen zu Wort. Für ihren herausragend modernen Debütroman erhielt sie zahlreiche Preise.

Gerda Blees, geboren 1985, lebt in Haarlem, sie studierte Fine Arts an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und unterrichtete an verschiedenen Universitäten. Ihr Romandebüt Wir sind das Licht wurde u.a. mit dem Nederlandse Boekhandelprijs und dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet. 

Katharina Borchardt ist Literaturredakteurin und Moderatorin bei SWR2 sowie freie Kritikerin. Sie hat Philosophie und Germanistik studiert. Einen Teil ihres Studiums verbrachte sie in Amsterdam. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit niederländischer und flämischer Literatur.

Mittwochs am Meer

Alexander Oetker:
„Mittwochs am Meer“ | Atlantik Verlag 2021

Freitag
07.
Oktober 2022
17.30 Uhr


Potsdam, Russische Kolonie, *
* die genaue Adresse erfahren Sie bei der Anmeldung
Unkostenbeitrag inkl. Buch Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
15 Tln.
Alexander Oetker
(c) David-Maupilé

Jeden Mittwoch fährt Maurice aus Paris in ein verträumtes Hafenstädtchen in der Bretagne, weil er dort einen beruflichen Auftrag hat. Der stille Mann aus der Hauptstadt stößt auf Misstrauen und Ablehnung bei den rauen Einheimischen, den Fischern und Arbeitern. Doch dann lässt die schöne Rezeptionistin seines Hotels ihm eines Mittwochs einen Liebesbrief und einen Gedichtband zukommen. Maurice ist verzaubert von den Worten der Frau. Sie gehen aus, lernen sich kennen und lieben. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Affäre, die jeden Mittwoch neu entflammt, den ganzen Sommer lang. Das Paar fühlt sich wie in einem Traum, der zur Reise wird und schließlich zu einer überraschenden Erkenntnis führt.

Alexander Oetker geboren 1982, war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und liebt alles, was mit der Grande Nation zu tun hat. Seine Luc-Verlain-Krimis sind allesamt Bestseller, seine Romane und Reiseführer Erfolgsgaranten im Buchhandel. Alexander Oetker lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Brandenburg und in Frankreich.

Hat sie recht

Thomas Meyer
"Hat sie recht?" | Diogenes Verlag 2021

Freitag
07.
Oktober 2022
12.30 Uhr


Potsdam, Kleist Schule, Friedrich-Ebert-Straße 17
Unkostenbeitrag inkl. Buch, Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
20 Tln.
Thomas Meyer
(c) Diogenes Verlag

Unbequeme Antworten auf allerlei Lebensfragen, Moderation: Torsten Walter

Wenn man Thomas Meyer um Rat fragt, bekommt man ihn auch. Und wie! In pointierten Texten beantwortet er Fragen zu Partnerwahl und Beziehungen aller Art, zwischenmenschlicher Kommunikation, Haustieren, Moral, Glück und Respekt. Dabei geht es Meyer nicht darum, einfache Lösungen anzubieten – er lenkt den Blick vielmehr auf die Fragenden selbst und lädt auf inspirierende und provokante Weise zu neuen Sichtweisen ein.

Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, arbeitete nach einem abgebrochenen Jura-Studium als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Seit 2012 ist er freier Schriftsteller und freut sich jeden Tag darüber. Seine ›Wolkenbruch‹-Romane und sein Sachbuch ›Trennt Euch!‹ wurden zu Bestsellern, die Verfilmung ›Wolkenbruch‹ (2018) war ein großer Kinoerfolg.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros. In Koopertion mit der Konrad-Adenauer-Stifung , Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

10 Uhr 50, Grunewald

Stephan Abarbanell
"10 Uhr 50, Grunewald" | Blessing Verlag 2022

Freitag
07.
Oktober 2022
17.30 Uhr


Potsdam, Bertiniweg, *
* die genaue Adresse erfahren Sie bei der Anmeldung
Unkostenbeitrag inkl. Buch, Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
15 Tln.
Stephan Abarbanell
(c) Gundula Krause

Ein feinsinnig intimer Roman, Moderation: Torsten Walter

Es ist ein kühler, bewölkter Junitag, als Walther Rathenau, seit wenigen Monaten Außenminister der Weimarer Republik, in einen offenen Wagen steigt, um ins Ministerium zu fahren. Erst seit Kurzem ist er von der Konferenz in Rapallo zurück, wo die Zukunft Deutschlands mit den Alliierten des Ersten Weltkriegs vertraglich geregelt wurde. Sein eher hilfloser Schulterschluss mit der Sowjetunion hat ihm nicht nur Kritik sondern auch Morddrohungen eingebracht: Er, der Jude, habe Deutschland verraten. 

Fünf Minuten nachdem er im Wagen Platz genommen hat, ist Rathenau tot - erschossen von Rechtsextremen. Diese letzte Fahrt gestaltet Stephan Abarbanell in seinem so poetischen wie psychologisch tiefgründigen Roman als eine Reise Rathenaus zu sich selbst, auf der er endlich Antworten findet, auf die Fragen, die sein ganzes Leben geprägt haben. 

Aufklärung

Angela Steidele
"Aufklärung. Ein Roman" | Insel Verlag 2022

Freitag
07.
Oktober 2022
18.00 Uhr


Potsdam, Druckerei Rüss, Ulanenweg 4
Unkostenbeitrag inkl. Buch, Teilnahme und Empfang 15,00 Euro

max.
20 Tln.
Angela Steidele
(c) Heike Steinweg

Leipzig im 18. Jahrhundert, in seiner glänzendsten Zeit. Von den Messen tragen die Händler nicht nur Waren, sondern auch Ideen nach ganz Europa. Johann Sebastian Bach vermisst das Universum in Tönen, unterstützt von seiner Frau, der Kammersängerin Anna Magdalena, und seiner ältesten Tochter Dorothea. Derweil erforscht das Ehepaar Gottsched die deutsche Sprache und verbreitet unermüdlich das Licht der Aufklärung. Empört über die Biographie, die Johann Christoph Gottsched nach dem frühen Tod seiner Frau Luise veröffentlicht, beschließt Dorothea Bach, ihre eigenen Erinnerungen zu Papier zu bringen. Es war doch alles ganz anders mit Voltaire, Lessing und dem jungen Goethe! Schließlich leben wir im Zeitalter des hochgelahrten Frauenzimmers!

Leichthändig und heiter zeichnet Angela Steidele in ihrem Roman ein gewitztes Porträt der Aufklärung aus Frauensicht. Mitreißend erzählt sie von Musikern und Buchdruckern, Dichterinnen und Schauspielerinnen, von Turbulenzen des Geistes, wissenschaftlichen Höhenflügen und von der Weltweisheit in der Musik. Historisch versiert, unsere Gegenwart im Blick, schildert sie Schicksalsjahre einer Epoche, in der es kurz möglich schien, Frauen und Männer könnten gemeinsam die Welt zur Vernunft bringen.

Wissenschaftlich recherchieren – literarisch schreiben ist Angela Steideles Markenzeichen in Werken wie Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens (2010), Anne Lister. Eine erotische Biographie(2017), Zeitreisen (2018) sowie Poetik der Biographie (2019). Für ihren Roman Rosenstengel (2015) erhielt sie den Bayerischen Buchpreis. Die Autorin, geb. 1968, lebt in Köln.