Aktuelle Veranstaltung

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Donnerstag
08.
Februar 2018
19.30 Uhr

Daniel Kehlmann
(c) Beowulf Sheehan

Daniel Kehlmann "Tyll"

Lesung & Gespräch
Moderation: Bernhard Robben

Potsdam | Thalia Programmkino | Rudolf-Breitscheidstr.50 | 14482 Potsdam

Karten unter:
0331-2804103
oder: im Vorverkauf an der Kinokasse und im Literaturladen Wist (Dortustr. 17, Eingang: Brandenburgerstraße) oder online unter www.thalia-potsdam.de

Eintritt: 18 / 16 €

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"Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann - er veröffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen" -, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.
Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

"So ein Wunderbuch begegnet einem nicht jedes Jahr! Eindrücklich wie nie gelingt es Kehlmann, rund um den aus dem Spätmittelalter in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verpflanzten Tyll Ulenspiegel einen Mummenschanz um Macht, Machtmissbrauch und den Hochseiltanz unserer Existenz zu inszenieren, der es in sich hat. Hinreißend! (Denis Scheck, Druckfrisch)

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Candide-Preis, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Sein Roman "Die Vermessung der Welt" ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden. Zurzeit unterrichtet er an der New York University und ist Fellow am Cullman Center for Writers and Scholars der New York Public Library.

Bernhard Robben arbeitet seit 1986 als freier Journalist (u.a. von 1989 bis 1994 für die BBC) und Übersetzer. Robbens umfangreiches übersetzerisches Werk besteht vorwiegend aus Übertragungen erzählender Werke britischer, irischer und amerikanischer Autoren. Daneben moderiert er häufig Autorenlesungen, z.B. während der jährlichen Lit.Cologne. 2013 wurde er mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis für sein literarisches Lebenswerk, die Übersetzung aus dem Englischen, ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Thalia Programmkino und dem Literaturladen Wist.