Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Samstag
24.
Februar 2018
15.00 Uhr

Poppe Grit
(c) privat

Buchpremiere Grit Poppe „Joki und die Wölfe“

Lesung für junge Leser ab 10 Jahren

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustr. 17

Karten unter:
0331 - 2800452

Eintritt: frei

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Ein Wolf trabt durch die märkische Landschaft. Er hat Beute für seine Familie gemacht, der Nachwuchs braucht jetzt schon Fleisch und drängt aus der Höhle. Nur Schwarzohr, der kleinste Welpe, wirkt noch schwach und die Mutter spürt, dass er sie mehr braucht als die kräftigeren Geschwister. Eines Tages geht Schwarzohr bei einem „Ausflug" verloren. Das Wolfskind ist plötzlich allein in einer unbekannten Welt.
Joki sollte eigentlich Umzugskisten auspacken, stattdessen treibt er sich lieber im Wald herum. Schon bei seinem ersten Streifzug macht er eine Entdeckung: Ein Wolf lebt im Wald! Der Junge beobachtet erst ihn und bald darauf das ganze Rudel. Auch die Wölfe nehmen Joki wahr, doch spüren sie, dass von ihm keine Gefahr ausgeht. Aber als Joki auf den Welpen trifft, der sich verlaufen hat, nimmt er ihn mit und lockt damit das Rudel in die gefährliche Nähe der Menschen. Joki begreift, was er angerichtet hat, und will seinen Fehler wiedergutmachen. Zusammen mit dem Wolfsjungen begibt er sich auf die Suche nach dem Rudel...

Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren. Sie studierte am Literaturinstitut in Leipzig und war 1989 bis 1992 Landesgeschäftsführerin für „Demokratie Jetzt". Heute schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Jugendroman „Weggesperrt" wurde u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet und ist inzwischen Schullektüre. Die Autorin hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Potsdam.

Eine Veranstaltung des Literaturladens Wist und des Brandenburgischen Literaturbüros

Freitag
02.
März 2018
19.30 Uhr

Pascale Hugues
(c) Dagmar Morath

Pascale Hugues „Deutschland à la française“

Lesung und Gespräch

Premnitz | Villa am See | Mozartstr.1

Karten unter:
03386 / 2139680

Eintritt: 10 €

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Pascale Hugues ist Französin und lebt seit vielen Jahren in Berlin. In „Deutschland à la française“ schreibt sie über den Alltag; die Sprache und die Mentalität in diesem Land, das ihr nahe und zugleich immer noch ein bisschen fremd ist. Sie schaut auf das ganz Kleine und sieht darin das ganz Grosse. Neugierig flaniert sie durch die Straßen und Parks, lauscht den Gesprächen und erforscht die Eigenheiten beiderseits des Rheins. Alles ist interessant, vom Präsidentenpalast bis zum Müllkeller, das seltsame Wort „Brustwarze“, wie man zu Abend isst, sich am Telefon meldet, wie man streikt und ab wann Politiker als korrupt gelten. Auch Klischees überprüft sie auf ihren wahren Kern. Sind die Deutschen wirklich so ordentlich und die Franzosen so locker? Wo offenbart sich die deutsche Seele? Und wann der französische Esprit? Ein kluges, kenntnisreiches, humorvolles Buch aus der Sicht einer Autorin, die in zwei Welten zuhause ist, beide liebt – und mit scharfem Blick beobachtet.
Pascale Hugues, geboren in Straßburg, arbeitet seit 1989 als Korrespondentin in Deutschland, zunächst für die Zeitung „Libération“, heute für das Magazin „Le Point“. Sie schreibt auch für deutsche Zeitungen, unter anderem als Kolumnistin des „Tagesspiegels“.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Freundeskreis Potsdam-Versailles und der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Samstag
03.
März 2018
15.00 Uhr

Hans-Joachim Maaz
(c) Anna Weise

Hans-Joachim Maaz
„Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“

Vortrag & Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder

Bergsdorf | Kurt-Mühlenhaupt-Museum | Bergsdorfer Dorfstr.1

Eintritt: 10 / 8 €

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Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten – vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Sonntag
04.
März 2018
11.00 Uhr

Christian Brückner
(c) Hendrik Röder

Buchpremiere: Peter Walther „Hans Fallada. Junge Liebe zwischen Trümmern“

Lesung: Christian Brückner
Moderation: Hendrik Röder
Anschließend Empfang

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Zahlreiche Erzählungen Hans Falladas wurden nie veröffentlicht oder sind nur in Zeitschriften erschienen. Andere Texte aus dem Nachlass sind seit Jahren in Vergessenheit geraten. Die besten davon hat Peter Walther zu einem spannenden Lesebuch zusammengestellt. Das Buch enthält Erzählungen, die sich typischen Fallada-Sujets widmen, so etwa die Geschichten „Ich, der verlorene Findling“, „Die Bucklige“ und „Junge Liebe zwischen Trümmern“, aber auch die Detektivgeschichte „Der blutende Biber“ sowie autobiographische Texte, in denen Fallada vor allem über sein Leben als Schriftsteller und Lesender Auskunft gibt, darunter seine „Warnung vor Büchern“ und ein Zwiegespräch zwischen Fallada und seiner Frau, das er für den Rundfunk schrieb. In einem kenntnis- wie aufschlussreichen Nachwort erzählt der Herausgeber die Geschichten hinter den Texten.
Peter Walther, 1965 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Kunsterziehung in Greifswald, Berlin und Essen und promovierte 1995 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat Bücher über Peter Huchel, Günter Eich, Thomas Mann, Goethe und Publikationen zur Fotografiegeschichte herausgegeben. Im Januar 2017 erschien seine Fallada-Biographie zum siebzigsten Todestag des Schriftstellers im Berliner Aufbau Verlag. Peter Walther arbeitet im Brandenburgischen Literaturbüro.
Christian Brückner, geb. 1943, zählt zu wichtigsten Sprechern und Vorlesern des Landes. Seit 2000 publiziert er auf seinem eigenen Label „Parlando“.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist und den Aufbau Verlag

Samstag
10.
März 2018
16.00 Uhr

Julia Schoch
(c) Jürgen Bauer

Lesung
Julia Schoch "Schöne Seelen und Komplizen"

Moderation: Hendrik Röder

Bad Freienwalde | Schloß | Rathenaustr.3

Karten unter:
0177 20 69 229

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer sucht sich seine Erfahrungen schon selbst aus? Lydia, Alexander, Ruppert, Kati. Sie alle sind Schüler eines Elitegymnasiums der DDR. Während die einen mit glühendem Blick im »Reimanns« subversive Gedanken diskutieren, sehen die anderen unschuldig einer sozialistischen Zukunft entgegen. Der Mauerfall trennt sie schlagartig von ihrer Vergangenheit. Schwankend zwischen Hass, Verweigerung und Euphorie hören sie die Beteuerungen ihrer Eltern, dass alles ganz normal sei. Dabei sieht jeder die Explosion 1989 mit anderen Augen. Dreißig Jahre später zieht jeder der Helden Bilanz. Und sieht sich vor große Fragen gestellt: Wie lange verfolgt uns die Vergangenheit, oder verfolgen wir sie? Wie viel sind ihre Erfahrungen wert? Damals sind sie davongekommen, aber sie alle jagen einer Freiheit nach, noch immer. Julia Schoch macht den historischen Umbruch in privaten Leben erfahrbar. Und schreibt damit einen beeindruckenden Gesellschaftsroman für unsere Zeit.

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, lebt nach Aufenthalten in Bukarest und Paris als freie Autorin und Übersetzerin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Potsdam. Für ihr von der Kritik hochgelobtes Erzähldebüt »Der Körper des Salamanders« wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Nach dem für den Leipziger Buchpreis nominierten Roman »Mit der Geschwindigkeit des Sommers« erschien zuletzt »Selbstporträt mit Bonaparte«.

Eine Veranstaltung des Freundeskreises Schloss Freienwalde e.V. in
Kooperation mit dem Literaturbüro Brandenburg.

Dienstag
13.
März 2018
19.00 Uhr

Twardoch Szczepan
(c) Magda Kryjak

Szczepan Twardoch „Der Boxer“

Lesung und Gespräch
Moderation: Carsten Wist

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustr. 17

Karten unter:
0331 - 2800452

Eintritt: 10 / 8 €

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Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen das Imperium Kaplicas in Bedrängnis; er kommt in Haft, als ihm ein politischer Mord angehängt wird. Im Schatten dieser Ereignisse bricht ein regelrechter Krieg der Unterwelt los. Jakub Shapiro muss die Dinge in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde wie Verräter vor, beginnt – aus Leidenschaft und Kalkül – eine fatale Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts, muss zugleich seine Frau und Kinder vor dem anschwellenden Hass schützen – und nimmt immer mehr die Rolle des Paten ein.
Der Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster, seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau: «Der Boxer» ist grandios angelegt und fast filmisch erzählt, ein Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.

Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der polnischen Gegenwartsliteratur. Mit «Morphin» (2012) gelang ihm der Durchbruch, das Buch wurde mit dem Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet, Kritik und Leser waren begeistert. Für den ebenfalls hochgelobten Roman «Drach» wurden Twardoch und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt. Bei polnischen Lesern wie Kritikern übertraf «Der Boxer» diese Erfolge sogar noch. Szczepan Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.

Eine Veranstaltung des Literaturladens Wist und des Brandenburgischen Literaturbüros

Sonntag
18.
März 2018
11.00 Uhr

Matinee in der Villa Quandt:
Wieland Förster "Tamaschito"

Lesung & Gespräch
Lesung: Frank Arnold
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 280 41 03

Eintritt: 10 / 8 €

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An einem milden Septembertag 1946 geht der 16-jährige Thom durch das zertrümmerte Dresden. Die Stadt beginnt zaghaft aufzuatmen, Menschen streben ins Freie, Elbfähren fliegen über den Fluss, Familienbesuch ist gekommen. Zwischen Thom und seiner Cousine Margot entflammt jugendliche Leidenschaft. Doch dann wird Thom verhaftet und unschuldig im »Grauen Bau« eingekerkert.
Einer Intrige wegen muss der Junge durch die Hölle des Hungers und Durstes, durch Auszehrung und endlose Verhöre gehen. Er gerät in das Mahlwerk der gewaltigen Kräfteverschiebungen jener Zeit. Deutsche, Polen, Russen, Nazis und Widerstandskämpfer sind seine Mitgefangenen. An diesem apokalyptischen Ort, wo der Tod Platz genommen hat zwischen den Häftlingen, wird ein verschlissener Stofffetzen zum Schachbrett, eine erzählte Geschichte zum Überlebenselixier, und der Name eines Kuchens zur Zauberformel. »In mir blutet Vergangenheit«, sagte Wieland Förster einmal – mit "Tamaschito" legt er jetzt den Roman vor, in dem jene Lebenswunde zu Literatur wird.

Wieland Förster, 1930 in Dresden geboren, zählt zu den bedeutendsten europäischen Bildhauern. Seine Werke befinden sich im öffentlichen Raum, in Museen und Privatsammlungen. Seit den 60er Jahren ist Förster auch schriftstellerisch tätig, einige Manuskripte konnten in der DDR nicht erscheinen.

Frank Arnold, geboren in Berlin, arbeitet als Dramaturg, Sprecher, Schauspieler und Regisseur. Bekannt ist er vor allem als Sprecher zahlreicher Hörbücher, Dokumentarfilme sowie dem Kulturmagazin Aspekte.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Dienstag
27.
März 2018
19.30 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgem Bauer

Lutz Seiler liest die Erzählung „Meine Wohnung“

Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | LERN ZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Eintritt: 8 / 6 €

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In seinem ersten bei Suhrkamp Berlin erschienen Roman „Kruso“ erzählt Lutz Seiler ein Inselabenteuer und die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft. Am Ende steht in „Kruso“ ein Kampf auf Leben und Tod – und ein Versprechen.
Der Autor schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart. Seilers einzigartige Recherche, die diesem Buch zugrunde liegt, folgt dabei den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind.
In der neuen Erzählung „Meine Wohnung“ schildert Seiler den inneren und äußeren Aufbruch eines angehenden Schriftstellers in den Umbuchzeiten des Wendejahrs 1989, und von den handfesten Versuchen, sich in Berlin eine bereits verlassene Wohnung zu erobern. Auf poetische Weise legt der Text die Skrupel und Unsicherheiten des Protagonisten frei, die ihn ins wirkliche Leben begleiten.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera/Thüringen, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Bremer Literaturpreis und dem Fontane¬-Preis. Für „Kruso“ erhielt er den Deutschen Buchpreis 2014.

Dienstag
10.
April 2018
20.00 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler „Die Gleichung des Lebens.“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Donnerstag
12.
April 2018

Peer Steinbrück
(c) Jim Rakete

Lausitzer LesArt
Peer Steinbrück „Das Elend der Sozialdemokratie. Anmerkungen eines Genossen“

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schlossbezirk 6

Karten unter:
03542-8730
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Die Sozialdemokratie steckt in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Bei den letzten Bundestagswahlen musste die SPD eine herbe Schlappe einstecken. Aber nicht nur sie, sondern fast alle sozialdemokratischen Parteien in Europa sacken in der Wählergunst immer weiter nach unten ab. Was läuft da schief? Peer Steinbrück, streitbarer Sozialdemokrat und Kanzlerkandidat der SPD 2013, sucht in seinen Anmerkungen eines Genossen nach Wegen zu einer erneuerten Sozialdemokratie und nennt mit klarer Kante seine Stichworte: Einhegung des digitalen Kapitalismus, Kampf gegen die wachsende Vermögensungleichheit, Mut zu einer neuen Debatte über Identitätspolitik, Vertiefung der Europäischen Union, mehr Engagement für junge Wähler. Ralf Dahrendorf hat in einem berühmten Aufsatz über das Elend der Sozialdemokratie vor mehr als dreißig Jahren den „dritten Weg“ vorgezeichnet, den Bill Clinton, Tony Blair und Gerhard Schröder dann erfolgreich gingen. Steinbrück entwirft nun eine Agenda für die Sozialdemokratie des 21. Jahrhunderts. Denn in einem sind er und seine Kritiker sich einig: Die Sozialdemokratie wird dringend gebraucht – vielleicht sogar mehr als je zuvor.

Peer Steinbrück war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, von 2005 bis 2009 Bundesfinanzminister in der großen Koalition und wurde 2012 Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Schlosses Lübbenau, der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg und der Lausitzer Rundschau

Donnerstag
24.
Mai 2018
20.00 Uhr

Juli Zeh
(c) Thomas Müller

Juli Zeh liest „Leere Herzen“

Moderation: Knut Elstermann

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.waschhaus.de und www.reservix.de
oder: Ticketlink

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Vorverkaufsgebühren

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Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma gegründet, die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der Firma steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.
„Leere Herzen“ ist ein provokanter und packender und Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie und zugleich ein Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel“ (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman „Unterleuten“ (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) sowie dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2017).
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhaus Potsdam und des Literaturladens Wist.

Sonntag
27.
Mai 2018
11.00 Uhr

Hans Pleschinski
(c) C. H. Beck Verlag

Matinee in der Villa Quandt
Hans Pleschinski „Wiesenstein“

Lesung & Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie ihr immer noch luxuriöses Leben weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin – inmitten der Barbarei. Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht? Hans Pleschinski erzählt erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. „Wiesenstein“ ist die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegenstemmenden Welt. Ein überwältigender Roman.

Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Leichtes Licht“ (C.H.Beck, 2005), „Ludwigshöhe“ (C.H.Beck, 2008) und „Königsallee“ (C.H.Beck, 62013), der ein Bestseller wurde, und gab die Briefe der Madame de Pompadour, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus.

Freitag
29.
Juni 2018
18-24 Uhr

Rainald Grebe
(c) ireas [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

"Brandenburg liest" in Cottbus

Cottbus | Kongresssaal Branitz | Heinrich-Zille-Straße 120

Karten unter:
0331-2804103
oder: www.ticketonline.de, www.eventim.de

Eintritt: 20 / 18 € - lautix-Card-Besitzer (19 / 17 €)

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Mit Reinald Grebe & Tilla Kratochwil, Julia Schoch, John von Düffel, Antje Strubel, Sven Stricker, Steffen Schroeder und Paula Amelie Carstensen

Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an einem Abend zahlreiche Neuerscheinungen von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Es ist überdies eine Mischung aus gestandenen und debütierenden Autoren und Autorinnen.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Lausitzer Rundschau und mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.

Lotto Brandenburg