Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
30.
Mai 2017
20.00 Uhr

Jörg Friedrich
(c) Scherhaufer

100 Jahre Russische Revolution
"Lenins Machtergreifung oder mußte das sein?"

Jörg Friedrich. Vortrag.

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

Der Ruin Europas im 20. Jahrhundert begann mit der Niederlage zweier Demokratien; der eine Fall ist weltberühmt, der andere weniger. Weimar verlor in fünfzehneinhalb Jahren. Noch folgenschwerer aber rasend schnell zerstörte sich die russische Demokratie, die vor 100 Jahren, im Februar 1917 ans Ruder kam. Der Zar wurde gestürzt, die Parteien stellten die Regierung, Räte wurden gewählt und kontrollierten jeden Schritt, das ganze Land verwandelte sich in eine öffentliche Dauerversammlung. Der "Oktoberrevolution" genannte Staatsstreich begründete eine Parteidiktatur, vielerorts beliebt bis zum heutigen Tag.
Die Weltgeschichte wäre glücklicher verlaufen, hätte sich die russische Demokratie nach der Februarrevolution 1917 behaupten können. Kein Mensch rief da nach Gleichschaltung durch Führererlaß. Es kann aber sein, daß ein Freiheitssystem darin versagt, eine funktionierende Ordnung zu schaffen, daß es den Kopf verliert, frohgemut Katastrophenpolitik betreibt. Dann wird es davongejagt. Dies bewirkt aber nicht allein die Kunst der großen Machtergreifer, ob Lenin, ob Hitler. Erzählen wir abwechselungshalber eine andere Geschichte: Wie eine Demokratie sich selber ruiniert.
Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: Der Brand liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband Brandstätten wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen. 2014 erschien sein Buch "14/18. Der Weg nach Versailles.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
31.
Mai 2017
19.30 Uhr

Jörg Friedrich
(c) Scherhaufer

100 Jahre Russische Revolution
"Lenins Machtergreifung oder mußte das sein?"

Jörg Friedrich. Vortrag.

Premnitz | Villa am See | Mozartstr.1

Karten unter:
03386 / 2139680

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Der Ruin Europas im 20. Jahrhundert begann mit der Niederlage zweier Demokratien; der eine Fall ist weltberühmt, der andere weniger. Weimar verlor in fünfzehneinhalb Jahren. Noch folgenschwerer aber rasend schnell zerstörte sich die russische Demokratie, die vor 100 Jahren, im Februar 1917 ans Ruder kam. Der Zar wurde gestürzt, die Parteien stellten die Regierung, Räte wurden gewählt und kontrollierten jeden Schritt, das ganze Land verwandelte sich in eine öffentliche Dauerversammlung. Der "Oktoberrevolution" genannte Staatsstreich begründete eine Parteidiktatur, vielerorts beliebt bis zum heutigen Tag.
Die Weltgeschichte wäre glücklicher verlaufen, hätte sich die russische Demokratie nach der Februarrevolution 1917 behaupten können. Kein Mensch rief da nach Gleichschaltung durch Führererlaß. Es kann aber sein, daß ein Freiheitssystem darin versagt, eine funktionierende Ordnung zu schaffen, daß es den Kopf verliert, frohgemut Katastrophenpolitik betreibt. Dann wird es davongejagt. Dies bewirkt aber nicht allein die Kunst der großen Machtergreifer, ob Lenin, ob Hitler. Erzählen wir abwechselungshalber eine andere Geschichte: Wie eine Demokratie sich selber ruiniert.
Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: Der Brand liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband Brandstätten wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen. 2014 erschien sein Buch "14/18. Der Weg nach Versailles.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Freitag
02.
Juni 2017
10.00 Uhr
 

Claudia Kühn: "Strom auf der Tapete". Jugendbuch.

Lesung

Zossen OT Dabendorf | Geschwister-Scholl-Schule | Triftstrasse 3

Eintritt: Eintritt frei

Ron Robert Ranke hat keinen Plan. Das ist der Plan. Logisch. Aber er hat ein altes Foto aus der Küchenschublade. Deswegen fahren er und die geheimnisvolle
Clara mit dem Schneewittchen zur Wahl der Oderbruchkönigin in ein gottverlassenes Dorf an der polnischen Grenze. Damit sich die Wölfe endlich vom Acker machen, und weil er wissen will, wer sein Vater ist... „Stilsicher, witzig und zugleich mit grossem Ernst lotsen die Autorinnen ihre Figuren durch die kleinen und grossen Katastrophen dieses
Roadmovies. Kann das gut gehen? Es geht gut, in jeder Hinsicht.“ Aus der Jury Begründung des Peter-Härtling-Preises.
Claudia Kühn, in Ostberlin geboren, studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Germanistik und Kulturwissenschaften. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele und Romane (u. a. die Bücher „Türkisch für Anfänger“). Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Andrea Badey, geboren in Oberhausen, studierte Schauspiel in Hamburg. Es folgten Auftritte an Stadt- und Staatstheatern und freien Bühnen. Die Autorin, Schauspielerin,
Kabarettistin und Sängerin lebt mit ihrer Familie in Köln.

Montag
12.
Juni 2017
20.00 Uhr

Stefan Hertmans
(c) Michiel Hendryckx

Stefan Hertmans „Die Fremde“.

Moderation: Sigrid Löffler
Ein historischer Roman über eine zeitlose Erfahrung: das Leben auf der Flucht.

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Als Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war, begibt er sich auf Spurensuche. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Diese historisch verbürgte Figur lässt ihn nicht mehr los, er tastet sich erzählend an ihr Leben heran. Vigdis nennt er die Frau, die für die Liebe zum Sohn des Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt und zu Hamutal wird, die alles verliert und ganz allein nach Jerusalem aufbricht. Mit seiner grandiosen literarischen Rekonstruktion dieser Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung ist Hertmans ein erschreckend gegenwärtiger Roman gelungen.
Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Für Der Himmel meines Großvaters erhielt er 2014 den AKO Literatuurprijs und De Gouden Uil.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Dienstag
13.
Juni 2017
19.00 Uhr

Stefan Hertmans
(c) Michiel Hendryckx

Stefan Hertmans „Die Fremde“.

Moderation: Sigrid Löffler
Ein historischer Roman über eine zeitlose Erfahrung: das Leben auf der Flucht

Premnitz | Villa am See | Mozartstr. 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Als Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war, begibt er sich auf Spurensuche. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Diese historisch verbürgte Figur lässt ihn nicht mehr los, er tastet sich erzählend an ihr Leben heran. Vigdis nennt er die Frau, die für die Liebe zum Sohn des Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt und zu Hamutal wird, die alles verliert und ganz allein nach Jerusalem aufbricht. Mit seiner grandiosen literarischen Rekonstruktion dieser Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung ist Hertmans ein erschreckend gegenwärtiger Roman gelungen.
Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Für Der Himmel meines Großvaters erhielt er 2014 den AKO Literatuurprijs und De Gouden Uil.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
21.
Juni 2017
19.00 Uhr

Jennipher Antoni
(c) Peter Ziesche

Gusel Jachina. "Suleika öffnet die Augen"

Lesung und Gespräch.
Die Schauspielerin Jeniffer Antoni liest den deutschen Text.
Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
0331-2804103
oder: 03385-510232

RESERVIEREN

„Dieser Roman trifft mitten ins Herz.“ Ljudmila Ulitzkaja.

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist.
Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015
Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule . “Suleika öffnet die Augen“ ist ihr erster Roman.
Jennipher Antoni, geboren 1976 in Berlin, Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam, Studium Russistik/ Japanologie Humboldt-Universität Berlin. Nachdem sie Frank Beyer für eine erste Filmarbeit entdeckt hatte, bekam sie eine durchgehende Serienrolle bei der beliebten TV-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht".
Sie arbeitet kontinuierlich für Film und Fernsehen. Bis 2008 stand sie als Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters Potsdam unter der Intendanz Uwe Eric Laufenbergs u.a. mit Katharina Thalbach, Dieter Mann, Winfried Glatzeder, Angelica Domröse, Desiree Nick in Hauptrollen auf der Bühne.

Eine Lesung innerhalb der Lesereihe Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2017.

Donnerstag
22.
Juni 2017
19.30 Uhr

Jennipher Antoni
(c) Peter Ziesche

Gusel Jachina. "Suleika öffnet die Augen"

Lesung und Gespräch.
Die Schauspielerin Jeniffer Antoni liest den deutschen Text.
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 2

Karten unter:
0331-2804103
oder: 03377-3040477

Eintritt: 6 / 4 €

RESERVIEREN

„Dieser Roman trifft mitten ins Herz.“ Ljudmila Ulitzkaja.

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist.
Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015
Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule . “Suleika öffnet die Augen“ ist ihr erster Roman.
Jennipher Antoni, geboren 1976 in Berlin, Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam, Studium Russistik/ Japanologie Humboldt-Universität Berlin. Nachdem sie Frank Beyer für eine erste Filmarbeit entdeckt hatte, bekam sie eine durchgehende Serienrolle bei der beliebten TV-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht".
Sie arbeitet kontinuierlich für Film und Fernsehen. Bis 2008 stand sie als Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters Potsdam unter der Intendanz Uwe Eric Laufenbergs u.a. mit Katharina Thalbach, Dieter Mann, Winfried Glatzeder, Angelica Domröse, Desiree Nick in Hauptrollen auf der Bühne.

Eine Lesung innerhalb der Lesereihe Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2017.

Samstag
24.
Juni 2017
18.00 - 24.00 Uhr

Harald Martenstein
(c) Susanne Schleyer

"Brandenburg liest".

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an diesem Abend zahlreiche Neuerscheinungen von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Der Abend wird musikalisch begleitet von dem Gitarristen Benedikt Reidenbach.

Julia Schoch - "Schöne Seelen und Komplizen"
Ferenc Liebig - "Die Guten werden gehen"
Harald Martenstein - "Im Kino"
Nell Zink - "Mauerläufer"
Lutz Seiler - "Meine Wohnung"
Bärbel Dalichow - "Abseits mit Montaigne"
Paula Schneider - "Bleib bei mir, denn es will Abend werden"
Sven Stricker - "Mensch, Rüdiger!"

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH und den Literaturladen Wist. Präsentiert von der Märkischen Allgemeinen
Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an einem Abend zahlreiche Neuerscheinungen und von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Der Abend wird musikalisch begleitet von dem Gitarristen Benedikt Reidenbach.

Donnerstag
29.
Juni 2017
20.00 Uhr

Hans-Joachim Maaz
(c) Anna Weise

Hans-Joachim Maaz
Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Vortrag & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren.
Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
05.
Juli 2017
20.00 Uhr

Hanns-Josef Ortheil
(c) Hans Weingartz, Wikipedia

lit:potsdam no. 5
"Wie ich arbeite" Vortrag, Diashow & Werkstattgespräch

Hanns-Josef Ortheil

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Eintritt: 14,95 €

RESERVIEREN

Hanns-Josef Ortheil ist der diesjährige Writer in Residence des 5. Literaturfestivals lit:potsdam, welches vom 6. bis 9. Juli 2017 in Potsdam und Umgebung stattfindet. An diesem Abend gewährt der Autor dem Publikum einen exklusiven Einblick in seine "Werkstatt", er zeigt Fotos, Typoskripte und Sammelstücke, die für Leben und Arbeit prägend waren.
Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Mittwoch
05.
Juli 2017
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Lesung & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Kleist Schule | F.-Ebert-Str.17

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 8 / 6 / 2 €

RESERVIEREN

2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Mittwoch
06.
September 2017
20.00 Uhr

Ines Geipel
(c) Michael Zalewski

Buchpremiere Ines Geipel "Tochter des Diktators"

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Als Ivano Matteoli, Sohn eines KP-Funktionärs, Anfang der sechziger Jahre sein toskanisches Heimatdorf gen Leningrad verlässt, lernt er dort Bea kennen - Beate Ulbricht, das »erste Staatskind der DDR« und Tochter von Walter Ulbricht. Das ist der Beginn einer Amour fou zwischen Ost und West, einer großen Liebe im politischen Geflecht zwischen Paris, Leningrad, Rom, Ost-Berlin und dem stockkatholischen Cigoli. Die Erzählerin Anni kennt Ivano von Kindesbeinen an. Auf den Dächern der alten Häuser ihres toskanischen Heimatdorfes haben sie beide zusammen gesessen und den Männern beim Bocciaspielen zugesehen. Auch, als es sie wegen des Studiums in unterschiedliche Himmelsrichtungen verschlägt, - sie nach Paris, ihn nach Leningrad - verfolgt Anni aus der Distanz Ivanos Liebe zu der deutschen Beate. Deren Eltern, Walter und Lotte Ulbricht, versuchen die Ehe der beiden zu verhindern. Das gelingt nicht, aber der Preis dafür ist hoch. Ines Geipel ist in ihrem ganz eigenen Ton ein raffinierter und kontrastreicher Roman darüber gelungen, wie das Autoritäre ins intimste Innere des Lebens eindringt.

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland
und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. Bei Klett-Cotta erschien von ihr zuletzt das Sachbuch "Generation Mauer"

Mit Unterstützung durch den Verlag Klett-Cotta und den Literaturladen Wist

Samstag
09.
September 2017
19.00 Uhr
 

Lea Streisand „Im Sommer wieder Fahrrad“

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385 - 510232

Eintritt: 7 €

RESERVIEREN

Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea den Rücken.
Seit 2003 liest Lea Streisand auf Lesebühnen und Poetry Slams und ist Mitglied der Neuköllner Lesebühne Rakete 2000. Außerdem schreibt die gebürtige Berlinerin
Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins.

Montag
11.
September 2017
19.00 Uhr

Geert Mak
(c) Merlijn Doomernik/laif

Geert Mak "Die vielen Leben des Jan Six. Geschichte einer Amsterdamer Dynastie".

Lesung und Gespräch.
Moderation: Jan Konst

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | F.-Ebert-Str.17

Karten unter:
0331-289 67 30

Eintritt: 8 / 2 €

RESERVIEREN

Sie sind die Buddenbrooks der Niederlande: Die Six-Dynastie gehört seit dem Goldenen Zeitalter zu den politisch und kulturell bedeutendsten Familien des Landes. Bestsellerautor Geert Mak folgt den Spuren dieser Familie, die seit mehr als vierhundert Jahren in Amsterdam ansässig ist, und erweckt ihre Geschichte und Geschichten zu neuem Leben. Er erzählt die Biographie der Familie bis heute und entwirft zugleich ein ebenso farbiges wie schillerndes Panorama ihrer unterschiedlichen Epochen.
Jan Six - Mäzen, Aufklärer, Kunstsammler, Amsterdamer Regent und verewigt auf einem der schönsten Porträts, das Rembrandt je schuf - gilt als Begründer der Dynastie und hatte eine ganze Reihe von Nachkommen, von denen der jeweils Erstgeborene seinen Namen trug. Wie er gelangten viele von ihnen in den darauffolgenden Jahrhunderten in Kunst, Politik und Wissenschaft zu Reichtum und Ruhm. Andere Familienmitglieder wiederum verbrachten ihr Leben in Armut und Einsamkeit. Zahlreiche Tagebücher, Briefe, Notizen und Aufzeichnungen, die sich zusammen mit dem Rembrandt-Bildnis bis heute im Besitz der Familie befinden, zeugen davon. »Die vielen Leben des Jan Six« ist die Geschichte einer Familie und ihrer Stadt über viele Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von Ambitionen und Scheitern, von Größe und der ewigen Angst vor dem Niedergang.

Geert Mak, geboren 1946, ist einer der bekanntesten Publizisten der Niederlande und gehört nach drei großen Bestsellern zu den wichtigsten Sachbuchautoren des Landes. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen "Amsterdam" (1997), "Das Jahrhundert meines Vaters" (2003) und "In Europa" (2005). Zuletzt erschien "Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten" (2013). Für sein Werk erhielt Geert Mak 2008 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Seine Bücher sind internationale Bestseller und wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 1994 arbeitet er als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin, zunächst auf dem Gebiet ‚Niederländische Literatur und Sprache von den Anfängen bis 1800‘. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls ‚Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft‘.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Kleist Schule Potsdam. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Dienstag
12.
September 2017
19.30 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

Peter Walther
"Hans Fallada. Die Biographie"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 2

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 7 / 5 €

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Als 1932 mit "Kleiner Mann - was nun?" Falladas erster Welterfolg erscheint, liegt schon ein bewegtes Leben hinter ihm: Psychiatrieaufenthalt wegen Tötung eines Freundes in einem Scheinduell, Morphiumkonsum und Beschaffungskriminalität, Gefängnisaufenthalte, Arbeit als Annoncenjäger und Lokaljournalist. Seit seiner Pubertät ist das Schreiben für Fallada (1893-1947) ein Lebensantrieb. Erst die Ehe mit Suse jedoch gibt ihm den Rückhalt für seine ungeheure schriftstellerische Produktivität. Falladas Leben ist zugleich die Geschichte seiner lebenslangen Abhängigkeit von Alkohol, Schlaftabletten, Morphium und unseliger Kompromisse: "Der Junge kann was", lobt Goebbels. Im Auftrag des Propagandaministeriums schreibt der Bestseller-Autor der Weimarer Republik 1944 einen "nicht antisemitischen antisemitischen Roman". Nur wenig später entsteht auf Anregung von Johannes R. Becher das Buch über den Widerstand gegen das Nazi-Regime, das Jahrzehnte nach dem Tod des Schriftstellers zum zweiten Welterfolg wird. Peter Walther schildert "unfassbar material- und detailreich"(Süddeutsche Zeitung) das Leben des Schriftstellers.

Peter Walther wurde 1965 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Kunsterziehung in Greifswald, Berlin und Essen und promovierte 1995 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat Bücher über Peter Huchel, Günter Eich, Thomas Mann, Goethe und Publikationen zur Fotografiegeschichte herausgegeben. Peter Walther arbeitet im Brandenburgischen Literaturbüro.

Mittwoch
11.
Oktober 2017
19.30 Uhr

Sven Stricker
(c) Hanna Lippmann

Sven Stricker liest "Mensch, Rüdiger!"

Rathenow | Bibliothek | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 7 / 5 €

RESERVIEREN

Eine bittersüße Komödie über den Sinn des Lebens
Rüdiger ist Lehrer, verheiratet, Cordhose, 2 Kinder. Für den Rest der Welt ist er nahezu unsichtbar. An seinem 40. Geburtstag, mitten im Unterricht, merkt er, dass er sein bisheriges Leben nicht mehr erträgt. Er steht auf und geht.
Tom hatte vor Jahren einen Bestseller. Danach: Schreibblockade, Lebensblockade. Jetzt sitzt er im Supermarkt an der Kasse, von Ohnmachtsanfällen heimgesucht, und hilft biologisch verteuerter Landwurst übers Laufband. Bis es auch ihm reicht.
Rüdiger und Tom treffen sich auf einer Talbrücke. Beide wollen die Welt hinter sich lassen. Am Ende aber beschließen sie: Fünf Tage lang werden sie testen, ob das Leben nicht vielleicht doch noch lebenswert ist.

Sven Stricker wurde 1970 geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis, zuletzt 2009 für seine Hörspielbearbeitung und Regie des Romans «Herr Lehmann» von Sven Regener. «Schlecht Aufgelegt» ist sein erster Roman. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.

Samstag
14.
Oktober 2017
19.30 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Lesung & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Zossen | Galerie-Café Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Donnerstag
19.
Oktober 2017
20.00 Uhr

Natascha Wodin
(c) Susanne Schleyer

Natascha Wodin "Sie kam aus Mariupol"

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe" - Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für "Displaced Persons", woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr.
"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist. "Meine arme, kleine, verrückt gewordene Mutter", kann Natascha Wodin nun zärtlich sagen, und auch für uns Leser wird begreifbar, was verlorenging. Dass es dieses bewegende, dunkel-leuchtende Zeugnis eines Schicksals gibt, das für Millionen anderer steht, ist ein literarisches Ereignis.

Natascha Wodin, 1945 als Kind verschleppter sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Nachdem sie eine Sprachenschule absolvierte, übersetzte sie aus dem Russischen und lebte zeitweise in Moskau. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Einmal lebt ich", "Die Ehe" und "Nachtgeschwister". Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für "Sie kam aus Mariupol" wurde ihr der Alfred-Döblin-Preis und der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

Donnerstag
16.
November 2017
19.30 Uhr

Christian Eisert
(c) Reto Klar

Christian Eisert stellt sein Buch „Kim und Struppi - Ein unmöglicher Urlaub oder: Tanzen mit Atomraketen“ in Wort & Bild vor.

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 2

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 6 / 4 €

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Wie viele Touristen jährlich Nordkorea besuchen, lässt sich exakt sagen: wenige. Dabei hält so ein Urlaub im Reich von Kim Jong Un viele Überraschungen bereit: Autobahnen ohne Autos, Hotels, in denen der fünfte Stock fehlt, und ein Tänzchen an der gefährlichsten Grenze der Welt – zu den Klängen von "Tränen lügen nicht". Zusammen mit der kratzbürstigen Fotoreporterin Thanh Hoang ist Christian Eisert sechs Tage und 1.500 Kilometer durch die Demokratische Volksrepublik gereist. Mit gefälschten Biographien. Unter ständiger Beobachtung des Geheimdienstes. Und immer auf der Suche nach Kim Il Sungs legendärer regenbogenfarbener Wasserrutsche. Das Ergebnis ist einfach irre – und sehr komisch.

CHRISTIAN EISERT, geboren 1976 in Ostberlin, ist TV-Autor, Satiriker und Comedy-Coach. Er schreibt Gags, Sketche und Drehbücher u. a. für Harald Schmidt und die Fernsehshows Alfons und Gäste und Grünwald Freitagscomedy. Erste Erfahrungen mit Nordkorea sammelte er im Jahr 1988, als er an seiner Schule zu Ehren einer Gästedelegation aus Pjöngjang Arbeiterkampflieder sang.